Erwin Zurfluh, Dario Bürgi, Nick Schafflützel und Dario Gerig
An der Generalversammlung vom 23. September 2026 werden die Mitglieder des SC Goldau über personelle Veränderungen im Vorstand befinden. Nach beinahe 20 Jahren im Amt gibt Erwin Zurfluh die Verantwortung für das Ressort Finanzen weiter. Gleichzeitig verlässt Nick Schafflützel den Vorstand. Als Nachfolger werden den Mitgliedern Dario Bürgi für das Ressort Finanzen sowie Dario Gerig für das Ressort Anlässe zur Wahl vorgeschlagen.
Von Simon Krienbühl
Erwin Zurfluh übergibt das Ressort Finanzen
Während beinahe 20 Jahren führte Erwin Zurfluh das Amt des Kassiers mit grosser Sorgfalt, Weitsicht und Fachkompetenz. Dank seiner umsichtigen Arbeit ist der SC Goldau heute finanziell gut aufgestellt. Nun hat sich der Goldauer entschieden, sein Amt zur Verfügung zu stellen: «Die Arbeit im Vorstand hat mir immer grosse Freude bereitet. Ich durfte dabei viele engagierte Menschen kennenlernen. Nun ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung weiterzugeben», so Erwin Zurfluh.
Mit Dario Bürgi steht ein bekanntes Gesicht als Nachfolger bereit. Der 35-jährige ist dem SC Goldau seit den Junioren eng verbunden und spielt heute bei den Senioren. In den vergangenen Jahren übernahm er verschiedene Funktionen innerhalb des Vereins, zuletzt als Coach der 2. Mannschaft sowie als Revisor. Beruflich ist Dario Bürgi als Treuhandexperte bei der CONVISA AG in Schwyz tätig und bringt damit beste Voraussetzungen für das Ressort Finanzen mit. «Der SCG prägt mich seit meiner Kindheit. Deshalb würde ich das Kassieramt im Vorstand mit Stolz und viel Freude übernehmen», sagt Dario Bürgi.
Wechsel auch im Ressort Anlässe
Nach vier Jahren Vorstandstätigkeit hat sich Nick Schafflützel dazu entschieden, sein Amt niederzulegen. «Es war eine spannende und bereichernde Aufgabe. Gemeinsam durften wir zahlreiche tolle Anlässe organisieren, zuletzt ein unvergesslicher Jubiläumstag mit Vereinsturnier und Fest. Nun möchte ich mehr Zeit für Beruf und Privates aufbringen, weshalb ich mich zum Rücktritt entschieden habe», so Nick Schafflützel. Als Nachfolger schlägt der Vorstand den 34-jährigen Dario Gerig vor. Seit fast 25 Jahren steht Dario in Goldau als Goalie zwischen den Pfosten und ist dem Verein eng verbunden. «Das Vorstandsamt würde mir die tolle Möglichkeit bieten, auch künftig aktiv am Club- und Fussballleben mitzuwirken», sagt Gerig.
Generalversammlung am 23. September
Der SC Goldau freut sich darauf, an der GV vom 23. September 2026 möglichst viele Vereinsmitglieder begrüssen zu dürfen. Die Versammlung beginnt um 20.00 Uhr in der Horseshoe Braui in Oberarth. Die Einladung erhalten alle stimmberechtigten Mitglieder am 29. August per E-Mail.
Der SC Goldau setzt ab dieser Saison auf die neue Streaminglösung RED+, die im Amateurfussball zunehmend verbreitet ist.
Bereits in den letzten Saisons übertrug der SC Goldau ausgewählte Heimspiele kostenlos über eine Streaminglösung. Die Amateur Liga ihrerseits mit der 2. Liga interregional verfolgt gemeinsam mit Ringier Sports das Ziel, mit RED+ eine nationale Streaminglösung zu etablieren und den Amateurfussball besser zu vermarkten. Nach einer Testphase wird die Nutzung von RED+ für alle Vereine in der 2. Liga interregional ab der Saison 2027/28 verpflichtend. Der SC Goldau setzt nun bereits ab dieser Saison vollständig auf RED+ und möchte so seinen Beitrag zum Erfolg des Projekts der Amateur Liga leisten.
Die bisherige kostenlose Streaminglösung kann aus finanziellen Gründen nicht parallel weitergeführt werden, sagt Vorstandsmitglied Simon Krienbühl. «Als Dorfverein können wir nicht zwei Streaminglösungen gleichzeitig finanzieren. Deshalb setzen wir fortan auf die zukunftsfähige Lösung. Aktuell werden die Heimspiele der 1. Mannschaft übertragen. In Abklärung ist, dass künftig auch weitere Partien der übrigen SCG‑Teams über den RED+ Gamepass verfügbar werden.»
Mit RED+ kannst du zahlreiche Partien der Hoval Promotion League, 1. Liga classic und 2. Liga interregional live und als Aufzeichnung verfolgen. Mit dem Gamepass können aktuell – nebst den Heimspielen unserer 1. Mannschaft – auch die Auswärtsspiele unseres Eis in Chiasso, Höngg, Cham, Sursee, Emmen und Ibach gestreamt werden.
Mit dem Kauf eines Gamepass von RED unterstützt du gleichzeitig den SC Goldau: Ein Teil der Einnahmen fliesst direkt an den Verein und hilft, den Fussball in Goldau nachhaltig zu fördern. Dank des Club-Rabatts profitierst du von 33% auf den Jahres‑Gamepass. Mit dem Code REDFC26 kostet das Jahresabo CHF 99.00 statt CHF 149.90.
In diesem Jahr feiert der SC Goldau sein 80-jähriges Jubiläum. Vergleichsweise jung hingegen ist der Mädchen- und Frauenfussball im Tierpark-Dorf: Vor zehn Jahren wurde das erste Mädchenteam gegründet. Heute spielen rund 60 Mädchen und Frauen für den Verein. Dieses Jubiläum wurde an einem sommerlichen Augustabend gefeiert.
Bericht: Simon Krienbühl, Fotos: Susanne Rizzo
Wie alles begann
Unter den Gästen des Grillabends war auch Monika Suter, die 2016 das erste Mädchenteam ins Leben rief. Wie kam es dazu? «Meine Tochter, die damals bei den Buben kickte, motivierte mich, in Goldau nach fussballbegeisterten Mädchen zu suchen», erinnert sich Suter. Fündig wurde sie am jährlich stattfindenden Schülerturnier. «Wir haben gezielt die Mädchen in den verschiedenen Teams angesprochen. Am Abend hatten wir 14 Mädchen beisammen. So entstand der Mädchenfussball in Goldau.»
Monika Suter (Links oben), Initiantin des Frauenfussballs, mit ehemaligen und aktuellen Spielerinnen des Gründungsteams.
Fünf Spielerinnen des Gründungsteams sind noch heute aktiv, darunter auch Sarah Horath. Sie ist direkt neben dem Fussballplatz aufgewachsen und spielt heute im Frauenteam des SC Goldau. «Wenn ich heute in die Runde schaue, bin ich stolz auf das, was wir gemeinsam in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben. Besonders schön ist, dass viele Freundschaften entstanden sind und immer wieder junge Mädchen nachkommen», sagt Horath.
Erfolgreiche Entwicklung
Diese positive Entwicklung bestätigt auch René Huber, der den Frauenfussball während vieler Jahre mitgeprägt hat. «Unser Ziel ist es, dass ein Mädchen sämtliche Altersstufen beim SCG durchlaufen und immer in Goldau Fussball spielen kann.» In den jüngsten Kategorien spielen die Mädchen gemeinsam mit den Jungs. Später wechseln sie zu den Juniorinnenteams FF-14, FF-17 und schliesslich zu den Frauen.
Mit Sabrina Theiler ist der Mädchen- und Frauenfussball zudem im Vorstand vertreten. Die heutige Verantwortliche zeigt sich stolz über die Entwicklung: «Besonders freut mich, dass sich heute viele Frauen aktiv im Vereinsleben engagieren, sei es in ehrenamtlichen Funktionen, im Gastroteam oder bei der Organisation von Anlässen.»
Die nächste Generation von Fussballerinnen steht schon bereit.
In einer sportlich attraktiven Gruppe blicken die Goldauer mit grosser Vorfreude auf die neue Saison. Zum Auftakt wartet mit dem Derby beim FC Ibach gleich ein «Leckerbissen».
Bericht: Simon Krienbühl, Bilder: Susanne Rizzo
Am Ende der vergangenen Saison reihten sich bei den Goldauern die Höhepunkte aneinander: Erst der Aufstieg am letzten Spieltag, kurz darauf das 80-Jahr-Jubiläum des Vereins. Nach einer kurzen Sommerpause richtete sich der Blick jedoch bald wieder nach vorne, denn mit der Rückkehr in die 2. Liga interregional wartet eine neue sportliche Bewährungsprobe. Auf was muss sich das Team einstellen? «Alles ist eine Spur intensiver. Du hast weniger Zeit am Ball, musst Entscheidungen schneller treffen und die Leistungsdichte in unserer Gruppe ist hoch», sagt Trainer Marco Zimmermann. In der Vorbereitung wurde deshalb gezielt an der Fitness gearbeitet. «Gemeinsam mit einer Konditrainerin haben wir einige Extraschichten eingelegt. Wer körperlich fit ist, bleibt es auch im Kopf – das hilft, selbst unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen und spielerische Lösungen zu finden.»
«Wir gehen demütig, aber mit klaren Ambitionen in die Saison.»
Als Aufsteiger steht der Klassenerhalt im Vordergrund. «Unser Ziel ist es, uns in dieser Liga zu behaupten und möglichst früh die nötigen Punkte für den Ligaerhalt zu holen», erklärt Trainerkollege Christoph Müller. «Mit derselben Disziplin, Leidenschaft und dem Teamgeist wie im Aufstiegsjahr liegt auch ein Platz im Mittelfeld drin, davon sind wir überzeugt.» Das Trainerduo verlangt von seinen Spielern im Grunde nicht mehr als in der vergangenen Saison. Gefragt sind dieselben Tugenden wie im Aufstiegsjahr, nun aber auf einem höheren Niveau. «Wir wollen eine unbequeme Mannschaft sein. Ein Team, gegen das niemand gerne spielt, weil es bis zum Schlusspfiff um jeden Ball und jeden Punkt kämpft. Wir wollen unseren Gegner in jeder Partie alles abverlangen», so Müller.
Neue Gegner, neue Gesichter
Die Gruppe verspricht attraktive Begegnungen. Mit dem FC Chiasso wartet ein Traditionsklub mit Challenge-League-Vergangenheit. Aus der Zentralschweiz treffen die Goldauer auf Rotkreuz, Cham II, Sursee, Lachen/Altendorf, Emmen und Ibach. Dazu kommen mehrere Zürcher Teams, darunter der 1.-Liga-Absteiger SV Höngg.
Neue Gesichter im Kader: Dominik Schelbert, Livio Lombardo und Omar Abduqadir
Der Kern der Aufstiegsmannschaft blieb zusammen. «Wir haben eine gesunde Breite im Kader – das schafft Konkurrenzkampf und gibt uns Optionen», sagt Sportchef Mario Schuler. Neu zum Team stiess Mittelfeldspieler Dominik Schelbert (21). Der Muotathaler spielte zuletzt für den FC Brunnen. Für die Offensive wurde Stürmer Livio Lombardo (27) vom FC Hergiswil sowie Omar Abduqadir (23) vom FC Baar verpflichtet. Der Goldauer Nachwuchsspieler Christian De Giorgio (17) komplettiert das Torhüter-Trio. Dieses wird von Guido Stadelmann und neu auch von Damian Bürgi betreut.
Derby zum Saisonstart
Zum Auftakt wartet gleich ein besonderes Duell: Der SC Goldau gastiert am Samstag (18 Uhr) beim FC Ibach auf dem Gerbihof. Für die Goldauer bietet sich die Chance, früh ein Zeichen zu setzen und den ersten Härtetest in der neuen Liga zu bestehen. Für die Zuschauer ist das Derby ein Fussball-Leckerbissen zum Saisonstart. Hopp Goldau!
Seit mehr als zwölf Jahren prägen Irene und Gilles Schwaller das Clubhuus des SC Goldau mit viel Herzblut. Per Sommer 2027 gibt das Wirtepaar die Leitung ab. Nun sucht der SCG eine Nachfolgelösung.
Von Simon Krienbühl
Im Jahr 2014 übernahmen Irene und Gilles Schwaller das Clubhuus des SC Goldau. Mit frischen Ideen, viel Herzblut und grosser Leidenschaft entwickelten sie das Gastroangebot kontinuierlich weiter. Gemeinsam mit ihrem Team sorgen sie seither an Spielen und Vereinsanlässen für das kulinarische Wohl von Gross und Klein. Besonders die beliebten Grillspezialitäten geniessen weit über Goldau hinaus einen ausgezeichneten Ruf. Das Clubhuus hat sich in dieser Zeit zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt.
Nun haben sich Irene und Gilles entschieden, die Leitung per Sommer 2027 weiterzugeben. «Nach über zwölf intensiven und schönen Jahren ist für uns der richtige Zeitpunkt gekommen, etwas kürzer zu treten. Wir freuen uns auf unsere letzte Saison und darauf, nochmals viele bekannte Gesichter im Clubhuus begrüssen zu dürfen», erklären Irene und Gilles.
«Irene und Gilles haben über ein Jahrzehnt Unglaubliches für unseren Verein geleistet», würdigt Präsident Sandro Kienerdie beiden. «Während der Saison standen sie jedes Wochenende auf dem Sportplatz und haben mit ihrem Engagement wesentlich zum Vereinsleben beigetragen. Herzlichen Dank, Irene und Gilles!»
Der SC Goldau sucht nun nach einer Nachfolge. Hast du Interesse, unser Clubhuus ab Sommer 2027 weiterzuführen? Weitere Informationen erhältst du bei Sandro Kiener unter sandro.kiener@scgoldau.ch.
Die Saisonkarte für die Saison 2026/27 unserer 1. Mannschaft ist ab sofort erhältlich. Das erste Heimspiel wird am 29. August 2026 gegen Chiasso ausgetragen (Spielplan).
Mit unserer digitalen Saisonkarte unseres Ticketpartner Ticketpark hast du dein Ticket jederzeit griffbereit auf deinem Smartphone. Ausserdem findest du darin spannende Extras wie den aktuellen Kader, den Spielplan und Vereinsnews.
Die Saisonkarte wurde Anfang August 2026 bereits an berechtige Mitglieder des SC Goldau, club333 und SCG Classic Club verschickt. Für alle anderen steht der öffentliche Verkauf zur Verfügung. Über das untere Formular kannst du deine persönliche Saisonkarte für CHF 90.- bestellen. Die Saisonkarte mit der Rechnung erhältst du in den nächsten Tagen per E-Mail zugeschickt.
26 Mannschaften, über 500 Spielerinnen und Spieler sowie wöchentlich dutzende Trainings und Spiele: Hinter dem Spielbetrieb des SC Goldau steckt ein beträchtlicher organisatorischer Aufwand. «Spiko» Marcel Gwerder erzählt im Interview, wie er diese Herausforderung meistert.
Mit Marcel Gwerder sprach Simon Krienbühl
Mäsi, was macht ein Spiko eigentlich? Spiko steht für Spielkommission. Kurz gesagt bin ich für den gesamten Trainings- und Spielbetrieb des SC Goldau verantwortlich. Ich sorge dafür, dass unsere 26 Mannschaften trainieren und spielen können und dass im Hintergrund alles organisiert ist.
Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen? Ich war zuvor vier Jahre Mitglied der Juniorenkommission (Juko) und habe dabei eng mit dem damaligen Spiko Dani Wyler zusammengearbeitet. Als er sein Amt abgeben wollte, hat er mich im Jahr 2020 als Nachfolger für dieses ehrenamtliche Amt im Vorstand vorgeschlagen.
Marcel Gwerder ist als Spiko und Juniorentrainer aktiv. Bild: Elmar Stadelmann.
Wie sieht eine typische Woche als Spiko während der Saison aus? Eigentlich beginnt jeder Tag mit einem Blick auf den Wetterbericht. Anschliessend bespreche ich mich mit unserem Chef Infrastruktur, Raphael Gwerder. Solange die Rasenplätze bespielbar sind, läuft vieles nach Plan. Wird das Wetter schlechter und die Rasenplätze müssen gesperrt werden, wird es anspruchsvoller. Dann konzentriert sich der Trainings- und Spielbetrieb auf die beiden Kunstrasenplätze in Goldau und Oberarth. Das ist bei rund 30 Trainingseinheiten pro Woche gar nicht so einfach.
Und je näher das Wochenende rückt – was gibt es alles zu organisieren? Ab Mittwoch dreht sich alles um das bevorstehende Wochenende. An einem normalen Wochenende stehen rund zehn Heimspiele und zwei Juniorenturniere auf dem Programm. Dafür brauche ich je einen Plan für schönes und schlechtes Wetter. Am liebsten ist mir eindeutiges Wetter – entweder schön oder wirklich schlecht. Das sorgt für weniger Diskussionen (schmunzelt).
Jetzt ist Sommerpause. Eine ruhigere Zeit – auch für dich? Grundsätzlich schon, weil der Spielbetrieb ruht. Ganz ruhig wird es aber nie – schliesslich ist nach der Saison vor der Saison. Nach Saisonende melde ich die Mannschaften für die neue Saison an. Zudem arbeite ich bei der Kaderplanung mit, erledige die Spielertransfers und erstelle die Heimspielpläne sowie die Einsatzplanung für unsere Spielleiter. Danach teile ich die Garderoben ein. Das klingt einfacher, als es ist. Gerade in Oberarth ist das eine Herausforderung, weil wir die Garderoben mit anderen Vereinen teilen, da die Sportanlage öffentlich ist.
Der Spielbetrieb wird heute digital organisiert. Wie zeigt sich das in deinem Alltag? Heute läuft ein grosser Teil der Arbeit digital. Der Verband stellt uns mit «Clubcorner» ein gutes Tool zur Verfügung. Darüber verwalten wir sämtliche Spielerinnen und Spieler, Trainer und Schiedsrichter. Auch Trainings, Spiele und Verschiebungen organisiere ich über dieses System. Ich habe grossen Respekt davor, was mein Vorgänger noch leisten musste. Bis vor wenigen Jahren wurden Transfers tatsächlich noch per Briefpost abgewickelt.
Was gefällt dir an deiner Aufgabe besonders? Wenn an einem Wochenende alle Plätze ausgelastet sind, sämtliche Spiele wie geplant stattfinden und ich am Schluss keine Reklamationen erhalte. Dann weiss ich, dass die Organisation funktioniert hat. Zusätzlich trainiere ich noch ein Juniorenteam. Das ist eine willkommene Abwechslung.
Was ist die grösste Herausforderung in deinem Amt? Den Überblick zu behalten und gleichzeitig rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Werden Spiele kurzfristig auf den Kunstrasen verlegt, muss ich Spieler, Trainer und Schiedsrichter umgehend informieren. Zudem wirkt sich ein Ausweichen vom Sportplatz Tierpark auch auf den Betrieb im Clubhaus aus. Auch deshalb ist es unser Ziel, möglichst alle Spiele in unserem Zuhause, dem Sportplatz Tierpark in Goldau, auszutragen. Schiesslich wollen wir unseren Zuschauern ein gutes Angebot bieten.
Wenn du einen Wunsch für dein Amt frei hättest – welcher wäre das? Ich wünsche mir Verständnis, wenn einmal nicht ideale Bedingungen herrschen oder ich nicht jeden Wunsch erfüllen kann. Oft müssen viele verschiedene Interessen unter einen Hut gebracht werden.
Mit Blick in die Zukunft: Was wünschst du dir für den SC Goldau? Ich träume von einer modernen Sportanlage auf dem Sportplatz Tierpark. Es wäre schön, an einem solchen Projekt mitwirken zu dürfen und etwas zu schaffen, von dem noch viele Generationen profitieren können. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren gemeinsam etwas bewegen können.
Warum lohnt es sich, sich ehrenamtlich für den SC Goldau zu engagieren? Wir sprechen oft davon, dass der SC Goldau eine grosse Familie ist. Das klingt vielleicht etwas kitschig, aber für mich stimmt es. Mit vielen SCG-Mitgliedern verbindet mich eine langjährige Freundschaft – einige kenne ich seit über 40 Jahren. Fussball verbindet Menschen und hat mir persönlich sehr viel gegeben. Diese Verbundenheit zum Verein wünsche ich auch unseren Juniorinnen und Junioren. Irgendwann kommt der Moment, in dem man etwas zurückgeben kann. Mein Engagement ist deshalb auch ein Dankeschön an all meine Trainer und die vielen Verantwortlichen, die mich in meiner Zeit als Spieler begleitet haben.
Interessante Fakten rund um den Spielbetrieb in der Saison 26/27:
26 Mannschaften + Kickis (jüngste Junior:innen)
Wöchentlich rund 32 Trainingseinheiten
Jedes Wochenende rund 10 Heimspiele und 2 Juniorenturniere
Die 1. Mannschaft des SC Goldau ist Anfang Juli in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Nach dem Aufstieg in die 2. Liga interregional blickt das Team mit grosser Vorfreude der nächsten Herausforderung entgegen. In diesem Artikel gibt es auch ein Kaderupdate.
Von Simon Krienbühl
Am 2. Juli nahmen die Goldauer die Vorbereitung auf die neue Saison mit der ersten Trainingseinheit in Angriff. In der Vorbereitungsphase bestreitet das Team von Christoph Müller und Marco Zimmermann fünf Testspiele. Zudem steht der Gotthard-Cup in Brunnen, bei dem der SCG als Titelverteidiger antritt, auf dem Programm.
In der 1. Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2027/28 geniessen die Goldauer ein Freilos. Zum Start der Meisterschaft wartet gleich ein Derby: Der SC Goldau trifft am 22. August 2026 auswärts auf den FC Ibach.
Das Legendenspiel zwischen den SCG-Legenden und «Zeno Huser & Friends» sorgte für beste Unterhaltung.
Auf dem Sportplatz Tierpark in Goldau feierten am Samstag rund 800 Besucherinnen und Besucher das 80-jährige Jubiläum des Sport Club Goldau.Bei sonnigem Sommerwetter wurde gelacht, gefeiert und gemeinsam auf acht Jahrzehnte Vereinsgeschichte angestossen.
Von Simon Krienbühl
Bereits am Vormittag herrschte auf dem Sportplatz reges Treiben. Beim Juniorenturnier begeisterten die jüngsten Fussballerinnen und Fussballer mit ihrer Spielfreude Eltern, Verwandte und Zuschauer. Gleichzeitig bot das Vereinsturnier (Ergebnisse) die ideale Gelegenheit, Generationen zusammenzubringen: Knapp 100 Juniorinnen und Junioren, Aktivspieler, Trainer sowie Funktionäre standen gemeinsam auf dem Platz und lebten den Vereinsgedanken auf eindrückliche Weise.
Am Vereinsturnier nahmen knapp 100 Spielerinnen und Spieler teil.
Dass die Geselligkeit am Jubiläumstag gross geschrieben wurde, bestätigt Präsident Sandro Kiener: «Unser Vereinslogan ist “Begeisterig für Gelb-Rot”. Diese Begeisterung für unseren Verein war am Jubiläumstag überall spürbar. Es hat mich sehr gefreut, dass wir als Dorfverein so viele Menschen zusammenbringen und gemeinsam einen unvergesslichen Tag erleben konnten.»
Legendenspiel als sportlicher Höhepunkt
Zu den Höhepunkten des Jubiläumstags zählte das Legendenspiel zwischen den SCG-Legenden und Zeno Huser & friends. Für die Legenden waren Sandro Marini, Kilian Heinzer, Raphael Suter, Genesio Colatrella und viele weitere ehemalige Sportclübler im Einsatz. Auf der Gegenseite führte Zeno Huser sein Team als Captain an. Nach 18 Jahren in der 1. Mannschaft hatte er vor einer Woche seine erfolgreiche Karriere beendet und erhielt nun die Gelegenheit, sich im Rahmen des Plauschspiels nochmals vor heimischem Publikum zu verabschieden.
Abschiedsgeschenk für Zeno Huser: ein eigener «Zeno-Huser-Weg» und das Trikot seines Lieblingsvereins St. Gallen.
Stimmungsvoller Ausklang im Festzelt
Am Abend verlagerte sich das Geschehen ins Festzelt. Bei Musik und guter Stimmung wurde bis spät in die Nacht gefeiert. So sorgten die Steiner Band Polly Duster, der Oberarther DJ Nouby und die Goldauer trenddancers für gute Stimmung.
Mit der Band Polly Duster wurde auch der IFV-Verbandsmeistertitel gebührend gefeiert.
Der SC Goldau bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sowie den Sponsoren, die zum Gelingen dieses besonderen Jubiläumstages beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt dem Hauptsponsor Raiffeisenbank Rigi sowie den Event Sponsoren Schmidlin Holzbau, Natur- und Tierpark Goldau sowie Toni und Trudi Hiestand.
Hommage von Bruno «Bruzzo» Spiess an Zeno Huser, der am 13. Juni 2026 sein letztes Spiel für Goldau bestritt.
Lieber Zeno
Wenn ich an die vergangenen Jahre beim SC Goldau zurückdenke, kommen mir viele Spieler in den Sinn. Spieler, die ihre Spuren hinterlassen haben. Und dann gibt es jene wenigen, die einen Verein über Jahre hinweg mitprägen. Du bist einer davon. Nach über 400 Pflichtspielen und mehr als 200 Toren für den SC Goldau hast du am Samstag deine Karriere im Aktivfussball beendet. Für mich als dein langjähriger Trainer und Wegbegleiter ist das der Moment, um nochmals zurückzublicken.
Als du im Jahr 2008 mit knapp 18 Jahren dein Debüt in der 1. Mannschaft gegeben hast, warst du noch ein Teenager. Unter Genesio Colatrella hast du deine ersten Schritte im Aktivfussball gemacht. Äusserlich wirkte es fast so, als hättest du den Schulrucksack eben erst abgelegt. Auf dem Platz hingegen warst du frech, unbekümmert und torgefährlich. Man sah schon damals, dass du einen besonderen Instinkt für die entscheidenden Momente eines Fussballspiels hattest.
Der Weg zum Torjäger
Als ich ein paar Jahre später zur Saison 2011/12 die 1. Mannschaft übernehmen durfte, begann für uns eine besonders erfolgreiche Zeit. Gemeinsam mit Spielern wie Sandro Marini und einer Mannschaft, die sich Jahr für Jahr weiterentwickelte, entstand etwas Besonderes. Du warst mittendrin und wurdest zu einem der Gesichter dieser Mannschaft.
Teamfoto 1. Mannschaft Saison 2011/2012 Bruno Spiess (obere Reihe, 1. v.l.) & Zeno Huser (untere Reihe, 4. v.l.)
Während meiner Zeit als Trainer hast du weit über 100 Tore erzielt. Am Ende deiner Karriere stehen nun weit über 200 Pflichtspieltore für den SC Goldau zu Buche. Nicht selten kam der entscheidende Pass von deinem Bruder Koni. Der eine bereitete vor, der andere vollendete. Die «Huser Brothers» prägten über viele Jahre den Goldauer Fussball und waren weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt.
Auch als Mannschaft durften wir viele schöne Momente erleben. In der 2. Liga interregional gehörten wir regelmässig zu den besten Teams und klassierten uns stets in den Top 6. Ein Höhepunkt für dich war die Saison 2015/16. Mit unglaublichen 37 Treffern wurdest du Torschützenkönig der 2. Liga interregional – schweizweit. Eine Zahl, die noch lange Bestand haben dürfte. Als Stürmer warst du kein Spieler für die Galerie. Du warst ein Vollstrecker. Wenn es im Strafraum etwas zu holen gab, warst du meistens dort, wo ein Stürmer sein muss. Genau deshalb warst du für jeden Gegner unangenehm und für unsere Mannschaft ein Gewinn.
Dein unbändiger Wille
Was dich aber besonders ausgezeichnet, ist dein Ehrgeiz. Du wolltest immer gewinnen. Nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche im Training. Eine knappe Abseitsstellung in einem Trainingsspiel konntest du noch zehn Minuten später diskutieren. Manchmal zur Freude, manchmal auch zur Verzweiflung deiner Mitspieler und Trainer. Aber genau dieser Ehrgeiz hat dich zu dem Spieler gemacht, der du geworden bist.
Deine Leistungen blieben natürlich nicht unbemerkt. Vereine wie Servette Genf oder der FC Tuggen wurden auf dich nach deiner Rekordsaison aufmerksam. Im Jahr 2016 hast du für kurze Zeit den Schritt zum FC Tuggen gewagt und in der 1. Liga Promotion eine neue Herausforderung angenommen. Auch wenn es sportlich nicht so lief, wie du es dir vorgestellt hattest, zeigte dieser Wechsel, dass du bereit warst, Neues zu wagen.
Dass du immer das Maximum gesucht hast, war nicht immer einfach. Weder für dein Umfeld noch für mich als Trainer. Aber ich wusste immer, woher das kam. Du wolltest den vollen Erfolg für die Mannschaft. Du hast hohe Ansprüche an dich selbst gestellt und auch an andere. Diese Mentalität zeichnet dich bis heute aus.
Mehr als ein Torjäger
Wer dich nur über deine Tore definiert, wird dir nicht gerecht. Für viele junge Spieler warst du über Jahre hinweg ein Vorbild und eine wichtige Ansprechperson. Du hast Verantwortung übernommen. Im Trainingslager hast du auf die Jüngeren geschaut, bei Vereinsanlässen mitgeholfen oder als Juniorentrainer die Stürmer von Morgen geformt.
Du hast klare Vorstellungen, deine Meinung stets gesagt und Diskussionen nie gescheut. Genau deshalb wusste aber auch jeder, woran er bei dir war. Hinter allem stand immer deine Verbundenheit mit dem SC Goldau. Nach 18 Jahren in der 1. Mannschaft (wohlgemerkt dein halbes Leben) ging am Samstag eine aussergewöhnliche Laufbahn zu Ende. Wir verabschieden dich als erfolgreicher Torjäger und als Person, der unseren Verein über viele Jahre geprägt hat.
Es war mir eine grosse Ehre, dich auf deinem Weg begleiten und trainieren zu dürfen. Für deinen Einsatz, deinen Ehrgeiz und die vielen gemeinsamen Erlebnisse danke ich dir herzlich. Mach’s gut, Zeno. Du hast dem SC Goldau und mir viele unvergessliche Momente geschenkt.
Liebe Grüsse Bruno «Bruzzo» Spiess, dein langjähriger Trainer
Legendenspiel mit Zeno Huser
Am Samstag, 20. Juni, feiert der SC Goldau sein 80-Jahre-Jubiläum auf dem Sportplatz Tierpark. Einer der Höhepunkt des Jubiläumstags ist das Legendenspiel um 16 Uhr: SCG-Legenden treten gegen das Team “Zeno Huser & friends” an. Der SC Goldau freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Zur Vorschau