Allgemein

Eine fussballbegeisterte Familie

Bei der Familie Keiser aus Goldau dreht sich vieles um Fussball – ob auf oder neben dem Fussballplatz. Die fünfköpfige Familie ist ein gutes Beispiel, wie ehrenamtliche Vereinsarbeit gelebt wird. Die ganze Familie leistet beim SC Goldau einen aktiven Beitrag zum Wohle der SCG-Mitglieder.

Mit der Familie Keiser sprach Simon Krienbühl

Die Teilnahme bzw. Mitgliedschaft in Vereinen oder Gruppen in der Schweiz ist so angesagt, wie es der Fussball seinerseits ist. In der Schweiz gibt es über 100’000 Vereine und 4 Mio. Vereinsmitglieder. Gemäss “vitamin B”, einer Fachstelle für Vereine, führt in der Schweiz jede vierte Person über 15 Jahren mindestens eine unbezahlte Freiwilligenarbeit in Vereinen und anderen Organisation aus. Zusammen leisten sie mehr als 700 Mio. freiwillige Arbeitsstunden. Die Bedürfnisse dahinter sind vielseitig. Für viele ist es ein Zeichen einer aktiven Mitgestaltung und damit ein Ausdruck der sozialen Integration. Diese Beweggründe hegen auch die Keiser’s. Die Familie steht stellvertretend für viele Mitglieder und Familien, die innerhalb des Sport Club Goldau “mitchrampfen”.

Die Familie Keiser: Jonas, Mara, Daniela, Sämi und Til

Als der Ball ins Rollen kam
Die Familie Keiser – das sind Sämi (58) und Daniela (60) mit ihren drei Kindern Jonas (28), Mara (26) und Til (25). Sämi ist an der Bergstrasse in Goldau aufgewachsen, direkt neben dem alten Fussballplatz Bischofshusen. Was viele nicht wissen: Der SC Goldau kickte bis Ende der 70er Jahre auf dem Bischofshusen. Heute dient der Platz dem Tierpark Goldau als Parkplatz. 

Im Jahr 1984 zügelte Daniela der Liebe wegen von ihrem Kindesort Eschenbach nach Goldau. Ob Sämi der Volltreffer sei, wollen wir mit einem Augenzwinkern wissen. Daniela bestätigt dies und ergänzt: “Schon als Jugendliche nahm ich oft am Fussball-Grümpi in Eschenbach teil. Ich wusste schon damals, dass ich einmal einen Fussballer heiraten möchte.” Als dann die Kinder Jonas, Mara und Til dazu kamen, war Fussball von der Tagesordnung nicht mehr weg zu denken. Mit der runden Kugel ist die Familie gross geworden und noch stärker zusammengewachsen. “Die vielen Stunden auf dem Fussballplatz haben unsere Familie eng zusammengeschweisst. Dieser enge Bezug ist bis heute geblieben”, so Sämi. Als Familienausflug besucht die Familie regelmässig Fussballspiele in England.

Fussball als Lebensschule
Allgemein umfasst der Fussball mehr als Wettkampf und Bewegung. Mit all den Trainings und Spielen fordert die Sportart einiges an Freizeit von einem. Der Fussball gibt aber viel zurück, bestätigt Jonas: “Einerseits weckte es natürlich mein Interesse am Sport allgemein. Andererseits entwickelten sich zu Kindeszeiten Freundschaften, die bis heute bestehen. Ein schönes Gefühl!” 

Die “Keiser-Boys” gewinnen 2008 das SCG-Hallenfussballturnier in der Kategorie Mixed.

Für den SC Goldau stehen unter der Woche und am Wochenende zig Personen im Einsatz – ob als Spieler*in, Trainer*in, Clubwirt oder als Platzwart. Viele geben dafür einen grossen Teil ihrer Freizeit her. Bei den Keiser’s stand Sämi bis vor kurzem als Assistent der 1. Mannschaft an der Seitenlinie. Daniela war jahrelang für die Juniorenkommission (JUKO) mit ihren über 250 Junior*innen im Einsatz. Seit 2020 führt ihre Tochter Mara dieses Amt. Jonas und Til spielen in der 3. Mannschaft und sind als Juniorentrainer respektive als “Platzhirsch” (Die Platzhirsche unterstützen den Platzwart.) engagiert. Da kommen beinahe 40 Stunden zusammen, welche die Familie pro Woche während der Saison für den SCG investiert. Eine Selbstverständlichkeit? Nein. Aber trotzdem merkt man, mit wie viel Passion die Familie über ihren Herzensverein erzählt. Für Sämi ist klar: “In einem Verein geht es grundsätzlich nur miteinander. Mich freut es besonders, wenn jüngere Mitglieder eine Tätigkeit im Verein übernehmen und in ihre Rolle hineinwachsen. Wir sehen dies fast täglich bei unseren Kindern.”

Und die Familie ist sich einig – obschon der Verein breit aufgestellt ist, man muss auch immer an die nächste Generation denken. Und ihr, also den Jungen, auch das nötige Vertrauen schenken. Sich ehrenamtlich für den Verein einzusetzen, gibt einem ein gutes Gefühl, etwas fürs “Gmüet”. Von Eltern, Kindern oder Mitspielern Wertschätzung zu erhalten, ist einfach schön. Der Fussball, oder allgemein der Sport, ist eine Lebensschule. Das haben die Keiser’s immer wieder festgestellt: Rücksicht nehmen, als Team agieren, gewinnen oder mit Niederlagen umgehen, mit unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Nationalitäten zusammenarbeiten – all das stärkt die eigene Persönlichkeit, so die Familie. 

Für einen diversen Verein
Beim SC Goldau spielen bei den Aktiven und Junioren rund 400 Spieler*innen aus 20 Nationalitäten. Der SC Goldau ist somit eine grosse, multikulturelle Familie. Für das Wohl aller ist jede einzelne Person mitverantwortlich. Wie sagt man so schön, das Team ist nur so stark wie sein schwächstes Glied. Diversität, also Vielseitigkeit, hilft einem Verein stark. Lange war Fussball eine reine Männerdomäne – ob auf oder neben dem Platz. Auch beim SC Goldau. Heute spielen Frauen eine immer wichtigere Rolle beim SC Goldau – ob im Vorstand, in der Juniorenkommission, im Trainerstaff, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und seit 2016 auch in Form einer Damenmannschaft. Mara freut sich, dass auch Mädchen und Frauen sich noch aktiver einbringen: “Ein gesunder Mix macht es doch aus! Und bei uns Frauen gibt es einige, die gerne kicken. Unser Frauenteam ist eine Bereicherung für den SC Goldau.”

Immer am Ball: Sämi mit Mara, Jonas und Til im heimischen Garten.

Zum Ende des Gesprächs dann die Frage, wie sich die Familie in einer Fussballmannschaft aufstellen würde. Lange Diskussionen gab es nicht, die Positionen scheinen klar verteilt. Daniela ist die Trainerin oder der Captain der Familie, Sämi einmal mehr der Co-Trainer, Til pflegt als Platzhirsch den heimischen Rasen, Mara sorgt als Konditrainerin für die Fitness der Familie und Jonas ist auf dem Platz als Spieler zuhause. Das Gespräch mit den Keiser’s dauerte ungeplant 90 Minuten – also ein ganzes Fussballspiel lang. Da an diesem Abend die EM-Partie Kroatien gegen England auf dem Programm stand, endete das Gespräch auch pünktlich. 

Zur Familie

Die Familie Keiser – das sind Sämi und Daniela mit ihren drei Kindern Jonas, Mara und Til. Daniela und Sämi sind Ehrenmitglieder des Vereins und waren bis kurzem aktiv im Verein tätig. Mara ist in der Juniorenkommission für die Administration zuständig, Jonas und Til spielen aktiv Fussball und sind als Juniorentrainer respektive “Platzhirsch” engagiert.
Made by Silvio Ketterer

75-Jahre-SC Goldau

Der Sport Club Goldau wurde 1946 gegründet und entwickelte sich seither zum grössten Verein der Gemeinde Arth. Rund 350 Junioren und Aktive gehen heute ihrem liebsten Hobby – dem Fussball – nach. In einer losen Serie porträtieren wir im Jubiläumsjahr einige SCG-Grössen.

Möchtest Du stets am Ball bleiben? Melde dich für unseren Newsletter an unter www.scgoldau.ch/newsletter.

SC Goldau und Raiffeisenbank Rigi verlängern Partnerschaft

Die Raiffeisenbank Rigi verlängert ihr Engagement und bleibt Hauptsponsorin des SC Goldau.

Von Simon Krienbühl

Bereits seit der Saison 2013/2014 darf der Sport Club Goldau auf die Unterstützung der Raiffeisenbank Rigi zählen. Diese Partnerschaft wird nun bis im Sommer 2024 verlängert. Der Sport Club Goldau bedankt sich ganz herzlich für die Unterstützung und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. 

Bildlegende: Reto Bisang (Präsident SC Goldau), Roberto D’Amato (Sponsoring & Anlässe SC Goldau), Nadine Suter (Marketing Raiffeisenbank Rigi) und Rolf Wittwer (Leiter Privatkundenberatung und Mitglied der Bankleitung Raiffeisenbank Rigi)

Roberto D’Amato, Vorstand Sponsoring & Anlässe: “Die Raiffeisenbank Rigi und unsere weiteren Sponsoren leisten einen wichtigen Beitrag, damit unsere Aktiven und Junioren ihrem Lieblingshobby nachgehen können. Herzlichen Dank dafür!”

Reto Bisang, Präsident: “Gerade in der aktuellen Situation ist das ein Zeichen des Vertrauens und einer guten Zusammenarbeit.” 

Rolf Wittwer, Leiter Privatkundenberatung und Mitglied der Bankleitung: “Der SC Goldau ist wie Raiffeisen in der Region stark verankert und nah an der Bevölkerung. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Partnerschaft.”

Happy Birthday SC Goldau!

Heute Dienstag, 22. Juni 2021 wird der Sport Club Goldau 75 Jahre alt. Ein grosses Geburtstagsfest wird es aufgrund der aktuellen Umstände leider nicht geben. Das geplante Fest vom 3. Juli findet nicht statt.

Seit 75 Jahren gehen Menschen beim SC Goldau ihrem liebsten Hobby “Fussball” nach, feiern zusammen Erfolge und raffen sich bei Misserfolgen wieder auf. Mit über 250 Junioren, 18 Juniorenteams, 4 Aktiv- und 2 Seniorenmannschaften hat sich der SC Goldau in all den Jahren zum grössten Verein in der Gemeinde Arth und einem der grössten Vereine der Region entwickelt. Gegründet wurde der Verein am 22. Juni 1946. In einer früheren Jubiläumsschrift wurde die Gründung wie folgt beschrieben:

Es ist der 22. Juni 1946. Der Vorsitzende Ernst Willi begrüsst die junge Sportclub-Familie. Er spricht ausführlich über die Gründung des neuen Vereins. Als klare Abtrennung gegenüber dem ehemaligen Fussballclub, der sich 1936 auflöste. Der Platz im Bischofshausen ist auf zwei Jahre gepachtet von Anton von Rickenbach, Arth. Im weiteren hat man sich einstimmig auf den Namen Sport-Club Goldau geeinigt. Es ist unser Ziel, führt Ernst Willi aus, eine gesunde und kameradschaftliche Basis zu schaffen, für einen langjährigen Club mit Freude am Fussball. 

Jubiläum ohne Festlichkeiten
Die zur Gründungszeit erwähnte kameradschaftliche Basis ist bis heute geblieben. Zu gerne hätte man den runden Geburtstag mit Mitgliedern, Spielern, Gönnern, Sponsoren und der ganzen Bevölkerung feiern wollen. Nun fallen die Festlichkeiten, die auf den 3. Juli 2021 vorgesehen waren, gänzlich ins Wasser. Letztlich sind die Unsicherheiten und Einschränkungen von Covid-19 nach wie vor zu gross. Der Vorstand erklärt, dass der Bundesrat wohl auf Ende Juni zwar weitere Lockerungen aussprechen wird, ein Fest dieser Grösse würde aber nach wie vor wohl einige Einschränkungen mit sich bringen. Dies verunmöglicht leider eine geordnete Planung und Durchführung. Entspannt sich die Lage in diesem Jahr weiter, ist ein klubinternes Fest nach Beginn der neuen Saison möglich.

Digitale Geburtstagswünsche
Spieler und Vereinsmitglieder liessen es sich trotzdem nicht nehmen, dem SC Goldau ihre Geburtstagswünsche zu übermitteln – und zwar digital. Das Video dazu gibt es ganz oben auf dieser Seite. Der Sport Club Goldau bedankt sich für die Realisierung des Videos ganz herzlich bei Silvio Ketterer – Visuelle Gestaltung und Brian Gottschalk – drehbetrieb.


Re-Start fürs «Eis»

Für unser Fanionteam stehen in dieser Woche zwei Testspiele an. Anschliessend geht es in den drei verbleibenden Ernstkämpfen um den Ligaerhalt. Besonders freut uns, dass an den Spielen wieder Zuschauer*innen zugelassen sind. Trainer Sandro Marini äussert sich im Gespräch mit Simon Krienbühl zum Restart.

Sandro, der Spielbetrieb geht endlich wieder los. Ein intensiver Juni steht bevor, oder?
Wir freuen uns alle, dass wir wieder spielen dürfen. Es stehen drei spannende Spiele vor uns. Vorgängig testen wir zuhause gegen Emmen und Brunnen. Intensiv würde ich nicht sagen, es kehrt wieder Normalität ein.

Sandro Marini, Trainer 1. Mannschaft

Kannst du auf alle Kräfte zurückgreifen?
Nicolas Walker ist am Knie verletzt und wird nicht mehr spielen können. Raphael Paglia wird Reisen und steht uns auch nicht mehr zur Verfügung.

Wie hat das Team die letzten Wochen verbracht?
Wir haben zu Beginn zweimal wöchentlich trainiert. Als sich die Fortsetzung der Saison abzeichnete, haben wir die Einheiten pro Woche erhöht und zusätzlich auch im konditionellen Teil gearbeitet. Die Spieler unter 18 Jahren haben mit anderen jungen Spielern unter der Leitung von Beat Appert und Ivo Bürgi (Trainerduo 2. Mannschaft) normal trainiert, da unter 18 Jahren zuletzt ohne Masken und mit Körperkontakt trainiert werden konnte.

In den drei verbleibenden Partien wird gegen Buochs, Schötz und Luzern gespielt. Was braucht es, dass der Ligaerhalt noch Realität wird?
Für solche Spiele spielen wir Fussball. Bei jedem Spiel geht es um alles. Wir möchten bis zum letzten Spieltag die Chance aufrecht erhalten, um den Ligaerhalt zu schaffen. Wir nehmen Spiel für Spiel. Die erste Partie gegen Buochs ist sicher wegweisend. Wir freuen uns auf diese Aufgabe.

Spielplan bis Saisonende:

  • Dienstag, 1. Juni, 20 Uhr: Goldau – Emmen (Testspiel)
  • Freitag, 4. Juni, 19:30 Uhr: Goldau – Brunnen (Testspiel)
  • Samstag, 12. Juni, 17 Uhr: Buochs – Goldau (Meisterschaft)
  • Samstag, 19. Juni, 18 Uhr: Goldau – Schötz (Meisterschaft)
  • Samstag, 26. Juni, 16 Uhr: Luzern II – Goldau (Meisterschaft)

Zur Rangliste

Lockerungen geplant

Heute Mittwoch hat der Bundesrat bekannt gegeben, dass auf Ende Mai weitere Lockerungen geplant seien. Immer unter Vorbehalt sind ab 31. Mai Fussballspiele mit bis zu 300 Personen wieder erlaubt. Neu dürften auch maximal 30 statt 15 Amateure wieder gemeinsam Sport treiben, weshalb auch Wettkämpfe wieder möglich sein sollten. Definitiv entscheiden will die Landesregierung am 26. Mai.

Von Simon Krienbühl

Im Communiqué des SFV vom 23. April sind zwei Szenarien vorgesehen:

  • Szenario 1: Falls die bundesrätlichen Corona-Massnahmen bis am 31. Mai 2021 dahingehend gelockert werden, dass auch in allen Kategorien/Ligen normal (d.h. mit Körperkontakt und ohne Maske) trainiert und gespielt werden kann, wird die Saison auch in diesen Kategorien/Ligen nach einer kurzen Vorbereitungszeit wieder aufgenommen.
  • Szenario 2: Erfolgt bis am 31. Mai 2021 keine derartige Lockerung, wird die Saison in den erwähnten Kategorien/Ligen abgebrochen.

Gespannt blickt man natürlich auf unsere 1. Mannschaft, die in der 1. Liga auf dem letzten Tabellenplatz rangiert. Bei Szenario 1 würde die Meisterschaft voraussichtlich am 12./13. Juni 2021 wieder starten. Anschliessend hätte die 1. Mannschaft ein Heimspiel und zwei Auswärtsspiele anstehen. Mit diesen drei Spielen hätte die Liga dann die notwendigen Anzahl Spiele erreicht, um die Meisterschaft zu werten. Heisst, in diesen drei Spielen geht es für den SC Goldau um den Ligaerhalt. Bei Szenario 2, dem Abbruch der Meisterschaft, würde der SC Goldau in der 1. Liga verbleiben. 

Für Sportchef Bruno Spiess keine einfache Angelegenheit, die nächste Saison zu planen: “Eine sorgfältige Planung, wie sie eigentlich gang und gäbe wäre, ist schlicht nicht möglich. Momentan sind Zuzüge für die 1. Liga unrealistisch und kaum machbar.”

Vorgehen beim IFV: Auch der IFV hat in einer Mitteilung inzwischen genau festgelegt, wie die aktuelle Saison gewertet wird, sollten die Spiele aus der Vorrunde noch gespielt werden. Aufstiegschancen hätten beim SC Goldau so noch die Senioren 30+ und 40+.


Talk mit Juko-Präsident Olivier Flückiger

National dürfen momentan einzig die Junior*innen ihrem Hobby ohne Einschränkungen nachgehen. Trotzdem gibt es weiterhin einige Herausforderungen. Zusammen mit Olivier Flückiger, Präsident der Juniorenkommission (Juko) des SCG, werfen wir einen Blick auf die Zukunft unseres Vereins – auf unseren Nachwuchs.

Mit Olivier Flückiger sprach Simon Krienbühl

Oli, du führst die Juniorenkommission (Juko) des SC Goldau bereits seit 8 Jahren als Präsident. Waren die Herausforderungen je grösser?
Seit ich das Amt von Claudio Crivelli übernommen habe, gab es immer wieder kleinere und grössere Herausforderungen. Die jetzige Situation mit der Pandemie ist für alle neu. Der gesamte Verein ist gefordert. Stetig und rasch müssen die Massnahmen und Schutzkonzepte den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Mit grossem Einsatz halten wir den Trainings- und Spielbetrieb aufrecht, soweit es der gesetzliche Rahmen ermöglicht. 

Ende April meinte SFV-Präsident Dominique Blanc im Blick, dass man landesweit im Bereich der D- bis G-Junioren bereits einen beträchtlichen Rückgang an Neumeldungen feststellt. Trifft dies auch auf unsere Juniorenabteilung zu?
Über fehlenden Nachwuchs können wir uns bislang nicht beklagen, zum Glück! Bei den „Kickis“ – unserer Fussballschule – konnten wir dieses Jahr rund 30 Neuanmeldungen verzeichnen, was in etwa dem Durchschnitt der letzten Jahren entspricht. 

Olivier Flückiger, Präsident JUKO

Weiter hält Blanc fest, dass Teile der A- und B-Junioren den Schritt zu den Aktiven nicht vollziehen können. Wie sieht es da aus?
Der SC Goldau verfolgt eine klare Strategie und setzt konsequent auf die eigenen Junioren. Die talentierten Spieler wollen wir früh an den Aktivfussball heranführen. Dies gelingt sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft. Spätestens am Ende der Juniorenzeit sollen alle, die weiterhin Fussballspielen möchten, einen Platz in einer Aktivmannschaft erhalten. 

Seit März dürfen die Junior*innen zwar wieder ohne Einschränkungen Fussball spielen, ihre Eltern hingegen dürfen ihren Kindern aber nicht zuschauen. Wie gehen die Eltern mit der Situation Corona und Sport um?
Grundsätzlich können wir auf ein grosses Verständnis seitens der Eltern zählen, was ich sehr schätze. Die Pandemie ist allgegenwärtig. Überall trifft man auf Vorschriften und Einschränkungen. Als Verein sind wir dafür verantwortlich, dass die vorgegebenen Massnahmen eingehalten werden. 

Da sind natürlich auch die Juniorentrainer in der Pflicht. Generell, wie werden die Trainer beim SC Goldau gefördert?
Wir motivieren die Trainer*innen zum Besuch der Jugend+Sport Ausbildungen. Ausserdem wollen wir künftig interne Workshops anbieten, um sich auch intern weiterbilden zu können. Unsere technischen Leiter unterstützen und beraten die Trainer*innen über die ganze Saison hin. Zudem sind intern gemeinsame Schwerpunkte festgelegt, welche den groben Ausbildungsrahmen vorgeben. 

Wenn die Anzahl Junioren steigt, dann auch automatisch der Bedarf an Trainer*innen. Findet man stets ausreichend und gutes Personal?
Für den Trainings- und Spielbetrieb der Juniorenkommission benötigen wir rund 40 Trainer*innen. Tatsächlich gestaltet sich die Suche schwierig. Bislang ist es mit Mühe und Not gelungen, genügend Trainer*innen zu finden. Mit besseren Rahmenbedingungen soll der Fluktuation vorgebeugt und mehr Nachhaltigkeit erreicht werden. 

Was bereitet dir bei den Junioren*innen am meisten Freude?
Die Begeisterung für den Fussball in den Augen der Kinder zu sehen. Es freut mich, dass sie trotz der aktuellen Einschränkungen weiterhin trainieren und Wettkämpfe bestreiten dürfen.  

Zur Person

Olivier “Oli” Flückiger ist 38 Jahre alt, in Arth aufgewachsen und wohnt heute mit seiner Frau in Seewen. Oli durchlief beim SCG alle Juniorenstufen. Anschliessend spielte er rund 10 Jahre in der 1. Mannschaft und erbte damals die Captainbinde von Ötti Schuler. Beruflich ist er als Sozialversicherungsfachmann tätig, privat zählen Fussball, Wandern, Skifahren, Jassen, Reisen, Kochen (und Essen!) zu seinen Hobbys. 

Was hat sich seit deinem Amtsantritt im Jahr 2013 am meisten verändert?
Der SC Goldau wächst weiterhin. Auch wenn wir uns im Breitensport bewegen, werden die Strukturen immer professioneller. Die Infrastruktur musste den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Der Verein ist heute personell breiter aufgestellt. 

Was schätzt du an deiner Funktion als Präsident der Juko?
Primär schätze ich die kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Vereins. Es ist mir wichtig, dass ich mit meiner Stimme im Vorstand die Interessen der Juniorenkommission vertreten kann. 

Welche Projekte möchtest du mit der JUKO noch gerne umsetzen?
Generell wollen wir die Talentförderung innerhalb des Vereins, ergänzend zu den Angeboten in der Region (Löwenschule und Footeco), ausbauen. Der SC Goldau muss für Kinder weiterhin eine attraktive Adresse in der Region bleiben. Zudem bietet das neue Sportzentrum in Oberarth allenfalls die Möglichkeit, den Mädchen- und Frauenfussball beim SC Goldau voranzutreiben. 

Du spielst noch immer aktiv Fussball, bei den Senioren 30+. Wird überhaupt trainiert bzw. wie hältst du dich fit?
Die Senioren 30+ trainieren aktuell nicht. Ohne „Mätchli“ macht das Training nur halb so viel Spass. Leider hält sich mein Bewegungsdrang in Grenzen, weshalb auch ich auf Lockerungen im Trainingsbetrieb per Ende Mai hoffe.

Vielen Dank Oli für das Gespräch.

Ein echter Chrampfer

Der SC Goldau hat Pierino Crivelli oder Piri, wie die Leute ihn nennen, viel zu verdanken. Ob als aktiver Fussballer, Trainer oder als Wirt – Piri half da mit, wo man ihn brauchte. Mit seinen 72 Jahren kann der Goldauer viel über die 75-jährige Geschichte des SCG erzählen.

Mit Piri Crivelli sprach Simon Krienbühl

Piri, ich habe einige Personen innerhalb unseres Vereins gefragt, was ihnen bei deinem Namen als erstes in den Sinn kommt. Dabei fiel der Begriff “Chrampfer” mehrmals. Einverstanden?

Wenn die Leuten das sagen, muss es wohl stimmen. Aber ich bin tatsächlich gerne eine Person, die anpackt. Mit meinen 72 Jahren gelang mir dies zwar auch schon einfacher, aber still sitzen liegt nicht in meiner Natur. 

Piri Crivelli – wie er leibt und lebt

Dabei trägst du ja ganz offiziell den Titel “Chrampfer des Vereins”!

Ach ja, da war diese eine Nomination. Der Innerschweizer Fussballverband suchte damals im Verbandsgebiet langjährige Funktionäre. Zusammen mit drei Funktionärskollegen von anderen Clubs aus der Region durfte ich im Jahr 2012 einen VIP-Abend beim WM-Qualifikationsspiel Schweiz-Albanien in der ausverkauften Swissporarena in Luzern verbringen, welches die Schweiz mit 2:0 gewann. Nur schon die Nomination ehrte mich. Der Titel hätte man aber auch anderen Mitgliedern des SC Goldau verleihen können.

Und trotzdem hast du in die Geschichte des SCG mitgeprägt. Wie bist du überhaupt zum Fussball gekommen?

In der Primarschule nahm ich mehrmals am Schülerturnier teil. Damals war das Turnier relativ jung, das Erste fand 1957 statt. Mich und meine Kollegen packte das Fussballspielen sogleich. Den Junioren beitreten konnte ich aber nicht sofort.

Wieso nicht?

In meiner Kindheit waren die C-Junioren die jüngste Stufe. Heute kann man ja bereits als 7-jähriger Knirps die ersten Fussballschritte unternehmen. Damals konnte ich erst als ca. 14-jähriger ein Fussballtraining besuchen. Anschliessend durchlief ich alle Juniorenstufen. Mit 16 Jahren hatte ich aber einen Beinbruch und musste länger pausieren.

Hand aufs Herz, wie gut waren deine fussballerischen Fähigkeiten?

Da musst du meine ehemaligen Trainer und Kameraden fragen. In die 1. Mannschaft reichte es aber nicht. Dafür spielte ich einige Jahren in der 2. Mannschaft und war eine Zeit lang auch Captain des Teams. 

Die 2. Mannschaft steigt 1975 erstmals in die 3. Liga auf. Piri Crivelli findet man stehend, Zweiter v.r.

Welche Erinnerung hast du an deinen grössten sportlichen Erfolg?

Das ist wohl der Meister- und Cupsieg mit den Veteranen in der Saison 1991/1992. Wir waren eine schlagkräftige Truppe mit bekannten SCG-Grössen wie Werni Bürgi, Urs Zürcher oder Nicola Frijia. 

Meister- und Cupsieger, die Veteranen in der Saison 1991/92

Mir scheint, dass du besonders auf dem Platz ein “Chrampfer” gewesen bist. 

Meine damalige Position – Libero – gibt es heute im modernen Fussball praktisch nicht mehr. Libero bedeutet freier Mann. Lange Zeit bezeichnete man im Fussball so den Ausputzer, der ohne direkten Gegenspieler hinter der eigenen Abwehr agierte. Gelang es dem gegnerischen Stürmer, seinen Manndecker auszuspielen, kam der Libero dazu und klärte in höchster Not. Der Libero war also schon ein Chrampfer. Aber auch abseits des Platzes packte ich an. Als gelernter Schlosser konnte ich an einigen Baustellen mitarbeiten. 

Zur Person

Pierino “Piri” Crivelli ist 72 Jahre alt und ist in Goldau aufgewachsen. Er spielte lange aktiv Fussball, ist Ehrenmitglied des Vereins und leistete so einiges an freiwilliger Vereinsarbeit. Im Jahr 2012 wurde Piri vom Innerschweizer Fussballverband als Chrampfer des Vereins ausgezeichnet. Piri lebt heute mit seiner Frau Agnes in Goldau. 

Zum einen an der grossen “Züglete” im Jahr 1980. 

Genau. Der SC Goldau spielt seit gut 40 Jahren am heutigen Standort, auf dem Sportplatz Tierpark. Vorher war der Fussballplatz auf dem heutigen Tierpark-Parkplatz Bischofshusen, was bestimmt nicht alle wissen. Bei der Züglete half ich insbesondere beim Installieren der Zäune und Ballhalter. Allgemein waren die Senioren emsige Arbeiter beim Umzug. 

An deiner Seite begleitet dich seit langem deine Frau Agnes. Wie unterstützte sie dich zur damaligen Zeit?

Ohne meine Frau hätte ich bestimmt nicht die eine oder andere Aufgabe im Verein übernommen. Ich erhielt von Agnes stets viel Rückhalt. Am meisten wohl, als wir das Clubhaus als Wirtepaar führten.10 Jahre lang. Eine lange, aber schöne Zeit. 

Das Kiosk-Team v.l.: Agnes Crivelli, Piri Crivelli, Kassierin Erna Arnold, Platzwart Franz Horat und Berta Horat

Schlosser und Wirt – passte dies überhaupt?

Es musste (lacht). Wie in jedem Verein wird viel Freiwilligenarbeit geleistet. Da hilft man, wo Not am Mann / an der Frau ist. Damals kam der damalige Präsident Franz Marty auf uns zu, da sie einen Nachfolger für das Clubhaus suchten. Wir willigten ein. Verglichen mit heute waren die Voraussetzungen aber ganz andere. Das grosse Highlight zu unserer Zeit war die Hot-Dog-Maschine. 

Der Name Crivelli ist in unserem Verein auch durch deinen Sohn Claudio bekannt. 

Richtig. Claudio spielte in den Junioren, meist als Torwart. Später war er als Juniorentrainer tätig und amtete auch als Präsident der Juniorenkommission. 

In diesem Jahr wird der SC Goldau 75 alt. Was bedeutet der Verein eigentlich für dich?

Nun, der Verein begleitete praktisch mein ganzes Leben. Der Sport ist das eine, das andere ist aber die Geselligkeit im Verein. Was gibt es Schöneres, wenn man als kleiner Junge zusammen mit seinen Kameraden Fussball spielt und sich über die Jahre auf und neben dem Platz immer wieder trifft. 

Piri, wann sehen wir dich ein nächstes Mal auf dem Sportplatz Tierpark?

Ich hoffe sehr bald. Aktuelle ruht der Ball aufgrund Corona ja fast gänzlich. Ich vermisse die Spiele, den Sport, aber auch die Geselligkeit. Wie erwähnt, der Sportplatz ist für mich ein wichtiger Treffpunkt. Aber Fussball ist ja nicht alles. Ich hoffe einfach, dass nicht nur der Sport sondern auch bald wieder das soziale Leben in allen Bereichen zurückkehrt. 

Letzte Frage, was wünschst du dem SC Goldau für die Zukunft?

Allen Teams wünsche ich Spass und sportlichen Erfolg. Für den Verein hoffe ich sehr, dass sich auch in Zukunft Freiwillige finden, die sich mit Herzblut für die Zukunft des Vereins einsetzen. 

Herzlichen Dank für das Interview, Piri.

Made by Silvio Ketterer

75-Jahre-SC Goldau

Der Sport Club Goldau wurde 1946 gegründet und entwickelte sich seither zum grössten Verein der Gemeinde Arth. Rund 350 Junioren und Aktive gehen heute ihrem liebsten Hobby – dem Fussball – nach. In einer losen Serie porträtieren wir im Jubiläumsjahr einige SCG-Grössen.

Möchtest Du stets am Ball bleiben? Melde dich für unseren Newsletter an unter www.scgoldau.ch/newsletter.

Fussball-Schülerturnier 2021 abgesagt

Liebe Fussballfreunde

Das OK hat sich bewusst noch etwas Zeit genommen, um die Entwicklungen der verschiedenen Corona-Massnahmen abzuwarten. Die kleine Hoffnung, das Schülerturnier 2021 durchführen zu können, muss nun leider begraben werden. Aufgrund der neuesten Entscheide und weil die Aussichten auf weitere Lockerungen sehr vage bleiben, blieb uns leider keine andere Wahl, als das Schülerturnier abzusagen.

Das OK fällt diesen Entscheid schweren Herzens, auch weil bereits das Turnier im Vorjahr nicht stattfinden konnte. Wir alle hoffen, dass wir im nächsten Jahr das traditionelle Turnier mit den strahlenden Kinderaugen sowie all seinen treuen Helferinnen, Helfern und Sponsoren wieder durchführen dürfen.

Sportliche Grüsse
Mauro Kuny, OKP

Raiffeisen Football Camp 2021

MS Sports führt im Mai bei unseren Nachbarn in Küssnacht am Rigi und Schwyz je ein Raiffeisen Football Camp durch. Der Sport Club Goldau findet dies für die Kids eine tolle Sache und rührt dafür gerne die Werbetrommel.

MS Sports führt in diesem Frühling wieder die beliebten Raiffeisen Football Camps in Küssnacht a.R. auf der Sportanlage Luterbach (Mo. 3. Mai bis Freitag 7. Mai 2021) und in Schwyz auf der Sportanlage Wintersried (Mo. 10. Mai bis Freitag 14. Mai 2021) durch. Den Kids wird jede Menge Spass auf und neben dem Platz angeboten. 

Folgende Leistungen sind im Campbeitrag von Fr. 265.- enthalten: 

  • Betreuung während fünf Tagen von 10:00 bis 16:00 Uhr
  • Täglich zwei Fussballtrainings in Gruppen (ca. zwölf Spieler) 
  • Raiffeisen Super Games, VW Speed Challenge, Kuoni-Penaltykönig und die BRACK.CH Mini-WM! 
  • Torwarttrainings für Torhüter (mind. 1x in der Woche)
  • Fünfmal feines und sportlergerechtes Mittagessen   
  • Alle Getränke (ALDI-Schorle) und Zvieri (Darvida, Knoppers, Äpfel, Maya Popcorn uvm.) inbegriffen 
  • Betreuung über den Mittag und Erholungsprogramme (Lotto, Panini, Wettbewerbe, Spiel- und Zeichnungsbox usw.) 
  • Komplette Erima-Fussballkleidung (Shirt, Hose, Stulpen) 
  • Neuer Erima-Lederball, Getränkebidon, Geschenke und vieles mehr!

Weiter Infos zu den Raiffeisen Football Camps inklusive Video finden Sie unter www.mssports.ch/fussballcamps/infos und mit folgendem Link gelangen Sie direkt zur Anmeldung www.mssports.ch/fussballcamps/daten/.

Mit der Annullationskostenversicherung für 23.- CHF können Sie sich ohne Risiko für das Camp anmelden. Im Fall eines Verbots zur Durchführung des Camps durch den Bund, wird der Campbeitrag von 265.- CHF mit Abschluss der Annullationskostenversicherung rückerstattet. Unsere AGBs finden Sie unter www.mssports.ch/ms-sports/agb/

Wir freuen uns auf eine erlebnisreiche Fussballwoche!
MS Sports

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1000er Club