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Packende Fussballduelle am Schülerturnier

Am Auffahrtsdonnerstag fand bei idealem Wetter das durch den SC Goldau organisierte Schülerfussballturnier 2022 statt. Es gab wie bei allen Turnieren Tränen aus Enttäuschung und vor lauter Freude.  

Von Stefanie Henggeler

In der Kategorie A (Jahrgang 2012 und jünger) traten elf Mannschaften an, in der Kategorie B (Jahrgang 2009 und jünger) ebenfalls elf, und in der Kategorie C (Jahrgang 2005 und jünger) waren acht Mannschaften am Start. Ein Team durfte aus bis zu sieben Spielerinnen und Spieler bestehen, sodass ungefähr rund 200 Kinder auf dem Sportplatz Tierpark in Goldau um den Sieg tschutteten. Am Rande des Spielfeldes verfolgten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer das Geschehen und fieberten mit.

Bilder: Stefanie Henggeler

Es war ein Wettkampftag fast wie aus dem Bilderbuch: mit vielen Emotionen, mit viel guter Laune bei allen Beteiligten, einem tollen und eingespielten OK, die Sonne schien, und – ganz wichtig – es gab kaum Unfälle und schon gar keine Schlägereien oder grobes unsportliches Verhalten.

Der Vize-Präsident des achtköpfigen OK, Oliver Blank, freute sich über das rege Interesse der Schülerinnen und Schüler. 30 teilnehmende Mannschaften sei im oberen Schnitt der vergangenen Jahre. «Es müssen genügend Mannschaften in allen Kategorien mitspielen, um ein attraktives Turnier gewähren zu können. Zudem ist eine faire Mischung aus aktiven Fussball- und Plauschspielenden wichtig», gab er Auskunft. Das Schülerfussballturnier sei auch hervorragend für die Juniorenförderung geeignet. Schade fand er, dass für die reine Mädchenkategorie keine Anmeldung eingegangen sei.

Nicht nur auf den Plätzen wurde tolle Beinarbeit abgeliefert, sondern auch in der Festwirtschaft. Gilles Schwaller, zuständig für die Festwirtschaft, verriet die Zahlen: 150 Hamburger, 140 Schnitzel und 30 Würste liefen über den Grill, 65 kg Pommes frites wurden verzehrt.

Am Nachmittag war dann auch die Glacetruhe so gut wie leergekauft, und die Finalspiele begannen. Hier wurde sich nichts geschenkt. Einige mussten nach der neunminütigen Spieldauer ins Penaltyschiessen gehen, für einige Mannschaften platzte der Wunsch nach dem Siegespokal mit dem Schlusspfiff, und wieder andere jubelten und hatten Freudentränen in den Augen. Danach massen sich die drei besten beider Kategorien des Torwandschiesswettbewerbs gegen Damian Bürgi, seines Zeichens Torwart der zweiten SCG-Mannschaft. Und dann war er gekommen, der grosse Moment der Pokalübergabe.

Ein Gruppenbild mit allen Teilnehmenden, die bis zur Rangverkündigung ausharrten.

Fussball für alle Menschen möglich machen

Das Gemeinschaftsprojekt von SC Goldau, FC Brunnen und SC Schwyz bringt viel Emotionen hervor. Unter dem Slogan «Fussball für alle» arbeiten die drei Fussballclubs aus Goldau, Brunnen und Schwyz in einem Gemeinschaftsprojekt zur sportlichen und sozialen Inklusion zusammen.

Von Thomas Bucheli, Bote der Urschweiz

Die Teilnehmer nehmen sichtlich mit viel Motivation an den Trainings teil. Bild: Thomas Bucheli

Die insgesamt sechs Trainings mit dem runden Leder fanden und finden seit dem 1. April hauptsächlich auf dem Schoeller-Meyer-Fussballplatz in Brunnen, aber auch im Tschaibrunnen im Hauptort und zum Abschluss am 17. Juni auf dem Tierpark-Spielfeld in Goldau statt. «Wir wollen eine barrierefreie Gesellschaft, in welcher Menschen mit und ohne Behinderung einander täglich begegnen, weil Hindernisse und Barrikaden so weit abgebaut sind, um Angebote für alle nutzbar zu machen», hält der Hauptinitiant Mauro Kuny (39) aus Goldau fest. Zusammen mit dem FC Brunnen und der Heilpädagogischen Schule Sonnenberg in Baar baut der Goldauer bereits seit 2016 dieses Team für alle Menschen auf.

Inklusion unterstützen
Das Projekt möchte durch die jahrelange lokale Verankerung der Vereine in ihrem Dorf die Begegnungen aller Menschen fördern und die Inklusion von Menschen mit einer Behinderung nachhaltig unterstützen.

Hauptinitiant Mauro Kuny aus Goldau. Bild: Thomas Bucheli

«Wir sind auf dem Weg, dies zu erreichen», so Kuny, welcher nebenbei die dritte Mannschaft des SC Goldau in der 4. Liga coacht und welchem für das Projekt mit Sinan Celebi, Lars Suter, Thomas Jütz, Ivo Schmidig, Fabio Contratto und Manuel Lepore sechs weitere geschulte Trainer zur Verfügung stehen. Auch die «Football Is More»-Stiftung (FIM) stellte sich für die Planung helfend zur Verfügung. Im Schnitt besuchen rund 16 Personen mit verschiedenen Beeinträchtigungen die Trainingseinheiten.

Motivation ist bei allen sehr gross
Trainiert wird mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfach Fussball. «Da gibt es keinen Unterschied, wir alle trainieren und lieben Fussball, ob mit oder ohne Beeinträchtigung.» Und dies ist auf dem Platz rasch zu sehen, denn die Motivation ist bei allen sehr gross.Nicht nur das Spiel betreffend, das Dabeisein zählt bei allen, und die Toleranz untereinander ist spür- und sichtbar. Manchmal treibt es den Zuschauerinnen und Zuschauer beinahe die Tränen in die Augen, wenn zu sehen ist, wie die Mitmachenden ihre Emotionen hochgehenlassen. Mit dabei sind Menschen aus der BSZ des Kantons Schwyz, aus Einsiedeln, Schübelbach, dem HZI Ibach und aus weiteren Orten aus der Zentralschweiz. «Es ist schön, zu wissen, dass die drei Schwyzer Fussballvereine dieses Projekt aktiv unterstützen», freut sich Mauro Kuny.

Grosser Erfolg in Deutschland
Der FC Bruschgol, eine Zusammenarbeit zwischen dem FC Brunnen, SC Schwyz und SC Goldau, nahm am internationalen Special Adventure Camp (SAC) in Bonn teil. Zusammen mit Mannschaften von Benfica Lissabon, Chelsea, Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, 1. FC Köln, FC Bonn, FC Altach, Paris Saint- Germain und dem FC Lugano verbrachten die acht Innerschwyzer Fussballer zusammen mit 200 Schulkindern herrliche Tage in Deutschland. Den Höhepunkt stellte das Teamturnier auf dem Münsterplatz dar, an welchem der FC Bruschgol mit Betreuer Mauro Kuny das Final erreichte und knapp hinter Lugano den vierten Platz aus machte. Der ebenfalls anwesende Präsident von «Football is more», Alois Kessler aus Brunnen, freute sich über die gute Leistung «seines FC Bruschgol» und dankte Kuny für seine grosse Arbeit. (busch)

FC Bruschgol: Kurzform für Brunnen, Schwyz und Goldau. Bild: Mauro Kuny

Fussballspiele im Livestream

Wir übertragen neu ausgewählte Heimspiele im Livestream. Dafür wurde eine Kamera installiert, die dem Ball dank künstlicher Intelligenz automatisch folgt.

Die Spiele können live und zeitversetzt unter scgoldau.asport.tv mitverfolgt werden.

Die neue Lösung “Asport” wurde in Zusammenarbeit mit der Schweizer Firma SportPass AG initiiert und bietet für die Zuschauerinnen und Zuschauern einen echten Mehrwert. So kann man ausgewählte Heimspiele auch von unterwegs mitverfolgen oder die besten Spielszenen über den sogenannten “Couch-Mode” zu Hause nachschauen. Auch die Trainerinnen und Trainer des SC Goldau können neu Spiele per Video analyisieren.

Mit dieser neuen Möglichkeit möchten wir die Chancen der Digitalisierung nutzen und unseren Anhängern ein neues, digitales Sporterlebnis bieten.

Simon Krienbühl, Vorstand SC Goldau
Dank einer Kamera, die mit künstlicher Intelligenz (KI) funktioniert, benötigt man keine zusätzliche Person für die Aufnahmen. Bild: SC Goldau

Wichtige Fragen und Antworten

Der SC Goldau möchte seinen Anhängern einen Mehrwert bieten, indem ausgewählte Spiele als Livestream oder Video-on-Demand angeschaut werden können. So können zum Beispiel Highlight-Clips mit allen Toren des Spiels erstellt werden. Zudem dienen die Aufnahmen den Trainern für die Trainings- und Spielanalyse.

Die Kamera ist am mittleren Fluchtlichtmasten installiert und filmt den Bereich des Hauptplatzes und der Spielerbänke. Dabei liegt der Fokus auf dem Spiel und das Sportfeld mit den Sportlern steht im Vordergrund. Nahaufnahmen von einzelnen Spielern werden nicht erstellt. Auch Zuschauerinnen und Zuschauern, die sich im Bereich der Tribüne aufhalten, werden nicht gefilmt. Die Kamera ist zusätzlich mit einem Aussenmikrofon bestückt.

Die Aufnahmen des Kamerasystems können live und/oder in Form von Zusammenfassungen zeitversetzt auf den digitalen Kanälen des Sport Club Goldau und der Plattform scgoldau.asport.tv ausgestrahlt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Hauptansprechsperson beim SC Goldau ist Simon Krienbühl, Vorstand Presse & Kommunikation.

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Präsident Reto Bisang kündigt seinen Rücktritt an

Der SC Goldau wird der Generalversammlung im September 2022 eine neue Person zur Wahl als Präsidenten vorschlagen. Reto Bisang wird nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren.

Reto Bisang hatte den Vorstand an einer letzten Sitzung Ende des letzten Jahres informiert, dass er sich anlässlich der GV im September 2022 nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stellen wird. Gesundheitliche Gründe haben ihn zu diesem Entscheid bewogen.

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Reto Bisang. Archivbild SC Goldau

«Für mich war es seit meinem Amtsantritt 2019 immer eine Ehre und ein Privileg, den Sport Club Goldau als Präsidenten zu vertreten. Ich engagierte mich in diesem Ehrenamt stets mit Leidenschaft für den Fussball und für unsere Vereinsmitglieder. Nun musste ich mir eingestehen, dass meine aktuelle persönliche Situation ein umfangreiches Engagement als Präsident für eine weitere Amtsdauer nicht mehr zulässt», so Bisang.

Der Vorstand bedauert die Rücktrittsankündigung von Reto Bisang sehr. Wir bedanken uns bei Reto für sein grosses Engagement als SCG-Präsident – insbesondere während der herausfordernden Covid-Situation – und wünschen ihm gute Gesundheit. 

Nachfolgelösung mit Ralf Ehrbar
In der Zwischenzeit konnte die Nachfolge geregelt werden. Der Vorstand kann dabei auf bewährte und neue Kräfte zurückgreifen. An der Generalversammlung wird der SC Goldau zwei Personen als neue Vorstandsmitglieder vorschlagen.

Ralf Ehrbar wird als Präsident vorgeschlagen. Der Goldauer war bereits von 2005 bis 2019 Präsident des Vereins und kehrt nun für maximal vier Amtsjahre als Präsident zurück. «Für mich ist der SCG eine Herzensangelegenheit. Ich freue mich, wenn ich den Verein unterstützen kann», so Ehrbar. Bereits ab sofort wird Ralf Ehrbar das Ressort Sport übernehmen. Die Sportkommission löst sich auf.

Zusätzlich wird Sandro Kiener der Generalversammlung als weiteres Vorstandsmitglied vorgeschlagen, um die stetig steigenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Vorstands besser verteilen zu können. Der Arther ist aktuell Vorstandsmitglied des Gönnervereins «SCG Classic Club». 

Der Vorstand bedankt sich bei Ralf Ehrbar und Sandro Kiener für ihre Bereitschaft, sich für die sportliche und gesellschaftliche Zukunft unseres Vereins einzusetzen.

Vorstand SC Goldau

Gelungenes Trainingslager der 2. Mannschaft

Die 2. Mannschaft reiste Ende März für ein paar Tage nach Italien ins Trainingslager.

2. Mannschaft im Trainingslager

Von Damian Bürgi

Teil 1:

Am frühen Mittwochmorgen reiste eine Delegation bestehend aus 15 Spielern, zwei Trainern und dem SCG-Ehrenpräsidenten Franz Marty nach Villafranca am Gardasee ins Trainingslager der zweiten Mannschaft.

Nach einem vorgetäuschten Öl-Wechsel, welcher als Zwischenstopp einiger Spieler genutzt wurde, und einigen Turbulenzen an den Mautstellen kamen alle sicher und pünktlich im Hotel Antares an. Nach dem ersten Mittagessen stand die erste Trainingseinheit an. Der harte Platz und ein fehlendes zweites grosses Tor sorgten für etwas Unmut. Nichtsdestotrotz zeigten alle Spieler grossen Einsatz, das Team Blau kam mit den Bedingungen besser klar und fegte Team Gelb mit 10:3 vom Platz.

Am Abend stand nach dem Essen eine kurze Taktikstunde an, welche zu angeregten Diskussionen unter den Spielern und Trainern führte. Schlussendlich wurde man sich über sämtliche Punkte einig und konnte in der Hotelbar die Champions League Achtelfinals beim einen oder anderen Bierchen geniessen.

Der Donnerstag fing für die meisten Teilnehmer mit einem ausgiebigen Morgenessen an, bevor die nächste Trainingseinheit anstand. Diese bestand hauptsächlich aus Übungen, in denen Standards trainiert wurden. Dabei kam es nicht zu vielen Toren, woran dies genau lag, wurde je nach Betrachter unterschiedlich beurteilt. Die Stürmer machten die Qualität der Flanken dafür verantwortlich, während die Flankengeber sich keiner Schuld bewusst waren – die Diskussionen fanden aber in einer angenehmen und freundschaftlichen Atmosphäre statt.

Im Allgemeinen ist die Stimmung untereinander hervorragend und ein toller Teamspirit zu spüren. Dies resultierte in einer weiteren engagierten Trainingsleistung am heutigen Nachmittag. Langsam aber sicher macht sich jedoch die Müdigkeit bemerkbar, daher wurde nach der Einheit mit Freuden der Spa-Bereich von den Spielern und Trainern aufgesucht.

Mit aufgetankten Kräften wird man heute Donnerstagabend das Stadtzentrum von Villafranca aufsuchen. Morgen steht ein weiteres Training an und am Nachmittag ein Testspiel gegen den FC Uzwil an. Nach getaner Arbeit wird man sich dann aber der Feinkost der italienischen Küche erfreuen können, da Franz Marty die gesamte Delegation zu einem Nachtessen einladen wird. Für ein tolles Programm wird also weiterhin gesorgt sein.


Teil 2:

Nach zwei Trainingstagen und einem zum Teil mehr oder weniger intensiven Ausgang stand am Freitagmorgen die nächste Trainingseinheit auf dem Plan. In dieser wurde via Messgerät die Schusskraft der Spieler gemessen, wobei sich Fabio Beeler mit 108 km/h den Titel für das gewaltigste Geschoss holte. Der Rest der Einheit gestaltete sich eher locker, da am Nachmittag ein Testspiel vorgesehen war.

Nach einem kurzen Mittag trat man gegen den FC Uzwil aus der Ostschweiz an, welche im selben Hotel stationiert war. Ob es sich um die 2., 3., oder 4. Mannschaft handelte, bleibt bis heute ungeklärt – vom Durchschnittsalter hätte es auch eine Seniorenmannschaft sein können. Jedenfalls versuchte der Gegner nach einer zähen und torlosen ersten Hälfte die Spielzeit der zweiten Hälfte auf 30 Minuten zu kürzen. Vermutlich befürchtete man, dass gegen das massiv jüngere Team der Goldauer die Puste gegen Ende des Spiels ausgehen könnte. Dies trat dann schlussendlich auch ein und durch die Tore von Horath, Krasniqi (per Elfmeter) und Ademi wahrten die Goldauer ihre Ungeschlagenheit in dieser Saison auch auf internationalem Parkett und gewannen die Partie mit 3:0.

Als Belohnung durfte man sich am Abend durch ein mehrgängiges Menü verkosten lassen, welches vom grosszügigen Patron und grösstem Fan der zweiten Mannschaft Franz Marty gesponsert wurde. Erschlagen durch das viele und leckere Essen verpasste man es beinahe rechtzeitig die Clubs von Verona aufzusuchen. Aber auch hier zeigte das Team Geschlossenheit und Willensstärke und tauchte in das Nachtleben der Stadt von Romeo und Julia ein…

Am Samstagmorgen stand die letzte Trainingseinheit an. Zuerst durfte Besard Ademi seine Schusskraft austesten, da er am Freitagmorgen krankheitsbedingt ausfiel. Er kündigte einen neuen Rekord an, war sich aber nicht der Schlitzohrigkeit seiner Teamkollegen und des Trainerteams bewusst, welche die Anzeige von Kilometer pro Stunde auf Meilen pro Stunde änderte. Dementsprechend fassungslos war er, als er mit seinen Versuchen nicht über eine Anzeige von 54 hinauskam. Coach Sascha Walker erbarmte sich seiner am Ende des Trainings an und liess ihm noch drei weitere Versuche mit der richtigen Anzeige, wobei er beachtliche 98 km/h erreichte.

Zum Schluss trat Team Blau nochmals gegen das Team Gelb an in einer alles entscheidende Begegnung über 4×10 Minuten. Es handelte sich hier auch grundsätzlich um das für ein Trainingslager traditionelle Spiel «Jung gegen Alt». Nach 30 Minuten führten die Jungen mit 6:3, ehe sie eine Lektion in Sachen Fussball erhielten. Innert 20 Sekunden verspielten sie zwei des drei Tore-Vorsprungs und kassierten kurz darauf auch den Ausgleich zum 6:6. In der Nachspielzeit entschieden die erfahrenen Hasen des Team Blau dann die Partie durch ein Tor von Endrit Metaj für sich. Wie in allen Trainings war auch in dieser Einheit hohe Einsatzbereitschaft und Freude zu spüren, weshalb die Spieler am Nachmittag verdienterweise frei bekamen. An diesem besuchte man nochmals die Innenstadt von Verona und verbrachte einen gemütlichen Abschluss eines gelungenen Trainingslagers bevor man am Sonntag eine geglückte Heimreise antrat und alle Teilnehmer wieder heil und gesund zu Hause ankamen.

Goldau will mit Einsatz, Wille und Zuversicht zum Ligaerhalt

Dem SC Goldau steht eine herausfordernde Rückrunde bevor. Mit einem breiteren Kader, einem neuen Trainer und einer guten Vorbereitung stehen die Vorzeichen aber gut. 

Zum Kader

Von Simon Krienbühl

Endlich geht’s wieder los im Amateuerfussball. Dass die Gruppe eine Wundertüte ist, zeigten auch die Ergebnisse in der Hinrunde. Jeder kann jeden schlagen. Und dies stimmt auch die Goldauer positiv. Die Hinrunde schloss der SCG auf dem 13. und somit zweitletzten Tabellenrang ab. Doch nun sind die Energiereserven wieder gefüllt. Insgesamt testete das Team in sieben Partien. Dank der neuen Sportanlage in Oberarth, welche der Verein mitbenutzen darf, konnte die geplante Vorbereitung voll durchgezogen werden. 

Neue und altbekannte Gesichter im Kader
Mit Blick auf den aktuellen Goldauer-Kader gab es ein paar Wechsel. Die offensichtlichste auf der Trainerposition. Das Fanionteam wird neu vom 35-jährigen Zuger Skumbim Sulejmani trainiert. Zurück nach Goldau wechselten die Gebrüder Jozef und Liridon Simoni. Auch Livio Sommaruga kehrte nach einer kurzen Pause zurück. Mit Basil Camenzind und Jonuz Reci schafften zwei Spieler der 2. Mannschaft den Sprung in den Kader. Neu willkommen werden Enis Etemi (FC Hünenberg) und Salvatore Viola (FC Brunnen) geheissen. 

Sportchef Bruno Spiess erklärt: “Ich bin zuversichtlich, dass wir den Ligaerhalt schaffen. Das breitere Kader gibt uns mehr Spielraum und individuelle Qualität. Doch schliesslich müssen wir geschlossen als Team auftreten, um wieder regelmässig zu punkten.” 

Erste Bewährungsprobe gegen Ascona
Für den ersten Ernstkampf im neuen Jahr reist Goldau nach Ascona. Die Tessiner sind im Vorjahr aus der 2. Liga aufgestiegen und spielen heuer gleich wieder vorne mit. Gegen den aktuell Tabellenzweite spielte Goldau im Hinspiel noch 3:3. Ein erneuter Punktgewinn liegt mit einer geschlossenen Teamleistung allemal drin. 

Zuzüge

Abgänge

  • keine

Im Gespräch mit dem neuen Goldau-Trainer

Skumbim Sulejmani hat im Januar seine Arbeit in Goldau aufgenommen. Nach zwei Monaten harter Vorbereitung haben wir den Zuger zum Gespräch getroffen.

Skumbim Sulejmani

Skumbim, oder Suli, wie dich die Leute oft nennen, richtig?
Genau, ich höres beides gerne (lacht). 

Ende Januar ist die 1. Mannschaft offiziell ins Training eingestiegen – mit dir als neuen Trainer. Welche waren deine ersten Eindrücke?
Ich traf auf motivierte Spieler, aber auch auf einige neugierige Blicke. Die Spieler waren wohl gespannt, wie streng ich trainieren lassen werde (schmunzelt).

Wie ist es in Goldau als Fussballtrainer zu arbeiten?
Der SCG ist sehr gut aufgestellt und für einen Verein in der 2. Liga interregional wird teilweise viel geboten. Ein Beispiel: Unser Materialwart Peter Riebli. Es ist ausserordentlich, was er leistet. Die Spieler brauchen sich um nichts zu kümmern, was nicht selbstverständlich ist. Umso mehr verlange ich von den Spielern diese ausserordentliche Leistung wertzuschätzen.

Wie zufrieden bist du mit der Vorbereitung?
Der Einsatz und die Trainingspräsenz waren entscheidend und diese wurden erfüllt. Für ein Team gibt es nichts wichtigeres, als eine hohe Teilnehmerzahl in den Trainings. Zu Beginn war das Ziel natürlich, dass ich die Spieler kennenlerne und umgekehrt. Entscheidend in den Testspielen sind nicht die Resultate. Viel wichtiger ist das Verhalten im Training und Spiel.

Und das hat dir gefallen?
Ich bin happy. In diesem Team steckt viel mehr Potenzial, als der zweitletzte Tabellenrang erahnen lässt. Die Spieler haben es selbst in den Füssen. Noch wichtiger ist, dass man im Kopf ready ist. Wir möchten uns stetig verbessern. Dies braucht seine Zeit. 

Konntest du alle Spieler wie gewünscht kennenlernen?
Mein Ziel war es, allen Spielern in den Testspielen möglich viel Einsatzminuten zu geben. Ich wollte jedem eine faire Chance geben, sich zu präsentieren. Dies ist bei 25 Spielern im Kader nicht immer einfach, aber viele erhielten pro Spiel mindestens eine Halbzeit.  Positiv gestimmt hat mich, dass ich den einen oder anderen Spieler auf verschiedenen Positionen einsetzen konnte, um so auch Alternativen für später zu testen.

Wo lag dein Augenmerk in der Vorbereitung?
Bei der Grundordnung. Für mich beginnt das Spiel in der Kabine und sogar schon davor. Ich verlange äusserste Disziplin und Ordnung in der Kabine sowie natürlich auch auf dem Platz. Im Spiel selber war das taktische Verhalten sehr wichtig. Dies haben wir besonders in den beiden letzten Testspielen gut umsetzen können.   

Im Kader gab es im Winter ein paar Veränderungen.
Ja, wir wollten unser breiter aufstellen. Mit Jozef und Liridon Simoni sind zwei Goldauer zurückgekehrt. Basil Camenzind und Jonuz Reci stiessen von der 2. Mannschaft zu uns und Livio Sommaruga kehrte aus einer Pause zurück.

Daneben holte man zwei neue Gesichter nach Goldau.
Genau. Wir haben mit Salvatore Viola und Enis Etemi zwei Transfers getätigt. Beide wurden im Team sehr gut aufgenommen. Salvatore hat bereits Erfahrung in dieser Liga. Er punktet insbesondere mit seiner Ruhe am Ball und seiner Technik. Mit Enis kommt ein Spieler aus der 3. Liga mit Potential für Grösseres. Er hat dies in den Trainings auch bewiesen. Mit harter Arbeit kann er in Goldau viel erreichen. 

Goldau liegt momentan auf einem Abstiegsplatz. Was braucht es, um den Ligaerhalt zu schaffen?
Der Ligaerhalt entscheidet sich in den Köpfen. Es braucht die Bereitschaft, in jeder Aktion Vollgas zu geben. Fussball lebt von den Emotionen, jedoch müssen diese richtig eingesetzt werden. Auch muss sich jeder wichtige Fragen stellen: Wie beginne ich den Tag vor dem Spiel? Wie möchte ich als Spieler auftreten? Ich verlange von jedem Spieler eine optimale Vorbereitung und den absoluten Willen, die Laufbereitschaft an den Tag zu legen. Wenn wir dies erreichen, werden wir auch die Liga halten können.

Mit Ascona wartet gleich der Tabellenzweite. Machbar?
Auch dieses Spiel geht wieder über 90 Minuten. Ich bin optimistisch, dass wir einen guten Rückrundenstart hinlegen werden. Auf alle Fälle stehen gleich spannende Partien an. Nach Ascona folgen bereits die wichtigen Direktduelle gegen Novazzano und Schattdorf.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Simon Krienbühl, Presse & Kommunikation beim SC Goldau.

Vorbereitung auf die Rückrunde

Die erste Mannschaft ist letzte Woche wieder voll ins Training eingestiegen. Der neue SCG-Trainer Skumbim Sulejmani hatte somit seine erste Einheit mit den Goldauern. In den kommenden Wochen werden die physischen und spielerischen Grundlagen für die Rückrunde gelegt. Aktuell sind 7 Testspiele geplant.

Trainingsspiele auf dem Kunstrasen des Schul- und Sportzentrums Oberarth:

  • FR, 04.02.22, 20 Uhr: SC Goldau – FC Altdorf (2. Liga)
  • DO, 10.02.22, 19:30 Uhr: SC Goldau – FC Rotkreuz (2. Liga inter)
  • SA, 12.02.22, 13 Uhr: SC Goldau – FC Freienbach (1. Liga)
  • DI, 15.02.22, 19:30 Uhr: SC Goldau – FC Einsiedeln (2. Liga inter)
  • DI, 22.02.22, 20 Uhr: SC Goldau – FC Sursee (2. Liga inter)
  • DI, 01.03.22, 20 Uhr: SC Goldau – SC Cham II (2. Liga)
  • SA, 05.03.22, 11 Uhr: SC Goldau – FC Entlebuch (3. Liga)

Rückrundenauftakt:
SA, 12.03.22, 18 Uhr: FC Ascona – SC Goldau
Team-Spielplan und Tabelle

Willkommen in Goldau, Skumbim Sulejmani

Skumbim Sulejmani wird neuer Trainer der 1. Mannschaft des Sport Club Goldau. Der ehemalige Challenge League-Spieler übernimmt die Goldauer per sofort.

Der neue Trainer des SC Goldau heisst Skumbim Sulejmani. Foto: SC Goldau

«Ich freue mich sehr über die neue Herausforderung, die ich in Goldau antreten darf», meint der 35-jährige Sulejmani, der in Menzingen aufgewachsen ist und heute mit seiner Familie in Rotkreuz lebt. Der Zuger übernimmt die 1. Mannschaft des SC Goldau mit Beginn der Rückrundenvorbereitung und tritt damit die Nachfolge von Sandro Marini an. 

Vor seinem Engagement in Goldau spielte Sulejmani bei verschiedenen Fussballclubs in der Zentralschweiz. Seine Spielerlaufbahn führte ihn von seinem Jugendverein Menzingen weiter in die Jugendabteilung des FC Luzern. Später folgten Stationen wie Tuggen, Zug 94 sowie Locarno und Kriens, wo er in der Challenge League spielte. 

Sulejmani freut sich auf das erste Aufeinandertreffen mit dem Team: «Ich möchte die Jungs gerne bald kennenlernen und mit ihnen in die Wintervorbereitung starten. Wir wollen den Club mit vereinten Kräften aus der Abstiegszone hieven». An Goldau hätte er nur gute Erinnerungen, meint er augenzwinkernd. Vor zehn Jahren spielte der Zuger auf dem Sportplatz Tierpark und erzielte damals im Dress von Zug 94 einen Doppelpack. Gegenüber stand ihm damals Ivo Bürgi im SCG-Dress. Der langjährige Eis-Spieler bleibt in seiner Funktion als Assistent.

Auch Sportchef Bruno Spiess zeigt sich mit der Wahl zufrieden. «Die Sportkommission führte Gespräche mit mehreren Kandidaten. Skumbim hat uns dabei mit seiner positiven, bodenständigen und kommunikativen Art überzeugt. Dank seinen verschiedenen Stationen als Spieler, insbesondere in der Challenge League, konnte Skumbim wertvolle Erfahrungen von verschiedenen Trainerpersönlichkeiten sammeln und weiss, was es für den sportlichen Erfolg alles braucht», so Spiess.

Der SC Goldau freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit Skumbim Sulejmani und wünscht ihm einen guten Start.


Simon Krienbühl, Presse & Kommunikation

Jubiläums-GV des SC Goldau

An der 74. ordentlichen Generalversammlung des Sport Club Goldau wurden alle Traktanden von den Mitgliedern genehmigt. Im Vorstand wurden Reto Bisang, Erwin Zurfluh und Olivier Flückiger in ihrem Amt bestätigt. Umrahmt wurde die GV vom 75-Jahre-Jubiläum.

Von Simon Krienbühl

Präsident Reto Bisang begrüsste rund 80 Mitglieder am Donnerstagabend, 16. September 2021 auf dem Sportplatz Tierpark und sprach eingangs über die herausfordernden Zeiten, welche die Pandemie und ihre Restriktionen auch in der letzten Saison mit sich brachte. Mit vereinten Kräften wurde der Spiel- und Trainingsbetrieb aufrecht gehalten. Sportlich musste die 1. Mannschaft im letzten Vereinsjahr leider den Abstieg aus der 1. Liga hinnehmen. Die 2. und 3. Mannschaft konnten die Fähigkeiten in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga leider nicht unter Beweis stellen, da ihre Saison – aufgrund der Pandemie – frühzeitig abgebrochen wurde. Auch bei den weiteren Teams und im Juniorenbereich wurde auf und neben dem Fussballplatz gut gearbeitet. Bisang bedankte sich bei allen Personen, die sich für den Verein einsetzen.  

Der SCG feiert in diesem Jahr sein 75-Jahre-Jubiläum. Bild: Lukas Risi

Jubiläumsfilm sorgte für positive Emotionen
In diesem Jahr feiert der SC Goldau sein 75-Jahre-Jubiläum. Viel zu Feiern gab es aufgrund der aktuellen Umstände leider nicht. So fiel u.a die grosse Jubiläumssause der Pandemie zum Opfer. Dafür feierte der Jubiläumsfilm an der GV Premiere, und auch die Jubiläumsbroschüre wurde den Mitgliedern erstmals überreicht. In beiden Publikationen kann man Gesichter und Geschichten mit packenden Aufnahmen und spannenden Interviews erleben. Konzipiert wurde das Ganze von Vorstandsmitglied Simon Krienbühl, gestaltet vom Arther Grafiker Silvio Ketterer. Die Generalversammlung dankte beiden mit einem herzlichen Applaus für ihre Arbeit.

Verein mit positivem Ergebnis
Anschliessend startete der statutarische Teil der GV. Zunächst genehmigten die Mitglieder das Protokoll der letzten GV und den Jahresbericht 2020. Trotz der Mindereinnahmen, z.B. aus der Clubbeiz, konnte der Verein einen kleinen Gewinn präsentieren. Da die Saison bei einzelnen Aktiven – aufgrund der aktuellen Restriktionen – früher zu Ende war, waren auch die Aufwände etwas niedriger. Zudem setzte der SCG auf ein starkes Kostenbewusstsein. 

Kassier Erwin Zurfluh betonte: «Unser Verein steht weiter auf gesunden Beinen – trotz der immer noch andauernden Pandemie. Ermöglichen tun dies unsere Mitglieder, die vielen ehrenamtlichen Helfer*innen und die langjährigen, treuen Sponsoren.» Die GV genehmigte einstimmig die Jahresrechnung, den Revisionsbericht und das Budget für die Saison 2021/22. 

Die Mitgliederbeiträge für die Saison 2021/22 erfahren bei den Aktiven und Freimitgliedern eine Reduktion von CHF 100.–, weil die letztjährige Saison wie erwähnt frühzeitig abgebrochen wurde. Die Beiträge bei den Junioren bleiben gleich, da diese ihre Saison weitestgehend normal spielen konnten.

Drei Vorstandsmitglieder wiedergewählt
Bei den Wahlen standen drei Wiederwahlen auf der Traktandenliste. Präsident Reto Bisang, Vizepräsident und Kassier Erwin Zurfluh und JUKO-Präsident Olivier Flückiger wurden von der Generalversammlung einstimmig wiedergewählt. Der SCG-Vorstand kann somit auch in der neuen Saison auf bewährte Kräfte setzen.

Zum Schluss wurden zwei Vereinsmitglieder geehrt. Die langjährigen Mitglieder Simon Gojani und Dominique Steinegger wurden von der GV zu Freimitgliedern ernannt. Nach knapp einer Stunde konnte Präsident Bisang die 74. GV schliessen. Der Abend endete in einer geselligen Runde mit persönlichen Geschichten der letzten 75 Jahre.

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1000er Club

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