Die 1. Mannschaft des Sport Club Goldau hat ihr Training wieder aufgenommen. In den kommenden Wochen werden die Grundlagen für die neue Saison 2025/26 gelegt, die am 9. August beginnt.
Die 1. Mannschaft hat ihre Saisonvorbereitung gestartet. Bild: Elmar Stadelmann
Von Simon Krienbühl
Am Donnerstag, 3. Juli 2025, hatten die Jungs vom neuen Trainerduo Christoph Müller und Marco Zimmermann ihre erste Trainingseinheit. Die Vorbereitungsphase dauert rund fünf Wochen, ehe die Meisterschaft am 9. August 2025 wieder startet.
Zum Trainingsstart heissen wir ein paar neue Gesichter in Goldau willkommen.
Vom 2. Liga-Aufsteiger aus Hochdorf wechselt Torhüter Roman Feer nach Goldau. Der 28-jährige war Stammkeeper bei den Seetalern.
Ebenso aus Hochdorf stösst der 27-jährige Sandro Frischkopf zu uns. Der Offensivspieler war bei den Luzerner langjähriger Captain.
Für Jayden Flipp ist es eine Rückkehr nach Goldau. Der ehemalige SCG-Junior spielte zuletzt in Brunnen, nun folgt für den 19-jährigen Verteidiger die Rückkehr zu seinem Stammverein.
Christoph Müller und Marco Zimmermann bilden das neue Trainerduo.
2026 feiert der Sport Club Goldau sein 80-jähriges Bestehen – und schon heute verraten wir zwei Highlights, auf die ihr euch freuen dürft!
Feierlichkeiten
Merke dir den 20. Juni 2026: Dann feiern wir gemeinsam unser Jubiläum! Weitere Infos zum Programm folgen rechtzeitig.
Juniorenlager
Im Jubiläumsjahr nutzen wir die Gelegenheit und organisieren ein Juniorenlager. Nur eine Stunde von Goldau entfernt erwartet uns auf dem Campus Perspektiven in Huttwil eine unvergessliche Zeit voller Spiel, Spass und Gemeinschaft.
Wann? 3. bis 8. Mai 2026 Wer? Für Juniorinnen und Junioren mit Jahrgängen 2012-2016
Im Oktober folgen mit dem Anmeldestart weitere Informationen.
Der SC Goldau blickt auf eine bewegte Saison zurück. Im Interview spricht Präsident Sandro Kiener über sportliche Rückschläge, neue Chancen – und was den Verein abseits des Rasens stark macht.
Mit Sandro Kiener sprach Simon Krienbühl
Am Samstag ging die Saison 2024/25 mit dem Spiel gegen Emmen zu Ende. Wie war deine Gefühlslage? Ich freue mich sehr, dass sich die Mannschaft mit einem Heimsieg zum Abschluss belohnen konnte – und damit auch unsere treuen und zahlreichen SCG-Supporter. Das war ein versöhnlicher Schlusspunkt einer sportlich sehr anspruchsvollen Saison.
Die 1. Mannschaft steigt in die 2. Liga regional ab. Wieso konnte der Abstieg nicht verhindert werden? Die einfache Antwort: Wir haben zu wenig Spiele gewonnen und damit zu wenige Punkte geholt. Aber so simpel ist es natürlich nicht. Eine Mannschaft ist ein komplexes Gebilde, in dem viele Faktoren zusammenspielen müssen: Teamspirit, Selbstvertrauen, Taktik, Teamgefüge, Spielrhythmus, Mentalität und Einstellung. Der Mix stimmte leider nicht.
Was stimmt dich positiv auf die neue Saison hin? Zusammen mit Sportchef Mario Schuler und unserem neuen Trainerduo Christoph Müller und Marco Zimmermann haben wir uns intensiv mit den angesprochenen Themen beschäftigt. Unser Fokus lag darauf, an den richtigen Stellschrauben zu drehen – dort, wo wir den grössten Hebel für eine erfolgreiche Zukunft sehen. Wir können weiterhin auf viele Spieler aus dem aktuellen Kader zählen und sind überzeugt, dass in der Mannschaft mehr Potenzial steckt, als wir in dieser Saison abrufen konnten. Der Mix aus erfahrenen und jungen sowie einheimischen und auswärtigen Spielern stimmt uns zuversichtlich. Ich appelliere da an die erfahrenen Spieler. Sie sollen die jungen Spieler mitnehmen, unterstützen und motivieren. Mit dem neuen Trainerduo kommen frische Impulse ins Team. Wir sind überzeugt, dass sie unsere Spieler in ihrer Entwicklung gezielt unterstützen und weiterbringen können. Gleichzeitig sorgt der Verbleib des bestehenden Staff für Kontinuität.
Wie lautet dein sportliches Fazit bei den weiteren Teams? Der Ligaerhalt der zweiten Mannschaft in der 3. Liga sowie der Ba-Junioren in der Youth League ist sehr erfreulich. Auch unsere dritte Mannschaft konnte in der 5. Liga vorne mitspielen – ebenso wie die Ca-Junioren in der 1. Stärkeklasse. Beide Teams schafften zudem den Einzug in den Cup-Halbfinal. Besonders erfreulich ist die grosse Anzahl Juniorinnen und Junioren in den Kategorien D bis F sowie bei den FF-15 Juniorinnen – ein starkes Zeichen für unsere Nachwuchsarbeit.
Und abseits des Rasens? Für mich hat das gesellschaftliche Vereinsleben eine grosse Bedeutung. Der SC Goldau darf sich glücklich schätzen, in allen Bereichen – vom Hauptvorstand über die Junioren- und Schiedsrichterkommission bis hin zu den Gönnerverantwortlichen – hervorragend besetzt zu sein. Entstehende Lücken können wir aus den eigenen Reihen schliessen, was für die Stärke und Stabilität unseres Vereins spricht. Ein besonderer Dank gilt auch dem Team im Clublokal, das mit viel Engagement für kulinarische und gesellschaftliche Höhepunkte sorgt. Dazu gehört auch unser Foodtruck, der die Fussballerlebnisse in Oberarth ideal ergänzt.
Ein echtes Herzstück unseres Vereins ist das Platzhirschenteam – ohne diesen Einsatz wäre der Fussballbetrieb in Goldau gar nicht möglich. Dasselbe gilt für unsere zahlreichen Trainerinnen und Trainer, Koordinatoren, Assistentinnen und Assistenten, deren Einsatz unbezahlbar ist. Sie alle tragen dazu bei, dass der SCG in dieser Grösse und Vielfalt funktionieren kann. Nicht zuletzt verfügen wir über eine erfreuliche Anzahl engagierter Schiedsrichter und Spielleiter. Dank dem grossen Einsatz unserer Mitglieder und der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, Gönnerinnen und Gönner steht der SCG auf einem stabilen Fundament. Ihnen allen gebührt mein grosser Dank!
Im Winter hast du angekündigt, dass Veränderungen im Vorstand anstehen. Welche Entscheidungen sind inzwischen gefallen? Im nächsten Jahr jährt sich die Gründung unseres ersten Mädchenteams zum zehnten Mal. Dieser Meilenstein ist Anlass und Ansporn zugleich, den Mädchen- und Frauenfussball beim SC Goldau weiter zu stärken – und zwar neu auf Vorstandsebene. Deshalb schlagen wir der Generalversammlung im September die Wahl von Sabrina Theiler vor. Sie war 2016 selbst Teil der B-Juniorinnen und hat sich seither mit viel Engagement für die Weiterentwicklung des Mädchenfussballs in unserem Verein eingesetzt. Mit ihrer Erfahrung und Leidenschaft ist sie eine wertvolle Ergänzung für unseren Vorstand.
Bereits kommuniziert haben wir die anstehende Veränderung in der Juniorenkommission (Juko). Unser Juko-Präsident, Oli Flückiger, hat sich entschieden, sein Amt nach 12 Jahren zur Verfügung zu stellen. Unter seiner Leitung konnte sich der Juniorenfussball des SC Goldau sichtlich positiv weiterentwickeln. Mit Nemanja Cvisic steht der designierter Nachfolger bereit.
2026 feiert der SCG seinen 80. Geburtstag. Auf was darf man sich freuen? Schon kommenden Sonntag, am 22. Juni 2025, werden wir erste Details zum Jubiläum bekannt geben – genau ein Jahr vor unserem offiziellen 80. Geburtstag. Ich freue mich schon jetzt auf die Feierlichkeiten im 2026.
Nun ist Sommerpause. Wie verbringst du die fussballfreie Zeit? So ganz ohne Fussball ist auch meine Sommerpause nicht. Pünktlich zum Saisonstart am 1. Juli 2025 veranstalten wir den Talentabend „SC Goldau meets FC Luzern“, bei dem unsere aktuellen SCG-Talente aus dem FCL-Nachwuchs auf den Jungprofi und ehemaligen SCG-Spieler Mattia Walker treffen.
Der Trainingsstart der ersten Mannschaft folgt am 3. Juli, und Ende Juli steht bereits der Gotthardcup in Erstfeld auf dem Programm. Dazwischen gönne ich mir mit meiner Familie ein paar erholsame Tage an der Côte d’Azur und in den Engadiner Bergen.
An Auffahrt fand auf dem Sportplatz Tierpark das alljährige Schülerturnier statt. Insgesamt 29 Teams kämpften in drei Kategorien um die begehrten Trophäen.
Von Jonas Keiser
Bei wunderbarem Sommerwetter wurden die knapp 200 Schülerinnen und Schüler, grösstenteils wohnhaft in der Gemeinde Arth, von zahlreichen Eltern, Verwandten und Fans lautstark unterstützt. Neben dem Turnierbetrieb wurde den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Rahmenangebot mit Torwandschiessen und Festwirtschaft angeboten.
Am späteren Nachmittag, nach umkämpften aber zu jeder Zeit fairen Spielen, konnte an der Rangverkündigung folgendes Ergebnis ausgerufen werden:
Neue Gesichter und bewährte Kräfte prägen die künftige Juniorenkommission (Juko) des SC Goldau.
Beitrag von Simon Krienbühl, Fotos von Susanne Rizzo
Die Juko engagiert sich für die Entwicklung des Juniorenfussballs in Goldau. Über 350 Kinder und Jugendliche sind beim SCG aktiv. In den kommenden Monaten kommt es innerhalb der Juko zu personellen Veränderungen.
Anstehender Wechsel im Präsidium
An der nächsten Generalversammlung wird Präsident Olivier Flückiger sein Amt nach 12 Jahren zur Verfügung stellen. Unter seiner Leitung konnte sich der Juniorenfussball des SC Goldau sichtlich positiv weiterentwickeln. Mit Nemanja Cvisic steht der designierter Nachfolger bereit. Das langjährige SCG-Mitglied hatte bereits verschiedene Funktionen im Verein übernommen und verantwortet heute die Spielleiter bei den Schiedsrichtern. Nemanja Cvisic stellt sich an der Generalversammlung vom 25. September 2025 zur Wahl in den Vorstand des SC Goldau.
Co-Funktion in der Administration
Fabienne Elmiger kümmerte sich in den letzten beiden Jahren um die administrativen Aufgaben innerhalb der Juko. Nun tritt sie von ihrer Funktion zurück. Ihre Nachfolge übernehmen Lea Schwaller und Mia Belser, die beide als Spielerinnen bei den Damen aktiv sind, gemeinsam in einer Co-Funktion.
Kontinuität beim Technischen Leiter
Beat Appert bleibt der Juniorenkommission als Technischer Leiter erhalten. Unter seiner Leitung hat sich die Juniorenabteilung in den letzten Jahren sportlich kontinuierlich weiterentwickelt. In seiner Rolle ist er erste Ansprechperson für die Trainer der älteren Juniorenteams und ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Junioren- und Erwachsenenfussball.
Komplettiert wird die Juniorenkommission durch die bisherigen Mitglieder: Thomas Georgino (Leiter Kinderfussball), René Huber (Jugend+Sport Coach) und Fabian Elmiger (Kassier).
Der Sport Club Goldau verlängert die Zusammenarbeit mit Luan Krasniqi als Trainer der 2. Mannschaft um eine weitere Saison. Dusan Simic übernimmt neu die Rolle des Co-Trainers und tritt die Nachfolge von Dario Bürgi und Neki Shala an.
Luan Krasniqi trainiert die 2. Mannschaft seit Sommer 2023. Seither konnte sich das Team in der 3. Liga etablieren. Die Mannschaft setzt dabei voll und ganz auf einheimische Spieler und steht in der laufenden Saison auf dem guten 6. Tabellenrang.
Im Trainerteam gibt es im Sommer personelle Veränderungen: Dario Bürgi und Neki Shala verlassen den Staff nach vier beziehungsweise zwei Jahren auf eigenen Wunsch. Dusan Simic tritt ihre Nachfolge an. Aktuell trainiert er die Goldauer Ba-Junioren in der Youth League. Weiterhin Co-Trainer im “Zwei” bleibt Isuf Krasniqi.
Luan Krasniqi, Trainer: „Ich freue mich auf eine weitere Saison mit meinem Team. Die Tätigkeit als Trainer bereitet mir viel Freude.”
Mario Schuler, Sportchef: „Luan Krasniqi bringt grosse Leidenschaft und Energie für den Fussball mit. Das überträgt sich auf die Mannschaft und zeigt sich in einer überzeugenden Saisonleistung.“
Der SC Goldau bedankt sich bei Dario Bürgi und Neki Shala für ihre wertvolle Arbeit und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute. Der Verein freut sich auf die kommende Saison und die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Luan Krasniqi und seinem neuen Trainerteam.
Der Sport Club Goldau setzt auf ein neues, bewährtes Trainerduo: Ab Juli 2025 übernehmen Marco Zimmermann und Christoph Müller gemeinsam die Verantwortung für die 1. Mannschaft.
Christoph Müller (links) und Marco Zimmermann bilden ab Juli 2025 das neue Trainerduo. Bild: Elmar Stadelmann
Marco Zimmermann startete seine Trainerkarriere beim FC Eschenbach II. Ab der Saison 2019/20 bildete der 41-Jährige während drei Jahren zusammen mit Christoph Müller das Trainerduo beim FC Eschenbach I. In dieser Zeit führte das Duo den Verein zurück auf die Erfolgsspur – mit dem Aufstieg in die 2. Liga interregional als Höhepunkt. Als Spieler war Zimmermann mehrere Jahre beim FC Küssnacht a/R und beim FC Eschenbach aktiv.
Christoph Müller begann seine Trainertätigkeit als Assistenztrainer beim FC Küssnacht a/R. Auch der 44-Jährige war Teil des erfolgreichen Trainerduos beim FC Eschenbach. Bereits in ihrer aktiven Zeit standen Müller und Zimmermann gemeinsam beim FC Küssnacht a/R auf dem Platz.
Im Jahr 2022 verliessen sie den FC Eschenbach auf eigenen Wunsch, um sich beruflichen und privaten Projekten zu widmen. Jetzt melden sich die beiden als Trainerduo zurück.
Marco Zimmermann: «Wir freuen uns sehr auf die neue Aufgabe beim SC Goldau. Die Motivation ist gross, hier etwas zu bewegen. Wir wollen mit Herzblut und Teamgeist an die Arbeit gehen.»
Christoph Müller: «Als Duo bringen wir verschiedene Stärken und Perspektiven ein, was für neue Ideen sorgt und die Arbeit für die Mannschaft interessant macht.»
Mario Schuler, Sportchef SC Goldau: «Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem eingespielten Duo Marco Zimmermann und Christoph Müller. In den Gesprächen war spürbar, wie sehr sie die neue Herausforderung reizt. Gemeinsam wollen wir beim SC Goldau etwas bewegen – und natürlich auch sportlich erfolgreich sein.»
Der SC Goldau heisst Marco Zimmermann und Christoph Müller herzlich willkommen und freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Der Sport Club Goldau wird den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Beat Appert, Trainer der 1. Mannschaft, nicht verlängern.
Beat Appert trainiert die Goldauer noch bis im Sommer. Bild: Andy Scherrer
Wie gewohnt setzt sich der Verein im Frühling mit der detaillierten Planung für die nächste Saison auseinander. Sportlich durchlebt der SC Goldau mit seinem Fanionteam derzeit eine herausfordernde Zeit. Die 1. Mannschaft steht in der 2. Liga interregional auf einem Abstiegsplatz – elf Punkte fehlen auf einen sicheren Ligaplatz.
Mario Schuler, Sportchef: “In der Analyse der laufenden Meisterschaft und mit Blick auf die kommende Saison hat der Verein entschieden, zur neuen Saison 2025/26 eine sportliche Neuausrichtung mit einem neuen Trainer vorzunehmen. Zudem hat sich unser Assistenztrainer Ivo Bürgi entschieden, eine Pause einzulegen und das Team im Sommer zu verlassen. Ich danke Beat Appert und Ivo Bürgi herzlich für ihren grossen Einsatz für den SC Goldau. Beide haben sich stets mit viel Herzblut, Fachwissen und Engagement für unseren Verein eingesetzt. Der SCG wird bis zuletzt alles geben, um den Ligaerhalt noch zu schaffen. Dafür sind alle gefordert – Team, Staff, Vorstand und Umfeld.“
Beat Appert übernahm das Traineramt der 1. Mannschaft im Sommer 2023 nach dem Aufstieg in die 2. Liga interregional. Zuvor trainierte er die 2. Mannschaft der Goldauer in der 3. Liga. Ivo Bürgi trat sein Amt als Assistenztrainer im Jahr 2021 an.
Die Suche nach einer Nachfolge im Staff hat begonnen. Der SC Goldau informiert zur gegebenen Zeit.
Mit seinen 21 Jahren ist Dario Schelbert bereits eine feste Grösse im Goldauer Mittelfeld. Im Interview spricht der Muotathaler über die intensive Vorbereitung, seine Rolle auf dem Platz und seine Zuversicht im Kampf um den Klassenerhalt.
Bestimmt das Tempo im Spiel der Goldauer: Dario Schelbert. Foto: Elmar Stadelmann
Mit Dario Schelbert sprach Simon Krienbühl
Dario, nach der Hälfte der Saison steht Goldau auf einem Abstiegsplatz. Wie realistisch ist der Klassenerhalt? Das Ziel des Klassenerhalts ist absolut realistisch. Wir spielen noch 15 Partien in der Rückrunde. Die Tabelle ist sehr eng. Ein guter Start in die Rückrunde könnte uns ins sichere Mittelfeld bringen. Klar ist aber auch, dass uns die kommenden Spiele alles abverlangen werden.
Was braucht es, um die Klasse zu halten? Wir müssen in jedem Spiel unser Leistungsmaximum abrufen. Das Niveau der Liga ist extrem ausgeglichen, oft entscheiden kleine Details über Sieg oder Niederlage. Vor allem unsere Effizienz vor dem eigenen und gegnerischen Tor müssen wir verbessern.
Woran habt ihr in der Wintervorbereitung gearbeitet? Ein Schwerpunkt war unser Spiel mit Ball. Wir haben an Spielauslösungen gearbeitet, die uns gefährlicher vor das gegnerische Tor bringen sollen. Zudem haben wir unser Fitnesslevel verbessert und verschiedene Freistoss- sowie Eckballvarianten einstudiert.
Im Februar verbrachte das Team ein paar Tage in Spanien. Dein Fazit zum Trainingslager in Marbella? Das Trainingsgelände, das Wetter und die gesamte Umgebung waren hervorragend. Durch die zwei täglichen Einheiten konnten wir gezielt an unseren Schwächen arbeiten. Zudem haben wir den freien Nachmittag genutzt, um als Team noch enger zusammenzuwachsen – etwa bei einem gemeinsamen Ausflug an die Promenade von Puerto Banús. Insgesamt war das Trainingslager ein voller Erfolg.
Und zeigt sich das auch in der Stimmung innerhalb des Teams? Definitiv! Dank dem Trainingslager sind wir als Mannschaft noch enger zusammengerückt. Gleichzeitig wissen wir alle, dass es in der Rückrunde eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorrunde braucht – darauf haben wir uns in der Vorbereitung fokussiert.
Du bist der Dauerbrenner im Mittelfeld. Bist du fit? Leider habe ich mir Anfang Februar einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen, was meinen Trainingsplan etwas durcheinandergebracht hat. Ich bin aktuell im Aufbau, aber zuversichtlich, dass ich bald wieder voll fit bin.
Kämpferisch: Mit einer sauberen Grätsche erobert Schelbert den Ball vom Gegner. Bild: Andy Scherrer
2019 bist du als 15-Jähriger nach Goldau gekommen. Wie siehst du deine Entwicklung seither? Persönlich bin ich sehr gereift. In Goldau habe ich mir ein ideales Umfeld geschaffen, in dem ich mich sehr wohlfühle. Durch den Aktivfussball konnte ich mich körperlich deutlich weiterentwickeln und die Intensität meines Spiels steigern.
Du trägst die Nummer 6 und spielst auch auf dieser Position. Was macht für dich einen guten «Sechser» aus? Als Sechser braucht man einen guten Rundumblick. Man muss immer wissen, was auf dem Feld passiert, und als Verbindung zwischen Defensive und Offensive das Tempo bestimmen. Mein grosses Vorbild ist Andrés Iniesta.
Wie sieht deine sportliche Zukunft aus? Sportlich möchte ich mich nicht allzu sehr festlegen, da man nie weiss, welche Gelegenheiten sich sportlich wie auch privat noch bieten. In Goldau fühle ich mich aber sehr wohl und hoffe, noch viele Jahre für Gelb-Rot auflaufen zu dürfen.
Zum Schluss: 5 kurze Fragen zum Ergänzen.
Vor einem Fussballspiel… trinke ich vier Espressi.
Beim Song «Sweet Caroline» … ist «Chilbi» auf dem Sportplatz Tierpark.
In der Kabine… wird die Punktejagd geplant.
Goldau ist für mich… Leidenschaft.
Muotathal ist für mich… Heimat.
Der SC Goldau startet am 15. März 2025 auswärts in Locarno in die Rückrunde.
Shkembim Nuza spielte einst für den SC Goldau. Im Gespräch erzählt er über seine heutige Tätigkeit als Scout und Berater in einer Zürcher Fussballagentur.
Shkembim Nuza (links) betreut den FCL-Spieler Severin Ottiger (rechts). Bild: S. Nuza
Mit Shkembim Nuza sprach Simon Krienbühl
Shkembim, wann sehen wir deinen Namen in den News von Transfer-Experte Fabrizio Romano? Die Verhandlungen laufen noch (lacht). Vielleicht kommt es irgendwann dazu.
Wie darf man sich deinen Job vorstellen? Ich arbeite als Scout und Berater bei der Beratungsagentur Footuro, die ihren Sitz in Zürich hat. Als Scout bin ich oft auf Schweizer Fussballplätzen unterwegs, um die besten Talente des Landes zu finden. Weiter analysiere ich die Leistungen unserer Spieler, die wir seitens Footuro betreuen. Ich unterstütze sie auf ihrem Weg, dass sie im Profigeschäft Fuss fassen können. Diesen Job übe ich in einem Teilzeitpensum aus. Hauptberuflich bin ich Geschäftsführer bei der Schenker Storen AG in Baar.
Was bietet Footuro neben der Spielerberatung an? Wir sind auf die ganzheitliche Beratung von Schweizer und internationalen Profifussballern, Trainern und Talenten spezialisiert. Das umfasst Transfers, Marketing, Sponsoring, rechtliche Themen und strategische Planung. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, sowohl die Spieler als auch die Vereine individuell zu unterstützen.
Wie gelang dir der Sprung in dieses Fussballgeschäft? Der Einstieg gelang mir durch meinen Freund Gezim Ibrahimi, der ebenfalls bei Footuro tätig ist. Der Start war intensiv. Mit der Zeit stellte ich aber fest, dass ich ein gutes Auge für talentierte Spieler habe. Mittlerweile betreue ich persönlich über 10 Spieler von der U-Mannschaft bis zur Super League.
Shkembim Nuza (mittlere Reihe, 3.v.l.) spielte in der Saison 2012/13 für den SCG. Bild: SC Goldau
Kannst du uns ein paar Spieler nennen, die du betreust? Da wären zum Beispiel beim FC Luzern der 21-jährige Severin Ottiger und der 17-jährige Andrej Vasovic. Oder da wäre der 18-jährige Rhodri Smith von den Young Boys, der bereits in der Champions League spielte.
Im Profifussball reisen Scouts quer durch Europa. Wie sieht ein typischer Alltag bei dir aus? Ich konzentriere mich auf den Schweizer-Markt. Mein Fokus liegt hauptsächlich auf den U-Mannschaften sowie den U-Nationalmannschaften. Gelegentlich besuche ich auch Spieler der Super League, sofern unsere Spieler im Kader stehen.
Früher bist du selbst auf dem Fussballplatz gestanden, während vier Jahren in Goldau. Welche Erinnerungen blieben dir? Rückblickend war das eine tolle Zeit. Ich spielte von 2009 bis 2013 in der 1. Mannschaft, u.a. mit dem jetzigen Co-Trainer Ivo Bürgi und den Huser Brüdern. Besonders geschätzt habe ich das familiäre Umfeld im Verein, weshalb ich noch heute gerne die Spiele in Goldau schauen gehe, sofern es die Zeit zulässt.
Hätte der Fussballer Shkembim Nuza damals mit einem Berater mehr erreicht? Fussballerisch wohl kaum (lacht). Mein linker Fuss war zwar gut, aber für mehr als den Amateurfussball hätte es nicht gereicht. Spannend wäre es jedoch gewesen, mich schon früh mit Themen abseits des Spielfelds zu beschäftigen. Heute bin ich froh, genau das tun zu dürfen.