Goldau II gewinnt kapitale Partie im Abstiegskampf
Gegen Tabellennachbarn Engelberg legten die Goldauer Reserven einen starken Auftritt hin und gewannen verdient mit 5:2. Die Goldauer zeigten eine insgesamt starke Leistung und durften fünf Tore bejubeln.

Bild: Elmar Stadelmann
Von Damian Bürgi
Nach dem eher uninspirierten Auftritt bei der 0:2-Niederlage gegen Stans am Ostersamstag stand am Freitagabend die wohl bisher wichtigste Partie der Saison für die Goldauer Reserven gegen den gleichpunktigen Engelberger SC an. Die Partie zwischen dem Zweit- und Drittletzten der Gruppe startete wie erwartet rasant. Es wurde schnell klar, dass Engelberg durch ihr bewährt starkes Umschaltspiel die Goldauer Defensive überwinden wollte und war dabei nicht ungefährlich. Das Heimteam trat gewohnt kampfbetont auf, zwang den Gegner zu Fehlern und konnte seine Offensivkräfte oftmals nach Wunsch in Szene setzen. Die ersten Offensivakzenten konnte Zeka und Lafferma setzen, scheiterten aber beide allein vor dem Tor am Engelberger Hüter Zumbühl. In der 15. Minute konnte Lafferma nach toller Vorarbeit aufs Tor ziehen, scheiterte erneut an Zumbühl aber der Abpraller landete bei Music, welcher zum 1:0 für Goldau ins verwaiste Gästetor einnetzte. Auch im Anschluss erspielten sich die Gastgeber einen regelrechten Chancenwucher, konnten die Führung aber vorerst nicht ausbauen. In der 35. Minute klappte es dann: Music spielte die Engelberger Verteidigung schwindlig, legte in die Mitte ab und Zeka verwandelte mit seinem schwächeren Linken. Derselbe Fuss war dann auch für die 3:0-Pausenführung verantwortlich, Zumbühl klärte einen Rückpass ungenügend und Zeka zog sofort erfolgreich aus grosser Distanz ab und überlobte den gegnerischen Torhüter.
Goldau macht früh den Sack zu
Dass Engelberg sich trotz des Rückstands nicht geschlagen geben wollte machten sie schnell klar und griffen die Goldauer zu Beginn der zweiten Hälfte mit voller Wucht an. Prompt folgte nach einer Freistossroutine der Anschlusstreffer zum 3:1 in der 48. Minute. Doch die Tierpärkler zeigten sofort eine Reaktion und nur eine Minute später war nach einem Treffer durch Torjäger Roman «Römel» Truttmann der Drei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Ein wichtiger Treffer, um den Engelberger Ambitionen auf ein Comeback den Wind aus den Segeln zu nehmen. Goldau kontrollierte die Partie im Anschluss nicht komplett, bleib aber die spielbestimmende Mannschaft auf dem Platz. Dies mündete in der endgültigen Vorentscheidung in der 68. Minute als Ulli durchbrach und allein vor dem Tor zum 5:1 verwandelte. Zwar musste sich der junge Thüring im Tor der Goldauer, welcher ein sicherer Rückhalt war, noch ein bis zweimal strecken und sich durch ein Traumtor in der 80. Minute zum 5:2 geschlagen geben, wirklich gefährdet war der Goldauer Sieg aber nicht mehr. Damit holten die Tierpärkler drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dies gelang sicher dank einer starken Leistung des Mittelfelds und der Offensive. Zuletzt aber auch durch die kampfbetonte Spielart, in welcher vor allem auch die Aussenverteidiger Zweifel und Walker oder auch der eingewechselte Tim Zumbühl eine Erwähnung verdienen, da sie um jeden Ball kämpften und so die Gangart entscheidend mitbestimmten. Nun gilt es den Schwung in die nächsten Partien mitzunehmen, es müssen im Abstiegskampf weitere Punkte her.
3. Liga: SC Goldau II – Engelberger SC 5:2 (3:0)
«Sportplatz Tierpark», Goldau – Hauptspielfeld – 150 Zuschauer, – Tore: 15. Music 1:0, 35. Zeka 2:0, 41. Zeka 3:0, 48. Matter 3:1, 49. Truttmann 4:1, 68. Ulli 5:1, 80. K. Zumbühl 5:2 – SC Goldau: L. Thüring; S. Zeka (C), L. Krasniqi, C. Zweifel, T. Spichtig; S. Lafferma; R. Truttmann; D. Music, N. Walker; F. Mrijaj; B. Yilmaz (D. Bürgi, E. Etemi, T. Ulli, K. Simoni, T. Zumbühl, A. Morina, M. Pajic) – Engelberger SC: J. Zumbühl; P. Ettlin, M. Kaufmann; T. Christen; M. Schleiss; J. Fischer; M. Matter (C); P. Parodi; R. Kaufmann; K. Zumbühl; N. Planzer (G. Britschgi, M. Soza, J. Milicevic) – Verwarnungen: 23. F. Mrijaj, 24. M. Kaufmann, 28. R. Truttmann, 70. M. Pajic
Hier gibts die Highlights auch im Video:
- Liga: SC Goldau II – SC Schwyz 2:2 (1:1)
Gerechte Punkteteilung in packendem Derby
Die Partie zwischen dem SC Schwyz und Goldau II hatte einiges an Spannung und Spektakel zu bieten.

Von Damian Bürgi
Die Goldauer Reserven machten von Anfang an klar, dass man sich für die 3:0-Niederlage im Derby gegen Schwyz aus der Vorrunde revanchieren wollten. Sie legten los wie die Feuerwehr und konnten früh Druck aufsetzen. Die starke Goldauer Startphase mündete in einem Traumtor von Ulli, welcher von links in die Mitte zog und mit einem Schlenzer ins rechte obere Eck die viel umjubelte Goldauer Führung in der 8. Minute erzielte. Goldau versuchte den Druck hochzuhalten, aber auch Schwyz liess vermehrt seine Qualitäten aufblitzen. Lanciert durch großartige Pässe aus dem Mittelfeld bereiteten die schnellen Offensivkräfte den Goldauern vermehrt Mühe und brachen zweimal durch. Das erste 1-gegen-1 konnte der junge Goldauer Schlussmann Thüring mit einer Glanztat für sich entscheiden. Kurz vor der Pause glich Bossart mit einem platzierten Schuss die Partie zum 1:1 dann aus, was auch gleichbeutend mit dem Pausenstand war,
Umkämpfte zweite Hälfte
Schwyz begann die zweite Halbzeit etwas besser und war klarer in seinen Aktionen, jedoch hätte Lafferma nach einer Hereingabe beinahe das 2:1 für Goldau erzielt, doch er traf den Ball allein vor dem Tor nicht wie gewünscht. Dem Heimteam gelang es dann kämpferisch wieder zuzulegen und die Zuschauer durften nun einen wahren Derbyfight mitverfolgen. Die Partie wurde auch etwas ruppiger und es kam vermehrt zu Fouls. So auch in der 64. Minute als Siegwart 18 Meter vor dem Goldauer Tor gelegt wurde. Der Schwyzer Captain trat den Freistoss gleich selbst und sein Schuss wurde unhaltbar für Thüring abgelenkt, 2:1 für die Gäste. Doch nur vier Minuten später war das Spiel dank des wohl schönsten Spielzugs an diesem Abend wieder ausgeglichen. Nach einem Doppelpass mit Zumbühl war Ulli auf links durch, sein Ball in die Mitte sorgte für Chaos im Schwyzer Strafraum und nach mehrfachem Goldauer Nachsetzen verwandelte Music schliesslich zum 2:2. Die letzten 20 Minuten lebten vor allem vom Kampf und der Spannung. Die Partie warein , aber es gelang weder Goldau noch Schwyz den entscheidenden Nadelstich zu setzen. So kam es im einzigen Schwyzer Derby der 3. Liga zu einer gerechten Punkteteilung.
«Wir zeigten sicher nicht unsere beste Saisonleistung, haben aber gegen ein kämpferisch starkes Team gut dagegengehalten. Am Ende hätte die Partie auf beide Seiten kippen können, alles in Allem können wir mit dem einen Punkt sicher zufrieden sein», resümierte SC Schwyz Trainer Flurin Stöckli. Der Goldauer Übungsleiter Luan Krasniqi attestierte, dass für sein Team mehr drin gewesen wäre: «Durch unsere grossen Bemühungen hätten wir uns mit mehr als einem Punkt belohnen können. Wir hatten aus meiner Sicht die klareren Chancen. Schwyz hat gezeigt, dass sie Qualität haben und ihre Möglichkeiten genutzt. Ich bin aber stolz auf die Leistung unserer Mannschaft, für uns es geht jetzt darum, auch in den nächsten Partien weiterzukämpfen, um Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.»
- Liga: SC Goldau II – SC Schwyz 2:2 (1:1)
„Schul- und Sportanlage Oberarth, – Kunststoffrasen – 120 Zuschauer, – Tore: 8. Ulli 1:0, 39. J. Bossart 1:1, 64. Siegwart 1:2, 68. Music 2:2 – SC Goldau: L. Thüring; S. Zeka (C), T. Casanova, C. Zweifel, T. Spichtig; S. Lafferma; B. Sabani; D. Music, N. Walker; L. Horath; T. Ulli (D. Bürgi, E. Etemi, F. Mrijaj, K. Simoni, T. Zumbühl, A. Morina) – SC Schwyz: Fontana; R. Betschart, Pollyn; Siegwart (C); Büeler; Zejnulai; Sil. Betschart; Bossart; Heinzer; Steiner; Lüönd (Schmid, Holdener, Rohrer, Suter, Scherrer, Suljovic, Sim. Betschart) – Verwarnungen: 61. Rohrer, 81. Mrijaj, 84. Walker, 89. Music, 89. Siegwart, 90+1 Etemi
Ein Derby voller verschiedener Vorzeichen
Am Samstag trifft die zweite Mannschaft des SC Goldau auf den SC Schwyz. Die Teams befinden sich in komplett unterschiedlichen Lagen.

Bild: Andy Scherrer
Von Damian Bürgi
Während der SC Schwyz mit einem Sieg gegen Altdorf erfolgreich in die Rückrunde starten konnten, mussten die Goldauer Reserven eine klare Niederlage zum Rückrundenauftakt hinnehmen. Auch tabellenmässig gestaltet sich die Lage der beiden Schwyzer Teams in der 3. Liga komplett unterschiedlich. Schwyz darf auf eine bisher sehr gelungene Saison zurückblicken, befindet sich auf dem 4. Rang und hält Schritt mit den Topteams der Gruppe. Die Tierpärkler hingegen befinden sich mitten im Abstiegskampf und sind auf Punkte angewiesen.
Die Ausgangslage gestaltet sich demnach klar zugunsten der Hauptörtler. Hinzu kommt, dass Schwyz das Duell in der Vorrunde auf dem Gerbihof mit 3:0 klar für sich entschied. Für die Goldauer aber allesamt keine Gründe, sich vor dem Aufeinandertreffen verstecken zu müssen. Die meisten Niederlagen der Tierpärkler fielen oft nur knapp aus und man konnte sich stets viele Chancen erarbeiten. Oft fehlte es bisher an der Abgebrühtheit und einer gewissen Cleverness sowohl defensiv als auch offensiv.
Bei einem Derby spielen jedoch immer verschiedene Faktoren mit, die den Spielausgang bestimmen und grundsätzlich ist alles möglich. An Motivation und Siegeswillen dürfte es keinem der beiden Teams fehlen und somit darf am Samstag um 18 Uhr auf dem Kunstrasen in Oberarth eine spannende Partie erwartet werden.
Klare Niederlage für Goldau II zum Auftakt
Gegen die zweite Mannschaft des FC Rotkreuz gab es für die Goldauer Reserven nichts zu holen.

Bild: Elmar Stadelmann
Von Damian Bürgi
Gross war die Vorfreude und die Zuversicht bei der zweiten Mannschaft des SCG: Nach einer langen und intensiven Vorbereitung konnte man endlich in die Rückrunde starten und die Mission Ligaerhalt angehen. Der Start in die Heimpartie gegen die Reserven des FC Rotkreuz gestaltete sich positiv. Goldau konnte in den ersten 15 Minuten Chancen kreieren und eine Führung wäre nicht unverdient gewesen. Aber auch die Gäste hatten schon früh erste Möglichkeiten und zeigten sich um einiges kaltschnäuziger. Hausheer brachte Rotkreuz in der 18. Minute in Führung und nur eine Zeigerumdrehung später erhöhte Bösch nach einem Standard auf 0:2. Ein Schock für die Goldauer, von dem man sich zuerst erholen musste. Die Partie blieb ausgeglichen und so gingen die Hausherren mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause.
Erneuter Rotkreuzer Doppelschlag
Die Goldauer Bemühungen es in der zweiten Halbzeit besser zu machen wurden jäh unterbunden. Rotkreuzs Captain Bösch traf in der 48. Minute erneut nach Standard und nur fünf Minuten später erzielte Bonthuis bereits das vorzeitig spielentscheidende 0:4. Zwar schöpften die Goldauer nach knapp 60 Minuten nochmals Hoffnung als Ulli auf 1:4 verkürzte. Aber zehn Minuten später liess man sich erneut nach einem Standard überwinden, der Torschütze dürfte klar sein: Innenverteidiger Bösch machte das 1:5 und kam so zu seinem Hattrick. Kurz vor Schluss erzielten dann beide Mannschaften noch je einen Treffer, welcher zum Endresultat von 2:6 führte.
Mund abwischen, weitermachen
Der mit Freude erwartete Auftakt zur Rückrunde wurde somit zu einem bitteren Abend für die Goldauer Reserven. Viel Zeit, um über die Niederlage und deren Höhe zu grübeln bleibt aber nicht. Es gilt nun ein Spiel nach dem Anderen in den Fokus zu nehmen. Und eine perfekte Gelegenheit, um eine passende Antwort auf dem Platz zu geben haben die Goldauer am kommenden Wochenende zuhause gegen den SC Schwyz. In einem Derby spielen nämlich äussere Einflüsse oft nur eine kleine Rolle, es geht nur darum, wer den Sieg mehr will.
SC Goldau II – FC Rotkreuz II 2:6 (0:2)
„Sportplatz Tierpark, Goldau – Kunstrasen – 50 Zuschauer, – Tore: 18. Hausheer 0:1, 19. Bösch 0:2, 48. Bösch 0:3, 54. Bonthuis 0:4, 58. Ulli 1:4, 67. Bösch 1:5, 87. Salmo 1:6, 90. Zeka 2:6. – SC Goldau: Sopaj; S. Zeka (C), L. Krasniqi, E. Etemi, L. Horath; S. Lafferma; F. Beeler; T. Ulli, C. Zweifel; T. Spichtig; R. Truttmann (L. Amstad, T. Ulli, A. Morina, A. Mathis, B. Yilmaz, K. Simoni, A. Tola) – FC Rotkreuz: Emini; Schneider, Palatucci, Bösch; Moura Pereira; Henrique Dos Santos; Bevanda; Moor; Bonthuis; Qunaj; Hausheer
Goldau sichert sich den Ligaerhalt
Dank einer konsequenten ersten Halbzeit war das kapitale letzte Saisonspiel um den Ligaerhalt früh entschieden. Die Goldauer spielen auch nächste Saison in der 2. Liga interregional.

Jubelnde Goldauer nach dem Schlusspfiff. Bild: Andy Scherrer
Von Simon Krienbühl
Bei der Frage, welche Teams ins Unterhaus müssen, kam zuletzt in Goldau ungewollt nochmals Spannung auf. Im letzten Saisonspiel liessen die Tierpärkler aber nichts anbrennen und konnten gegen Unterstrass aus Zürich ungefährdet mit 4:1 gewinnen.
Das Score eröffnete Julet Ademi in der 10. Minute, als er mustergültig von Asaro in Szene gesetzt wurde. Ebenso schön war Ademi’s zweiter Treffer in der 28. Minute. Wieder kam der entscheidende Pass von Asaro. Goldau führte nach einer halben Stunde verdient mit 2:0. Die Gäste hatten den Einheimischen wenig entgegenzusetzen. Einen besonders schönen Moment sahen die Zuschauer in der 42. Minute, als Zeno Huser seinen Mitspieler Silvan Christen fand, der zum 3:0 traf. Christen, der Denker und Lenker im Goldauer-Mittelfeld, verlässt das Team auf Ende Saison und hängt seine Fussballschuhe an den Nagel.

Jubelnde Goldauer nach dem Schlusspfiff. Bild: Andy Scherrer
Die Vorentscheidung fiel dann direkt nach der Pause. Zumbühl wurde bei einem Vorstoss regelwidrig gestoppt, was der Schiedsrichter zum Penaltypfiff veranlasste. Asaro versenkte den fälligen Elfmeter sicher zum 4:0. Trainer Appert wechselte nochmals nach Plan und so konnten sich auch Tobias Walker und Lars Zumbühl von den Fans verabschieden. Walker kehrt nach sechs erfolgreichen Jahren in Goldau nach Cham zurück. Zumbühl wird eine Pause einlegen.
In der zweiten Halbzeit konnte Unterstrass durch Okorie immerhin noch den Ehrentreffer erzielen. Am Ergebnis änderte dies nichts mehr. Der SC Goldau packte seine letzte Chance auf den Ligaerhalt, zur Freude der vielen Anhänger auf dem Sportplatz Tierpark.
SC Goldau – FC Unterstrass 4:1 (3:0)
Sportplatz Tierpark, 350 Zuschauer. – Tore: 10. J. Ademi 1:0, 28. J. Ademi 2:0, 42. Christen 3:0, 50. Asaro 4:0, 66. Okorie 4:1. – SC Goldau: Thüring, Pasalic, Sommaruga, Persson, Zumbühl (85. Kaplan), Christen (85. Sabani), Schelbert (64. S. Zeka), Walker (75. B. Ademi), Asaro, J. Ademi (75. F. Huber), Z. Huser . – FC Unterstrass: Keller, Bissegger, Miller, Santer, Al Temimi, Petrovic (46. Okorie), Good, Chatellier (59. Cacchioni), Reho, Solakac, Truninger (52. Höttges). – Verwarnungen: 33. Petrovic, 64. Höttges, 76. Al Temimi. – Bemerkungen: Goldau ohne Bürgler, K. Huser, Music, Schmid, J. Simoni, L. Simoni, D. Zeka, Amstad.
Entscheidungsspiel um den Ligaerhalt
Am Samstagabend spielt der SC Goldau sein letztes Saisonspiel und gleichzeitig um den Verbleib in der 2. Liga interregional.
Von Simon Krienbühl
Nach zuletzt zwei vergebenen Chancen, den Ligaerhalt sattelfest zu machen, folgt nun das Entscheidungsspiel gegen den FC Unterstrass. Die Stadtzürcher stehen bereits als Absteiger fest, punkteten zuletzt aber gegen Buochs. Das Positive an der Ausgangslage ist, dass die Tierpärkler den Ligaerhalt in den eigenen Händen bzw. Füssen haben. Mit einem Sieg spielt die Appert-Elf auch nächste Saison in der 2. Liga inter. Sollte es nicht für drei Punkte reichen, beginnen die Rechenspiele. Hier wäre in erster Linie das Ergebnis zwischen Perlen-Buchrain und Gambarogno ausschlaggebend. Doch in erster Linie soll der Fokus voll und ganz dem Spielgeschehen auf dem Sportplatz Tierpark liegen.
Damit sich die Goldauer-Anhänger auf das Spiel gegen Unterstrass (Anpfiff 19 Uhr) einstimmen können, wird um 15 Uhr das Spiel der Schweizer Nati gegen Ungarn an der Europameisterschaft live gezeigt. Hopp Schwiiz, hopp Goldau!
Klare Goldauer Niederlage gegen Verfolger Perlen-Buchrain
Der SC Goldau verliert beim FC Perlen-Buchrain mit 5:0. Somit ist der Ligaerhalt nach wie vor nicht gesichert.
Von Daniel Flüeler
Die Partie auf dem Sportplatz Hinterleisibach begann mit einem Paukenschlag. Bereits in der zweiten Spielminute gingen die Einheimischen in Führung. So wurde Patrik Lika mit einer Flanke bedient und dieser traf per Fallrückzieher zum frühen 1:0. Ein absolutes Traumtor für das Heimteam. Der SC Goldau hatte anschliessend zwei vielversprechende Chancen diesen Fehlstart zu korrigieren. Marco Asaro traf nach einem Eckball per Kopfball nur die Latte (14.). Drei Minuten später hatte Koni Huser den Ausgleich auf dem Fuss. Doch der Goldauer Capitän brachte den Ball nicht am herauslaufenden Torhüter Schnarwiler im Gehäuse unter (17.).
In der mehrheitlich ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte anschliessend das Heimteam, durch Hunlede, die Möglichkeit die Führung auszubauen. Zuerst verpasste er das Tor (23.) und in der 36. Minute konnte Verteidiger Pasalic den Schuss des Mittelfeldspielers gerade noch blocken. Der beste Saisontorschütze der Perler konnte in der ersten Halbzeit dennoch jubeln. So traf Messanh Hunlede in der 45. Minute aus spitzem Winkel zum 2:0 Pausenresultat.
Heimteam mit weiteren Toren
Die Goldauer kamen mit etwas mehr Biss aus der Garderobe und konnten sich nun mehr Spielanteile erspielen. Vor dem gegnerischen Tor wurde es allerdings nur selten gefährlich. Statt dem wichtigen Anschlusstreffer, fiel in der 58. Minute bereits das 3:0. Lorin Mirashi konnte einen Konterangriff erfolgreich abschliessen. Die Partie war mit diesem Treffer entschieden. Der Torhunger der Mannschaft von Trainer Thomas Heitzmann aber noch nicht gestillt. So nützten Leo Okonkwo (86.) und Messanh Hunlede (92.) ihre Freiheiten aus und trafen zum klaren Schlussresultat.
Tabellenlage spitzt sich zu
Mit diesem Heimsieg rückt der FC Perlen-Buchrain, bis auf einen Punkt an den SC Goldau heran. Somit vergeben die Tierpärkler auch die zweite Möglichkeit den Klassenerhalt definitiv sicherzustellen. Mit einem Sieg im letzten Saisonspiel zuhause gegen den FC Unterstrass, kann dies nach wie vor erreicht werden. Doch für dies braucht es eine gewaltige Leistungssteigerung der Goldauer.
FC Perlen-Buchrain – SC Goldau 5:0 (2:0)
Sportplatz Hinterleisibach, 200 Zuschauer. – SR M. Krajinovic. – Tore: 2. Lika 1:0, 45. Hunlede 2:0, 58. Mirashi 3:0, 86. Okonkwo 4:0, 92. Hunlede 5:0. – FC Perlen-Buchrain: Schnarwiler; Pouomo, Wiederkehr, Wagner, Gashi (46. Vrhovac); Hunlede, J. Manuel, Funk (84. Lanz), Nikaj (79. Okonkwo); Mirashi (62. Mwakassa), Lika (73. M. Manuel). – SC Goldau: Thüring; Pasalic (76. Kaplan), Persson, Sommaruga, Asaro; Walker (70. Beeler), Zumbühl (70. B. Ademi), J. Ademi (70. Huber), Christen, K. Huser; Z. Huser (84. Sabani). – Verwarnungen: 24. Asaro, 33. J. Ademi, 63. Pasalic, 63. Vrhovac, 68. Lika, 69. Sommaruga, 70. Persson, 91. Wagner. – Bemerkungen: Goldau ohne Bürgler, Schelbert, Zeka, J. Simoni, L. Simoni, Schmid, Horath, Music, Amstad.
Zweiter Anlauf für den Klassenerhalt
Im zweitletzten Saisonspiel trifft der SC Goldau auswärts auf den FC Perlen-Buchrain.
Von Daniel Flüeler
Am letzten Spieltag verpasste der SC Goldau den vorzeitigen Ligaerhalt und verlor zuhause gegen den SC Emmen mit 1:2. Vor den letzten beiden Saisonspielen gegen Perlen-Buchrain und Unterstrass stehen die Goldauer mit 33 Punkten auf dem 10. Rang. Nun soll es im zweiten Anlauf mit dem definitiven Klassenerhalt klappen. Dafür benötigen die Tierpärkler auf dem Sportplatz Hinterleisibach mindestens ein Unentschieden.
Perlen-Buchrain auf möglichem Abstiegsplatz
Zwar stehen mit Zofingen (Rückzug), Kickers Luzern, Unterstrass und Ascona bereits vier Absteiger in die 2. Liga regional fest. Da auch die zwei schlechtesten Fünftletztklassierten der vier 2. Liga interregional Gruppen absteigen, könnte auch der 12. Rang ein Abstiegsplatz sein. Auf diesem Tabellenplatz steht in Moment der FC Perlen-Buchrain. Die Luzerner kehrten, nach vier Niederlagen in Folge, am vergangenen Samstag mit einem wichtigen 5:1 Auswärtssieg beim FC Unterstrass auf die Siegesstrasse zurück. Diese Ausgangslage verspricht eine spannende Partie zu werden.
Entscheidung um Klassenerhalt vertagt
Der SC Goldau war an diesem Abend lange auf Kurs. Trotz Führung gingen sie aber letztlich gegen den SC Emmen als Verlierer vom Platz. Somit ist der Klassenerhalt noch nicht gesichert.

Tobias Walker lancierte einige SCG-Chancen. Bild: Andy Scherrer
Von Simon Krienbühl
Den Tierpärkler bot sich früh die Möglichkeit, das Score zu eröffnen. In der 5. Minute luchste Walker seinem Gegenspieler den Ball ab und düste Richtung Tor. Sein Pass fand Koni Huser, der instinktiv nochmals auf Walker zurücklegte. Doch sein Abschluss ging knapp am Kasten vorbei. Kurze Zeit später wagte sich Aussenverteidiger Pasalic nach vorne. Sein geblockter Schuss landete direkt vor den Füssen von Koni Huser. Goalie Bäuerle zeigte bei dessen Abschluss aber einen bärenstarken Reflex und klärte die Situation.
Die Partie kannte in dieser ersten Hälfte praktisch nur eine Richtung. Wieder marschierte Walker auf dem Flügel. Julet Ademi wurde von ihm schön in Szene gesetzt, doch erneut parierte Bäuerle stark. Der SCG hätte die Führung mehr als verdient, doch liess man die gewisse Kaltschnäuzigkeit vermissen.
Der Gast aus Emmen, der auch noch um den Ligaerhalt kämpft, hatte der Goldauer-Offensive bisher nur wenig entgegenzusetzen. Das einzige offensive Highlight setzten sie nach einem stehenden Ball in der 23. Minute. Viele Zuschauer sahen Macolino’s Freistoss bereits im Netz zappeln, doch der junge Thüring fischte den Ball aus dem hohen Eck. Eine klasse Aktion!
Führung durch Zeno Huser
Die Tierpärkler blieben am Drücker, mit dem Wissen, dass ein Sieg heute den vorzeitigen Klassenerhalt sichern konnte. Dies wusste auch Zeno Huser. Ein Prellball landete vor seinen Füssen. Der langjährige Goalgetter liess seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung aussteigen und erzielte den verdienten 1:0 Führungstreffer.

Adin Pasalic in Aktion. Bild: Andy Scherrer
Emmen mit beherzter Leistungssteigerung
Gästetrainer Cos Gayon konnte mit dem Geschehen bisher natürlich nicht zufrieden sein. Doch offensichtlich fand er in seiner Pausenansprache die richtigen Worte. Die Gäste agierten deutlich aggressiver und waren auch spielbestimmend. So fiel in der 57. Minute nach einem Eckball der Ausgleichstreffer. Veseli traf aus kurzer Distanz per Kopf. Pech hatten die Goldauer dann mit einem Pfostenschuss von Julet Ademi. Das hätte die erneute Führung sein können.
Leider konnte der SCG das Niveau aus der ersten Halbzeit nicht aufrechterhalten, was Emmen immer mehr Vorstösse ermöglichte. Ein solcher konnte in der 79. Minute nur regelwidrig gestoppt werden. Der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Veseli nahm die Verantwortung auf sich, scheiterte aber an einer Glanzparade von Thüring. Manuel Meier zeigte sich aber hellwach und verwandelte den Abpraller zur 1:2 Führung. In den Schlussminuten konnte die Appert-Elf nicht mehr reagieren und vergab so den ersten Matchball für den Ligaerhalt. Die nächste Chance bietet sich dem SCG nächste Woche gegen Perlen-Buchrain.
SC Goldau – SC Emmen 1:2 (1:0)
Sportplatz Tierpark, 350 Zuschauer. – Tore: 36. Z. Huser 1:0, 57. Veseli 1:1, 80. M. Meier 1:2. – SC Goldau: Thüring, Pasalic (83. Huber), Zumbühl, Persson, Asaro, Schelbert, Christen (54. Sommaruga), K. Huser, Walker (71. B. Ademi), J. Ademi (71. J. Simoni), Z. Huser. – SC Emmen: Bäuerle, Koch (46. N. Meier), Janssen (71. Mansoub), Meier, Macolino (77. Marijanovic), S. König (35. Veseli), Rojas, Silva, Vogel, Hadzic, Britschgi. – Verwarnungen: 22. Schelbert, 32. Christen, 39. J. Ademi, 54. N. Meier, 56. Asaro, 93. Veseli. – Bemerkungen: Goldau ohne Bürgler, Schmid, Horath, Sabani und Sopaj.
Erster Matchball für den Ligaerhalt
Das grosse Saisonziel ist greifbar nahe. Der SC Goldau empfängt am Mittwochabend den SC Emmen und kann sich mit einem Sieg den Ligaerhalt in der 2. Liga interregional sichern.
Von Simon Krienbühl
Insgesamt stehen noch drei Spieltage an, ehe die Saison 23/24 bereits wieder Geschichte ist. Die Appert-Elf bekommt es am Mittwochabend im vorgezogenen Meisterschaftsspiel mit dem SC Emmen zu tun. Anschliessend folgt eine Woche später das Auswärtsspiel in Perlen-Buchrain, gefolgt vom letzten Saisonauftritt zuhause gegen den FC Unterstrass.
Spannung in einem Fussballspiel ist zwar schön und gut. Selbstverständlich möchte man in Goldau aber gleich den ersten Matchball verwerten und den Klassenerhalt am Mittwochabend eintüten. Sofern das Team an die zuletzt guten Auftritte anknüpfen kann, stehen die Chancen dafür gut.
SC Emmen kämpft auch noch um den Ligaerhalt
Die Luzerner sind drei Punkte hinter Goldau platziert und müssen sich auch noch sputen, wenn sie dem Abstiegsgespenst entfliehen möchten. Die Partie verspricht also Spannung pur, für beide Teams geht es um mehr als nur drei Punkte. Es geht um den Verbleib in der Liga.
Gute Leistung, aber kein Ertrag für die Goldauer
Die Tierpärkler spielten über weite Strecken eine solide Partie. Doch liessen sie gute Torchancen liegen. Dies nutzte der Tabellenzweite Locarno aus und sicherte sich einen 2:0 Heimsieg.

Die Goldauer-Offensive konnte für einmal nicht reüssieren. Bild: Patrizia Koch
Von Simon Krienbühl
Mit einer Zug- und Carfahrt liess sich der Gotthardstau gut umgehen und so trafen die Goldauer pünktlich im sonnigen Locarno ein. Auf dem Matchblatt sahen die mitgereisten SCG-Anhänger ein paar Änderungen im Vergleich zum letzten Spiel. Trainer Appert rotierte aufgrund ein paar angeschlagenen Spieler. Und wie schon zuletzt musste er auf Mittelfeldakteur Simon Schmid verzichten. Inzwischen ist die bittere Diagnose da: Schmid hat sich das Kreuzband gerissen.
Die erste nennenswerte Aktion des Spiels kam einer Grosschance gleich. Schelbert eroberte nach einer Viertelstunde mit gutem Pressing den Ball und bediente Beeler. Freistehend vor Goalie Pelloni setzte er den Ball aber knapp neben das Tor. Zwei Zeigerminuten später spielte Walker einen öffnenden Pass zu Huser, der den Ball aber knapp über das Tor spendierte.
„Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten“
Die Gastgeber hatten kurze Zeit später eine gute Gelegenheit. Flügel Peyretti köpfte knapp am Tor vorbei. Besser machte es in der 27. Minute sein Gegenüber, Ricardo Henriques. Eine Flanke verwandelte er mustergültig per Kopf zum 1:0. Der Führungstreffer fiel gänzlich entgegen dem Spielverlauf, was die Torchancen betraf. Locarno hatte bisweilen aber mehr den Ball, was die Goldauer aber nicht hinderte, ihrerseits offensive Akzente zu setzen. Doch ein Tor wollte einfach nicht fallen, trotz Möglichkeiten wie beim Lattenkopfball durch Asaro (32.). Und dann wurde den Goldauer vor der Pause auch noch ein Penalty verwehrt, nach einem Foulspiel an Koni Huser.
Locarno macht den Deckel drauf
Auch nach der Pause arbeiteten die Goldauer an ihrer Statistik und schraubten ihre Anzahl Torchancen nach oben. Über das ganze Spiel hinweg traf man im letzten Angriffsdrittel aber zu oft die falsche Entscheidung. Locarno war in der Defensive durchaus fehleranfällig. Aber der Ball wollte an diesem Abend einfach nicht im Gästetor einschlagen. Und so kam es, wie es kommen musste. Peyretti lief in der 85. Minute an seinem Gegenspieler vorbei und traf in die weite Torecke zum 2:0 Endresultat.
Fazit nach 90 Minuten: Die Appert-Elf hätte die Chance gehabt, mindestens einen Punkt aus Locarno zu entführen. Die Goldauer gingen aber zu fahrlässig mit ihren Chancen um, standen defensiv aber gut. Und so zeigten die Tierpärkler gegen den Tabellenzweiten eine sehr solide Partie. Dies sollte Selbstvertrauen für das Heimspiel von Mittwoch geben, wenn der SC Emmen zu Gast ist.
FC Locarno – SC Goldau 2:0 (1:0)
Stadio Comunale Lido, 150 Zuschauer. – Tore: 27. Henriques 1:0, 85. Peyretti 2:0. – FC Locarno: Pelloni, Felitti, Ziccardi, Martignoni, Rodriguez da Costa, Bottani (56. Calic), Doldur, Anselmi (77. Mhando), Peyretti, Henriques (65. Bilinovac), Becchio. – SC Goldau: Thüring, Asaro, Sommaruga, Zumbühl, Pasalic, Christen, Schelbert (82. Kaplan), B. Ademi (60. J. Ademi), Walker (70. L. Simoni), Beeler (60. Z. Huser), K. Huser. – Verwarnungen: 18. Doldur, 31. Ziccardi, 75. L. Simoni. – Bemerkungen: Goldau ohne Amstad, Bürgler, Huber, J. Simoni, Schmid, Horath, Sabani, Music und Sopaj.
Goldau trifft im Tessin auf Locarno
Am Samstagabend kommt es in Locarno zum Duell zweier formstarker Mannschaften.
Von Daniel Flüeler
Der SC Goldau konnte am letzten Spieltag seinen guten Lauf fortsetzen und gewann gegen den Tabellenführer FC Collina d’Oro mit 2:0. Dieser Sieg ist bereits der fünfte Vollerfolg aus den letzten sieben Spielen. Somit konnten die Goldauer den Vorsprung auf die hinteren Plätze ausbauen und hat den Ligaerhalt in den restlichen vier Partien in den eigenen Füssen.
Locarno mit knappem Sieg gegen Unterstrass
Nach dem Tabellenführer wartet nun der Tabellenzweite FC Locarno auf die Mannschaft von Trainer Beat Appert. Auch die Tessiner sind in Form und konnten vier der letzten fünf Spiele gewinnen. Zuletzt gewannen die Tessiner beim FC Unterstrass mit 4:3. Wenn es den Tierpärkler gelingt, an die vergangenen starken Leistungen anzuknüpfen, ist auch im Tessin etwas Zählbares möglich. In der Vorrunde verloren die Goldauer zuhause gegen Locarno mit 2:4.
Goldau bezwingt den Spitzenreiter
Dank einer starken Defensive und einer effizienten Offensive gelang der Überraschungscoup gegen den Leader Collina d’Oro.

Goalie Lionel Thüring hexte die Goldauer mit zahlreichen Glanzparaden zum Sieg. Foto: Elmar Stadelmann
Von Simon Krienbühl
Mit den Tessinern wartete ein echtes Schwergewicht auf die Goldauer. Neun Punkte Vorsprung hatte der Leader vor dem Spieltag auf seinen ersten Verfolger. Doch die Goldauer hatten gute Erinnerungen an das Hinspiel, in dem man einen Auswärtspunkt holte.
Die Gäste waren zu Beginn der Partie wie erwartet sehr ballsicher unterwegs und liessen die Goldauer-Jungs ein paar Meter spulen. Die Defensive war in den ersten 15 Minuten des Öfteren gefordert. Teils wähnte man sich an einem Spiel von Roman Josi und Co. an der Eishockey-WM, als die Tessiner ihr “Powerplay” aufzogen. In der 9. Minute krachte ein Abschluss von Garcia hörbar an die Querlatte. Die Tierpärkler überstanden diese Anfangsoffensive mit einer soliden Teamleistung und setzten daraufhin auch Offensiv erste Akzente. Nach einem Corner in der 16. Minute hatte Zeno Huser ein gutes Auge und legte auf Julet Ademi zurück. Dessen Abschluss zischte haarscharf am Tor vorbei.
Führungstreffer durch Ademi
“Heute liegt etwas in der Luft”, meinten verschiedene Zuschauer in der Halbzeitpause. Und sie sollten recht behalten. Kurz nach Wiederanpfiff jubelten die Goldauer lautstark. Julet Ademi erzielte in der 50. Minute den Führungstreffer zum 1:0. Dem Tor vorausgegangen war ein herrlicher Seitenwechsel von seinem Bruder Besard Ademi. Koni Huser stand dort bereit, trocknete seinen Gegenspieler ab und hatte das Auge auf den mitlaufenden Julet Ademi. Dieser liess Russo im Tessiner-Tor keine Chance.

Julet Ademi (vorne) erzielte das wichtige 1:0. Foto: Elmar Stadelmann
Grosschancen auf beiden Seiten
Die Tessiner blieben natürlich gefährlich. So etwa kurze Zeit später, als der ehemalige FCZ-Stürmer Rossini den Ball an den Pfosten schoss. Nur Minuten später verzeichnete Collina eine Ecke, die auf den ersten Pfosten gespielt wurde. Captain Rocca riss nach seinem Kopfball bereits die Arme in die Höhe, doch der Ball war dank einem starken Reflex von Thüring nicht hinter der Torlinie. Der 17-jährige Thüring vertrat wie schon zuletzt den angeschlagenen Bürgler im Goldauer-Tor.
Den Zuschauern wurde in diesen Minuten einiges geboten. In der nächsten Aktion hatte der SCG die Chance auf den zweiten Treffer. Ein perfekt getimter Ball von Julet Ademi fand Koni Huser. Goalie Russo parierte dessen Abschluss aber stark. Und so hatten die Tessiner daraufhin die Chance zum Ausgleich. Guarino trat einen Freistoss. Doch Thüring flog wie eine Katze durchs Tor und parierte den Ball wiederum ganz stark.
Entscheidung durch Walker
Bereits liefen die Schlussminuten. Man konnte bereits jetzt festhalten, dass der SC Goldau an diesem Abend eine ganz starke Teamleistung bot, Effizienz im Abschluss zeigte und hinten im Tor auf den starken Thüring setzen konnte. Dieser wurde nach Spielende von seinen Mitspielern als Man of the Match gekürt.
Den Schlusspunkt des Spiels leiteten die Tierpärkler mit einem Konter ein. Verteidiger Persson blockte einen Abschluss. Der eingewechselte Walker schaltete schnell um und spielte einen Toni-Kross-Pass auf Jozef Simoni. Dieser behauptete den Ball gekonnt und sah wiederum Walker, der mit einem herrlichen Schlenzer zum umjubelten 2:0 Endstand einnetzte. Daraufhin brachen alle Dämme, auf den Zuschauerrängen und schliesslich auch bei Petrus. Der SC Goldau findet sich nach dem Heimsieg gegen den Leader neu auf dem 8. Tabellenplatz wieder.
SC Goldau – FC Collina d’Oro 2:0 (0:0)
Sportplatz Tierpark, 350 Zuschauer. – Tore: 50. J. Ademi 1:0, 88. Walker 2:0. – SC Goldau: Thüring, Pasalic, Persson, Zumbühl, B. Ademi (73. Walker), Christen, Schelbert, Asaro, K. Huser, J. Ademi (81. J. Simoni), Z. Huser (70. Huber). – FC Colina d’Oro: Russo, Girola, Rossi, Scurati, Cazzaniga (73. Rosa), Rocca, Giunti, Mauro (62. Scaramuzza), Guarino, Garcia (70. Buschiazzo), Rossini. – Verwarnungen: 75. Garcia, 94. K. Huser. – Bemerkungen: Goldau ohne Bürgler, Schmid, Sommaruga, Horath, Sabani, L. Simoni, Music und Sopaj.
Der Leader Collina d’Oro gastiert in Goldau
Die Saison der Goldauer geht in die Schlussphase – noch fünf Spieltage stehen an. Am Samstag reist der Leader aus dem Tessin auf den Sportplatz Tierpark.
Von Simon Krienbühl
Nach einem spielfreien Wochenende bekommen es unsere Spieler mit dem FC Collina d’Oro zu tun. Die Tessiner stehen seit dem siebten Spieltag unangefochten an der Tabellenspitze und liegen aktuell neun Punkte vor dem ersten Verfolger. Collina steht damit bereits mit einem Bein als Aufsteiger fest. Ihre Ziele sind ambitioniert: Das Team spielt derzeit ihre zweite Saison in der 2. Liga inter. Zuvor schafften sie innerhalb von zwei Jahren den Durchmarsch von der 3. Liga in die 2. Liga interregional.
Goldau mit gutem Lauf
Die Goldauer haben gute Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen mit Collina. Die Tierpärkler entführten im November einen Punkt aus dem Tessin. Zwischenzeitlich floss viel Wasser die Rigiaa hinunter und der SC Goldau – notabene immer noch in seiner Rolle als Aufsteiger – spielt wacker um den Klassenerhalt. Der Aufwärtstrend stimmt, denn die letzten beiden Spiele wurden gewonnen.
Geduldsprobe bis zum Schluss
Gegen das Tabellenschlusslicht Kickers Luzern tat sich Goldau lange schwer. Sommaruga und Ademi erlösten die gelb-roten Farben spät und sicherten ihnen einen wichtigen 2:1 Heimsieg.

Pflichtspiel-Debüt für Livio Amstad. Bild: www.topsportfotografie.ch
Von Simon Krienbühl
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Gegen den Tabellenletzten aus dem Luzerner Tribschenquartier brauchte es einen Sieg, um die nötige Distanz auf die Abstiegsplätze zu wahren. Mit diesem Ziel vor Augen taten sich die Tierpärkler aber lange schwer.
Im Goldauer-Tor zeigte sich mit Livio Amstad ein neues Gesicht. Der 18-jährige Goldauer ersetzte den verletzten Bürgler und den abwesenden Thüring im Tor und kam so zu seinem Debüt in der 2. Liga inter. Beim Gegner Kickers Luzern stand mit Emanuel Willi der neue Trainer an der Seitenlinie. Willi bekleidet bei Kickers das Amt des Trainers, Präsidenten und Juniorenobmann in Personalunion. Viel beschäftigt zeigte sich zu Beginn auch die Defensive der Kickers. Die Goldauer hatten ein paar gute Angriffe zu verzeichnen. Doch fehlte am Ende immer die gewisse Kaltschnäuzigkeit. In der 33. Minute hatte Koni Huser den Führungstreffer auf dem Fuss. Huser nahm volley volles Risiko, doch sein Abschluss ging über das Gehäuse. Fazit der ersten Hälfte: viel Aufwand, wenig Ertrag für die Goldauer.
Führungstreffer entgegen dem Spielgeschehen
SCG-Goalie Amstad genoss bislang einen ruhigen Abend. In der 58. Minute musste er dann erstmals richtig eingreifen, und wie! Ein Abpraller sprang Ulrich vor die Füsse. Im 1:1 gegen Amstad zog der ehemalige Goldauer Ulrich aber den Kürzeren. Eine Glanztat von Amstad!
Kurze Zeit später hatte Kickers dann erneut die Möglichkeit auf den Führungstreffer. Aregger stand bereits am Penaltypunkt bereit. Vorausgegangen war ein Foul an Diaz. Der Schiedsrichter stand bei der Aktion nur ein paar Meter entfernt und zeigte sogleich auf den Punkt. Aregger übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt zur Gästeführung (69.). Eine kalte Dusche für den SCG.
Goldau’s Wende
Nun wechselte Appert und brachte u.a. Asaro und Besard Ademi ins Spiel. Die beiden spielten in der 83. Minute einen schönen Doppelpass, so dass Asaro in den Strafraum laufen konnte. Sein Blick und Zuspiel fand den freistehenden Verteidiger Sommaruga, der in besten Stürmermanier den viel umjubelten Ausgleich markierte.
Das Momentum lag nun auf Goldauer-Seite und die Torhymne “Sweet Caroline” hallte wohl noch in einigen Köpfen nach. In der 86. Minute konnte Goldau eine weitere Ecke spielen. Der eingewechselte Besard Ademi stand dabei goldrichtig und köpfte zum 2:1 ein. Diesen Vorsprung liessen sich die Goldauer nicht mehr nehmen und holten somit einen ganz wichtigen Heimsieg. In der Meisterschaft sind nun noch fünf Partien zu spielen. Die nächste wartet auf Goldau in zwei Wochen gegen den Leader FC Collina d‘Oro.
SC Goldau – FC Kickers Luzern 2:1 (0:0)
Sportplatz Tierpark, 250 Zuschauer. – Tore: 69. Aregger (Penalty) 0:1, 83. Sommaruga 1:1, 86. Ademi 2:1. – SC Goldau: Amstad, Pasalic, Sommaruga, Persson, Zumbühl, Schelbert, K. Huser, J. Simoni (70. Asaro), J. Ademi (60. Huber), Walker (80. Ademi), Z. Huser. – FC Kickers Luzern: Bühlmann, Vonlaufen, Glatt, Ulrich, Aregger (87. Rasakumar), Osmanbasic, Diaz (89. Doran), Fischer, Kurth, McCarthy (91. Fankhauser), Ajdini. – Verwarnungen: 26. J. Simoni, 63. Vonlaufen, 73. Ulrich, 76. Diaz, 78. Sommaruga, 78. McCarthy, 95. Vonlaufen (gelb-rot). – Bemerkungen: Goldau ohne Bürgler, Thüring, Christen, Schmid, D. Zeka, L. Simoni, Horath und Sabani.
Revanche gegen Kickers Luzern?
Am Samstag reist der Tabellenletzte nach Goldau. Noch im Hinspiel wurden die Goldauer von den Luzernern kräftig geärgert.
Von Simon Krienbühl
Gegen die Kickers aus dem Luzerner Tribschenquartier setzte es in der Hinrunde noch eine 5:0 Klatsche ab. Am Samstag können sich die Goldauer revanchieren und weitere wichtige Punkte sammeln. Der positive Trend wurde kürzlich mit zwei Niederlagen kurzzeitig gedämpft. Doch die Tierpärkler konnten sich am letzten Spieltag rehabilitieren und gegen den FC Red Star ZH mit 2:3 gewinnen – dank einer geschlossenen Teamleistung und Toren von Silvan Christen, Zeno Huser und Julet Ademi.
Stadtluzerner sind Tabellenschlusslicht
Dass die Fussballer von Kickers kicken können, zeigten sie im Hinspiel. Doch in der Rückrunde holten sie bislang keinen einzigen Zähler. So auch nicht am letzten Samstag im Duell gegen den Mitkonkurrenten FC Unterstrass. Für Goldau-Trainer Appert ist die Richtung klar: “Wir wollen am Samstag den nächsten Schritt zum Ligaerhalt machen.”