Allgemein

Sulejmani und Appert über die Hinrunde

Die Trainer der 1. und 2. Mannschaft, Skumbim Sulejmani und Beat Appert, blicken auf eine erfolgreiche Hinrunde zurück.

Von Simon Krienbühl und Damian Bürgi

Welche Note von 1 – 10 gibt ihr euren Teams für die Vorrunde?
Suli: Eine 8. Letztlich lügt die Tabelle nicht und wir sind auf dem zweiten Tabellenrang. Wir konnten den Abstand auf den Erstplatzierten gering halten und werden versuchen, den maximal möglich Druck auszuüben.

Beat: Eine 7. Wir hätten im einen oder anderen Spiel noch mehr Punkte holen können, vor allem gegen Buochs und Erstfeld, anderseits haben wir auch durch den Forfait-Sieg gegen Muotathal drei Punkte geschenkt bekommen. Für die Note 10 hätte alles optimal laufen müssen, aber grundsätzlich bin ich mit unseren Leistungen in der Vorrunde zufrieden.

Was war das Highlight der Vorrunde?
Suli: Ich merke, dass eine Mannschaft herangewachsen ist und wir deutliche Fortschritte erzielt haben. Der Einsatz vieler junger Spieler hat ebenfalls gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Beat: Das Spiel gegen Steinhausen in welchem wir einen 1:3 Rückstand aufholen und 4:3 gewinnen konnten. Allgemein bin ich glücklich, dass wir einen tollen Teamgeist haben. Die vielen Siege in der 4. Liga haben es einfacher gemacht, eine positive Stimmung hinzubekommen. Diese konnten wir nun auch nach dem einen oder anderen negativen Resultat hoch halten, was mich sehr zuversichtlich stimmt.

Beat Appert und Skumbim Sulejmani

Seit ihr zufrieden mit dem Kader? Sind Änderungen geplant?
Suli: Mit der Zusammenstellung des Kaders bin ich zufrieden. Wir haben einen guten Mix von Erfahrung und Jugend im Kader. Punktuell kann es sein, dass wir Veränderungen vornehmen werden. Wie diese jedoch aussehen, das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Beat: Das gesamte Trainerteam ist mit dem aktuellen Kader zufrieden und wir haben keine Änderungen geplant. Es kommt natürlich immer darauf an, wie die Kaderplanung in der ersten Mannschaft aussieht. Sollte es dort zu Veränderungen kommt, werden wir uns wie bereits in vergangen Spielzeiten dementsprechend anpassen.

Was wird zentral sein, um das Saisonziel Ligaerhalt in der 3. Liga zu erreichen?
Beat: Weiterhin als Mannschaft auftreten wie in den letzten 3.5 Jahren. Wir müssen weiterhin fleissig und gut trainieren wie bis anhin, dann bin ich auch überzeugt, dass wir die Klasse halten können. Wir dürfen auch kein bisschen nachlassen, es braucht wiederum viel Einsatz von allen Beteiligten. Vor allem in den ersten vier Spielen der Rückrunde können wir entscheidende Schritte in die richtige Richtung machen, um unser Ziel zu erreichen.

Was wird zentral sein, um den Aufstieg zu erreichen?
Suli: Es ist wie bei einer Prüfung, die ansteht. Wenn die Vorbereitung nicht gut oder optimal ist, so wird es schwierig, die Prüfung dementsprechend erfolgreich zu gestalten. Dasselbe natürlich im Fussball. Dadurch das wir zweimal während der Saison trainieren, benötigt es umso mehr Engagement in der Vorbereitung, fit zu sein, damit man auf sein Leistungslevel kommt. Was in der Vorbereitung nicht erarbeitet werden kann, wird während der Meisterschaft mit nur 2 Trainings nicht möglich sein. Deshalb braucht es von allen Spielern ein totales Engagement in der Vorbereitung. Das ist meine Erwartungshaltung. Zudem wird auch wichtig sein, dass wir die Konstanz in jedem Training und Spiel halten müssen, da reicht es nicht aus, wenn man sich nach 3 gewonnen Spielen zurücknimmt und doch weniger macht, auch wenn es nur wenige Prozente sind. Diese Prozente sind jeweils ausschlaggebend.

Beat, dein Engagement bei Goldau dauert nun schon über 3 Jahre. Was hat dir in dieser Zeit beim Verein besonders gefallen?
Beat: Dass wir ein tolles Team haben, welches willig ist und Freude am Fussball hat. Die Spieler kommen gerne ins Training und haben in dieser Zeit stetig Fortschritte gemacht. Trotz ständiger Veränderungen hatten wir auch durchgehend einen tollen Teamgeist und ich hoffe, dass wir dies auch weiterhin so beibehalten können.

Suli, dein Engagement in Goldau dauert bald 1 Jahr. Was hat dir in dieser Zeit besonders gefallen? Wo kann sich das Umfeld noch verbessern?
Suli: Ich fühle mich in Goldau sehr wohl. Viele tolle Menschen habe ich kennengelernt und man merkt, dass der Fussball hier gelebt wird. Zudem schätze ich es, dass man an Zielen arbeitet und diese auch bespricht, sei es im sportlichen Bereich oder in der Infrastruktur etc. Wichtig ist, dass wir als Verein nicht stehenbleiben und uns mit dem zufriedengeben, was wir haben. Daran arbeiten und gemeinsam etwas auf die Beine stellen, das ist das Ziel.

Letzte Frage: Wer wird Weltmeister?
Suli: Ich hoffe natürlich auf die Schweiz! Die Schweiz hat ein tolles Team und ist wohl die beste Nati, die wir bisher hatten.

Beat: Argentinien.

Im Gespräch mit Topskorer Zeno Huser

Am letzten Spieltag erzielte Zeno Huser sein 200. Pflichtspieltor für die Goldauer. Der Steiner erzählt im Gespräch, wie er diesen Meilenstein erlebt hat.

Zeno Huser konnte vor dem Tor nur selten gestoppt werden. Bild: Andy Scherrer

Mit Zeno Huser sprach Simon Krienbühl

Zeno, am letzten Samstag hast du die Marke von 200 Toren geknackt. Wie ist deine Gefühlslage?
Es war ein toller Augenblick. Einerseits weil wir das Spiel gewinnen konnten, andererseits weil ich diese Marke erreichen konnte. Besonders war, dass ich am Samstag gleich doppelt feiern konnte. Meine Frau und ich hatten unseren Hochzeitstag. Von ihr erhalte ich stets volle Unterstützung. Da bin ich sehr dankbar, nimmt der Fussball doch einige Zeit in Anspruch.

War dir der Erfolg während des Spiels gegen Littau sofort bewusst?
Ich hatte die Marke tatsächlich im Auge. Mein Plan war eigentlich, den Treffer Nummer 200 zu Hause zu erzielen (schmunzelt). Bis zur 100er-Marke hatte ich die Tore stets mitgezählt. Anschliessend habe ich die Zahl aber irgendwie aus den Augen verloren. Am letzten Saisonabschluss im Sommer haben wir im Team fleissig gerechnet und gemerkt, dass die 200er-Marke kurz bevor steht. Dies sorgte natürlich für zusätzliche Motivation.

Welche Reaktionen hast du in diesen Tagen erhalten?
Einige Gratulationen haben mich erreicht, was mich sehr gefreut hat.

Seit dem Jahr 2008 spielst du im Eis und hast rund 340 Pflichtspiele bestritten. Für deine ersten 100 Treffer hast du sieben Jahre benötigt. Nun, exakt sieben Jahre später hast du die 200er-Marke geknackt. Welche Marke war einfacher zu erreichen?
Die 100er-Marke war klar einfacher. Witzig ist, dass ich jeweils 7 Jahre brauchte. Vom Gefühl her musste ich für die letzten 100 Tore deutlich mehr Zeit aufwenden.

Wenn es im gleichen Tempo weitergeht, wirst du mit 39 Jahren die 300er-Marke knacken, oder?
Für die 300 würde ich definitiv mehr als sieben Jahre brauchen (lacht). Dann kicken schon längst die Jungen im Goldauer-Sturm.

Apropos nächste Generation – was braucht ein guter Stürmer?
Man braucht den sogenannten Torriecher. Das Gespür, wo der Ball als nächstes hinkommt. So kann man relativ gut antizipieren, wo man als Stürmer stehen soll. All das hilft aber nur, wenn man ein gutes Team um sich hat. Und nicht zu vergessen ist die Prise Glück.

Hast du einen nächsten Meilenstein im Visier?
Nicht wirklich. Ich befinde mich im Herbst meiner Aktiv-Karriere. Wichtig ist mir mehr, dass ich verletzungsfrei bleibe und so eines Tages meine Fussballschuhe an die Wand hängen kann.

FCZ-Coach trainierte einst den SC Goldau

Genesio Colatrella ist Interimstrainer beim FC Zürich. Von 2007 bis 2010 hinterliess er in Goldau seine Spuren.

© Bild: fcz.ch

Von Robert Betschart, Bote der Urschweiz

Der Interimscoach des FC Zürich Genesio Colatrella hat eine Schwyzer Vergangenheit. Der Luzerner war von 2007 bis 2010 drei Jahre Spielertrainer beim SC Goldau. Nun trainiert der 50-Jährige das Fanionteam des Meisters – zumindest bis die Nachfolge geregelt ist.

Der ehemalige Fussballprofi stand als Spieler unter anderem beim SC Kriens sowie dem FC Thun unter Vertrag. Den Weg nach Goldau fand er 2007 im Alter von 35 Jahren von den Kickers Luzern herkommend – wo er bereits als Spielertrainer tätig war. Der FCZ-Coach erinnert sich noch gut an die Jahre in Goldau zurück: «Meine Zeit beim SC Goldau habe ich in sehr guter Erinnerung. Wir hatten eine gute Mischung aus jungen und älteren Fussballern, welche neben dem Fussballspielen natürlich noch einer Arbeit oder Ausbildung nachgingen. Das ist auch der Unterschied zu heute, wo die Spieler der ersten Mannschaft beim FCZ allesamt Profis sind und nicht direkt von der Arbeit kommen. Die Zeit beim SC Goldau hat mir Spass gemacht, wir konnten etwas aufbauen und erfolgreich Fussball spielen.»

Den Wechsel in den Talkessel haben Ralf Ehrbar (damaliger und auch jetziger Präsident) und Renato Meli (damaliger Sportchef) eingefädelt. «Wir haben Kontakt mit ihm aufgenommen, und ich weiss noch, dass wir uns sehr rasch einigen konnten», erinnert sich Ehrbar. Die Bilanz des SC Goldau unter Colatrella lässt sich sehen: In den drei Jahren klassierte man sich in der 2. Liga interregional auf den Rängen 2, 9 und 4. «Er arbeitete als Trainer sehr professionell, und wir schätzen ihn als Mensch», sagt Ehrbar. «Er ordnete dem Fussball alles unter.» Beispielsweise hätte der Luzerner am liebsten gar bis zu fünfmal die Woche trainiert. Dies war mit einem Amateurteam aus der 2. Liga interregional jedoch nicht denkbar. Auch dauerten die Trainings oft lange und waren intensiv.

Einer der Colatrella als Trainer erlebt hatte, ist der heute immer noch aktive SCG-Stürmer Zeno Huser. Der Goldauer stiess 2008 als 18-Jähriger ins Team der ersten Mannschaft. Für ihn war noch vieles neu. Doch auch er merkte bald, dass Colatrella nicht viel dem Zufall überliess und erlebte ihn als sehr engagierten Trainer: «Vor jedem Spiel malte er auf der Flipchart etwa drei, vier Seiten voll. Er bereitete sich auf jeden Gegner ganz genau vor.» Huser erhielt schon früh das Vertrauen vom jetzigen FCZ-Coach und sammelte so wertvolle Spielpraxis. Auch deshalb konnte sich der physisch starke Stürmer zum Goldauer Topscorer entwickeln. Der 32-Jährige sagt zudem über seinen damaligen Trainer: «Er konnte sehr gut auf jeden einzelnen Spieler eingehen. Ich bin sicher, dass er das Zeug hat, auch beim FCZ für Erfolg zu sorgen.»

Die Wege von Colatrella und des SC Goldau trennten sich dann im Jahre 2010. Auch deshalb, weil man unterschiedliche Vorstellungen davon hatte, wie es mit dem Sportclub weitergehen soll. Der engagierte Trainer passte besser in den Profi-Fussball, und so zog es ihn Richtung FC Luzern. Dort war er später als Nachwuchschef tätig, bevor er zum FCZ wechselte und dort mittlerweile Trainer der U21-Equipe ist.

«Ich bin überzeugt, dass er mit seiner Professionalität und seiner Art auch in Zürich punkten kann», sagt Ehrbar. Dies bleibt nun abzuwarten. Bereits jetzt wird darüber spekuliert, dass er schon bis spätestens Mitte Oktober wieder die U21 trainieren soll. Denn ihm fehlt die für europäische Partien nötige Uefa-Pro-Trainerlizenz.


Interview des club333 mit “Geni” Colatrella aus dem Jahr 2007

Zusätzliche Kräfte für den SC Goldau

An der 75. ordentlichen Generalversammlung des Sport Club Goldau wurden alle Traktanden von den Mitgliedern genehmigt. Im Vorstand gab es einige Neu- und Wiederwahlen. So wurde der Vorstand auf elf Personen erweitert, um den immer steigenden Anforderungen auch in Zukunft gerecht werden zu können. 

Von Simon Krienbühl

Präsident Reto Bisang begrüsste rund 80 Mitglieder am Dienstagabend, 6. September 2022 in der Horseshoe-Brauerei in Oberarth und startete eingangs mit einem sportlichen Rückblick. Highlights gab es einige, so zum Beispiel der Aufstieg der 2. Mannschaft in die 3. Liga oder der Aufstieg der A-Junioren in die 1. Stärkeklasse. Auch bei den weiteren Teams und im Juniorenbereich wurde auf und neben dem Fussballplatz gut gearbeitet. Der grosse Wermutstropfen war der Abstieg der 1. Mannschaft in die 2. Liga regional. 

Bisang bedankte sich bei allen Personen, die sich für den Verein einsetzen. Anschliessend startete der statutarische Teil der GV. Zunächst genehmigten die Mitglieder das Protokoll der letzten GV und den Jahresbericht 2021. Später wurden auch die Jahresrechnung, der Revisionsbericht und das Budget für die Saison 2022/23 klar genehmigt. 

Horseshoe-Braui
Bild: Susanne Rizzo

Neue Gesichter im Vorstand
Das grösste Traktandum war jenes der Wahlen. Im Vorstand verabschiedete sich Reto Bisang nach zwei Amtsperioden als Präsident des Vereins. “Für mich war es seit meinem Amtsantritt 2019 immer eine Ehre und ein Privileg, den SCG als Präsidenten zu vertreten. Ich engagierte mich in diesem Ehrenamt stets mit Leidenschaft für den Fussball und für unsere Mitglieder. Meinen Vorstandsmitgliedern möchte ich meinen grössten Dank aussprechen. Ich wünsche dem neu zusammengesetzten Vorstand und unserem Sportclub alles Gute”, sprach Bisang gegenüber den Mitgliedern. Der Vorstand bedankte sich bei Reto Bisang mit herzlichen Worten, einem Präsent und grossem Applaus. 

Auf Bisang wurde Ralf Ehrbar als Präsident gewählt. Der Goldauer war bereits von 2005 bis 2019 Präsident des Vereins und kehrt nun als Präsident zurück. «Für mich ist der SCG eine Herzensangelegenheit. Ich freue mich, wenn ich den Verein unterstützen kann», so Ehrbar.

Neu kann der SC Goldau im Vorstand auf zusätzliche Kräfte zählen. Die Mitgliederzahlen stiegen in den letzten Jahren immer weiter an. Heute zählt der Verein über 300 Juniorinnen und Junioren, rund 150 Aktive und über 60 Trainerinnen und Trainer. Dementsprechend ist es wichtig, dass der Vorstand breit aufgestellt ist. Für zwei weitere Jahre wiedergewählt wurden: Roberto D’Amato (Sponsoring), Marcel Gwerder (Spiko), Concettina Schuler-Frijia (Sekretariat), Daniel Koch (Infrastruktur) und Simon Krienbühl (Presse und Kommunikation). Neu in den Vorstand gewählt wurden neben Ralf Ehrbar (Präsident), Sandro Kiener (Vizepräsident), Mario Schuler (Sportchef) und Nick Schafflützel (Anlässe). Bei den Revisoren wurde Fabian Elmiger für seine langjährige Arbeit gebührend verabschiedet. Sein Amt führt neu Dario Bürgi weiter. 

Der neu zusammengesetzte Vorstand des SC Goldau
Bild: Susanne Rizzo

Schliesslich wurde unter grossem Applaus das langjährige SCG-Mitglied Oliver Blank zum Ehrenmitglied ernannt. Der langjährige Eis-Spieler hatte sich immer wieder in verschiedenen Funktionen für den SC Goldau eingesetzt und tut es auch heute noch mit grossem Engagement. Zudem wurden sieben Vereinsmitglieder zu Freimitgliedern ernannt. Es sind dies: Louis Arnold, Josip Lozic, Ardian Tahiri, Dario Gerig, Raphael Gwerder, Claudio D’Amato, Reto Bisang und Tamara Dudle. 

Nach knapp einer Stunde konnte Reto Bisang die 75. GV schliessen. Der Abend endete in einer geselligen Runde mit vielen persönlichen Fussball-Anekdoten.

Der abtretende Präsident Reto Bisang ehrte Oliver Blank als neues Ehrenmitglied.
Bild: Susanne Rizzo

Neues Kapitel in der 2. Liga regional

Turbulente sportliche Zeiten hat man in Goldau hinter sich. Jetzt wollen die Goldauer zur alten Stärke zurückfinden. 

Von Simon Krienbühl

In Goldau musste man anfangs Sommer erst mal den Abstieg mental verarbeiten. Zu viele negative, sportliche Rückschläge prägten die letzten beiden Saisons. Doch allzu lange konnten sich Spieler und Staff den Kopf nicht zerbrechen, was auch gut war. Bereits wenige Wochen nach Saisonende stieg die Mannschaft von Trainer Skumbim Sulejmani wieder ins Training ein. Mitentscheidend: Die neue Saison beginnt eine Woche früher als gewohnt. Das ist der Fussball-WM in Katar zuzuschreiben, die wegen ihrem Start Ende November sogar Auswirkungen bis in die Innerschweiz aufweist.

Erfreulich war für Sportchef Ralf Ehrbar, dass man die Mannschaft im Kern zusammenhalten konnte. Vor Abgängen war das Team trotzdem nicht gefeit. Sieben, teils auch langjährige Spieler, verliessen die Tierpärkler. Mehrheitlich, weil sie eine Pause einschlagen oder ihren Rücktritt erklärten. “Viele Spieler blieben uns treu und möchten in Goldau ein neues, erfolgreiches Kapitel aufschlagen. Dies zeugt von Charakter und freut uns sehr”, so Sportchef Ehrbar. 

Teamfoto Saison 22/23. Bild: Susanne Rizzo

Neue und altbekannte Gesichter im Kader
Als Absteiger war die Ausgangslage für Transfers natürlich herausfordernd, bestätigt Ehrbar: “Junge, ambitionierte Spieler im Raum Zentralschweiz haben genügend Alternativen, um in höheren Ligen zu spielen. Trotzdem können wir auf einen guten Kader bauen.”

Von der 2. Mannschaft stiessen mit Besard Ademi, Fabio Beeler, Lukas Horath und Andreas Mathis vier Spieler in den Kader. Mit Ronny Annen kam ein SCG-Junior hinzu. Zusätzlich wurde Arnel Mehicic vom FC Hochdorf verpflichtet, der schon früher in Goldau spielte und für zusätzliche Stabilität sorgen soll. Nebenbei amtet er als zweiter Assistenztrainer. Mit Philipp Ulrich stiess ein gestandener Verteidiger von Eschenbach zum Team. Und mit Gabriel Persson konnte ein junger, ambitionierter Verteidiger verpflichtet werden. Die Torhüter werden neu von Guido Stadelmann, ehemaliger Torhütertrainer von Schweizer Fussballnationalmannschaften (Junioren), gefördert.

Insgesamt auf allen Positionen frischen Wind, was auch Trainer Sulejmani schätzt. Er weiss aber auch, dass der Saisonstart wichtig ist, aber sicher noch nicht alle Automatismen greifen werden. “Wir wollen unsere Spielidee in jedem Training und Spiel nach und nach verbessern. Darauf soll letztendlich auch unser Erfolg basieren”, so Sulejmani, der den SC Goldau seit Jahresbeginn coacht. 

Vorbereitung war anspruchsvoll
Auch Captain Koni Huser freut sich auf die neue Saison. “Die neuen Spieler haben sich bestens in die Mannschaft integriert. Der Teamspirit, für sportlichen Erfolg matchentscheidend, ist vorhanden”, so der langjährige Captain, der schon über 230 Einsätze für den SCG auf dem Buckel hat. 

Wie üblich im Amateurfussball kämpft der Staff über den Sommer hinweg mit Ferienabwesenheiten. Selten war das Team in den Trainingseinheiten komplett, was die Arbeit der Verantwortlichen besonders in taktischen Elementen erschwerte. “Für jene, welche die komplette Vorbereitung mitgemacht haben, war die Vorbereitungszeit intensiv. Mit deren Trainingsleistungen bin ich sehr zufrieden. Für die anderen gilt es nun, die Trainingspräsenz nicht zu vernachlässigen und so rasch als möglich den Anschluss zu gewinnen”, so Trainer Sulejmani.

Sportliches Highlight der Vorbereitung war das Vorstossen in den Final des Gotthard-Cup, in dem Brunnen knapp als Sieger hervorging.

Erste Bewährungsprobe gegen Luzerner SC
Am Dienstagabend reist man für das erste Saisonspiel nach Luzern auf die Hubelmatt. Die Stadtluzerner erspielten sich letzte Saison auf den guten 6. Tabellenrang und somit auf einen gesicherten Platz in der Tabelle. Das erste Heimspiel steht dann bereits wenige Tage später auf dem Programm. Mitabsteiger Schattdorf gastiert auf dem Sportplatz Tierpark. 

Zuzüge:

Abgänge:

  • Marco Asaro (SC Buochs)
  • Vullnet Ukaj (FC Aegeri)
  • Luka Popovic (FC Brunnen)
  • Silvan Büeler (Rücktritt)
  • Basil Camenzind (Rücktritt)
  • Livio Sommaruga (Rücktritt)
  • Marco Zahler (Rücktritt)
  • Thomas Blaser (bisher Torwarttrainer)

Zum ganzen Kader

Fussball für alle Menschen möglich machen

Das Gemeinschaftsprojekt von SC Goldau, FC Brunnen und SC Schwyz bringt viel Emotionen hervor. Unter dem Slogan «Fussball für alle» arbeiten die drei Fussballclubs aus Goldau, Brunnen und Schwyz in einem Gemeinschaftsprojekt zur sportlichen und sozialen Inklusion zusammen.

Von Thomas Bucheli, Bote der Urschweiz

Die Teilnehmer nehmen sichtlich mit viel Motivation an den Trainings teil. Bild: Thomas Bucheli

Die insgesamt sechs Trainings mit dem runden Leder fanden und finden seit dem 1. April hauptsächlich auf dem Schoeller-Meyer-Fussballplatz in Brunnen, aber auch im Tschaibrunnen im Hauptort und zum Abschluss am 17. Juni auf dem Tierpark-Spielfeld in Goldau statt. «Wir wollen eine barrierefreie Gesellschaft, in welcher Menschen mit und ohne Behinderung einander täglich begegnen, weil Hindernisse und Barrikaden so weit abgebaut sind, um Angebote für alle nutzbar zu machen», hält der Hauptinitiant Mauro Kuny (39) aus Goldau fest. Zusammen mit dem FC Brunnen und der Heilpädagogischen Schule Sonnenberg in Baar baut der Goldauer bereits seit 2016 dieses Team für alle Menschen auf.

Inklusion unterstützen
Das Projekt möchte durch die jahrelange lokale Verankerung der Vereine in ihrem Dorf die Begegnungen aller Menschen fördern und die Inklusion von Menschen mit einer Behinderung nachhaltig unterstützen.

Hauptinitiant Mauro Kuny aus Goldau. Bild: Thomas Bucheli

«Wir sind auf dem Weg, dies zu erreichen», so Kuny, welcher nebenbei die dritte Mannschaft des SC Goldau in der 4. Liga coacht und welchem für das Projekt mit Sinan Celebi, Lars Suter, Thomas Jütz, Ivo Schmidig, Fabio Contratto und Manuel Lepore sechs weitere geschulte Trainer zur Verfügung stehen. Auch die «Football Is More»-Stiftung (FIM) stellte sich für die Planung helfend zur Verfügung. Im Schnitt besuchen rund 16 Personen mit verschiedenen Beeinträchtigungen die Trainingseinheiten.

Motivation ist bei allen sehr gross
Trainiert wird mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfach Fussball. «Da gibt es keinen Unterschied, wir alle trainieren und lieben Fussball, ob mit oder ohne Beeinträchtigung.» Und dies ist auf dem Platz rasch zu sehen, denn die Motivation ist bei allen sehr gross.Nicht nur das Spiel betreffend, das Dabeisein zählt bei allen, und die Toleranz untereinander ist spür- und sichtbar. Manchmal treibt es den Zuschauerinnen und Zuschauer beinahe die Tränen in die Augen, wenn zu sehen ist, wie die Mitmachenden ihre Emotionen hochgehenlassen. Mit dabei sind Menschen aus der BSZ des Kantons Schwyz, aus Einsiedeln, Schübelbach, dem HZI Ibach und aus weiteren Orten aus der Zentralschweiz. «Es ist schön, zu wissen, dass die drei Schwyzer Fussballvereine dieses Projekt aktiv unterstützen», freut sich Mauro Kuny.

Grosser Erfolg in Deutschland
Der FC Bruschgol, eine Zusammenarbeit zwischen dem FC Brunnen, SC Schwyz und SC Goldau, nahm am internationalen Special Adventure Camp (SAC) in Bonn teil. Zusammen mit Mannschaften von Benfica Lissabon, Chelsea, Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, 1. FC Köln, FC Bonn, FC Altach, Paris Saint- Germain und dem FC Lugano verbrachten die acht Innerschwyzer Fussballer zusammen mit 200 Schulkindern herrliche Tage in Deutschland. Den Höhepunkt stellte das Teamturnier auf dem Münsterplatz dar, an welchem der FC Bruschgol mit Betreuer Mauro Kuny das Final erreichte und knapp hinter Lugano den vierten Platz aus machte. Der ebenfalls anwesende Präsident von «Football is more», Alois Kessler aus Brunnen, freute sich über die gute Leistung «seines FC Bruschgol» und dankte Kuny für seine grosse Arbeit. (busch)

FC Bruschgol: Kurzform für Brunnen, Schwyz und Goldau. Bild: Mauro Kuny
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Präsident Reto Bisang kündigt seinen Rücktritt an

Der SC Goldau wird der Generalversammlung im September 2022 eine neue Person zur Wahl als Präsidenten vorschlagen. Reto Bisang wird nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren.

Reto Bisang hatte den Vorstand an einer letzten Sitzung Ende des letzten Jahres informiert, dass er sich anlässlich der GV im September 2022 nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stellen wird. Gesundheitliche Gründe haben ihn zu diesem Entscheid bewogen.

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Reto Bisang. Archivbild SC Goldau

«Für mich war es seit meinem Amtsantritt 2019 immer eine Ehre und ein Privileg, den Sport Club Goldau als Präsidenten zu vertreten. Ich engagierte mich in diesem Ehrenamt stets mit Leidenschaft für den Fussball und für unsere Vereinsmitglieder. Nun musste ich mir eingestehen, dass meine aktuelle persönliche Situation ein umfangreiches Engagement als Präsident für eine weitere Amtsdauer nicht mehr zulässt», so Bisang.

Der Vorstand bedauert die Rücktrittsankündigung von Reto Bisang sehr. Wir bedanken uns bei Reto für sein grosses Engagement als SCG-Präsident – insbesondere während der herausfordernden Covid-Situation – und wünschen ihm gute Gesundheit. 

Nachfolgelösung mit Ralf Ehrbar
In der Zwischenzeit konnte die Nachfolge geregelt werden. Der Vorstand kann dabei auf bewährte und neue Kräfte zurückgreifen. An der Generalversammlung wird der SC Goldau zwei Personen als neue Vorstandsmitglieder vorschlagen.

Ralf Ehrbar wird als Präsident vorgeschlagen. Der Goldauer war bereits von 2005 bis 2019 Präsident des Vereins und kehrt nun für maximal vier Amtsjahre als Präsident zurück. «Für mich ist der SCG eine Herzensangelegenheit. Ich freue mich, wenn ich den Verein unterstützen kann», so Ehrbar. Bereits ab sofort wird Ralf Ehrbar das Ressort Sport übernehmen. Die Sportkommission löst sich auf.

Zusätzlich wird Sandro Kiener der Generalversammlung als weiteres Vorstandsmitglied vorgeschlagen, um die stetig steigenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Vorstands besser verteilen zu können. Der Arther ist aktuell Vorstandsmitglied des Gönnervereins «SCG Classic Club». 

Der Vorstand bedankt sich bei Ralf Ehrbar und Sandro Kiener für ihre Bereitschaft, sich für die sportliche und gesellschaftliche Zukunft unseres Vereins einzusetzen.

Vorstand SC Goldau

Gelungenes Trainingslager der 2. Mannschaft

Die 2. Mannschaft reiste Ende März für ein paar Tage nach Italien ins Trainingslager.

2. Mannschaft im Trainingslager

Von Damian Bürgi

Teil 1:

Am frühen Mittwochmorgen reiste eine Delegation bestehend aus 15 Spielern, zwei Trainern und dem SCG-Ehrenpräsidenten Franz Marty nach Villafranca am Gardasee ins Trainingslager der zweiten Mannschaft.

Nach einem vorgetäuschten Öl-Wechsel, welcher als Zwischenstopp einiger Spieler genutzt wurde, und einigen Turbulenzen an den Mautstellen kamen alle sicher und pünktlich im Hotel Antares an. Nach dem ersten Mittagessen stand die erste Trainingseinheit an. Der harte Platz und ein fehlendes zweites grosses Tor sorgten für etwas Unmut. Nichtsdestotrotz zeigten alle Spieler grossen Einsatz, das Team Blau kam mit den Bedingungen besser klar und fegte Team Gelb mit 10:3 vom Platz.

Am Abend stand nach dem Essen eine kurze Taktikstunde an, welche zu angeregten Diskussionen unter den Spielern und Trainern führte. Schlussendlich wurde man sich über sämtliche Punkte einig und konnte in der Hotelbar die Champions League Achtelfinals beim einen oder anderen Bierchen geniessen.

Der Donnerstag fing für die meisten Teilnehmer mit einem ausgiebigen Morgenessen an, bevor die nächste Trainingseinheit anstand. Diese bestand hauptsächlich aus Übungen, in denen Standards trainiert wurden. Dabei kam es nicht zu vielen Toren, woran dies genau lag, wurde je nach Betrachter unterschiedlich beurteilt. Die Stürmer machten die Qualität der Flanken dafür verantwortlich, während die Flankengeber sich keiner Schuld bewusst waren – die Diskussionen fanden aber in einer angenehmen und freundschaftlichen Atmosphäre statt.

Im Allgemeinen ist die Stimmung untereinander hervorragend und ein toller Teamspirit zu spüren. Dies resultierte in einer weiteren engagierten Trainingsleistung am heutigen Nachmittag. Langsam aber sicher macht sich jedoch die Müdigkeit bemerkbar, daher wurde nach der Einheit mit Freuden der Spa-Bereich von den Spielern und Trainern aufgesucht.

Mit aufgetankten Kräften wird man heute Donnerstagabend das Stadtzentrum von Villafranca aufsuchen. Morgen steht ein weiteres Training an und am Nachmittag ein Testspiel gegen den FC Uzwil an. Nach getaner Arbeit wird man sich dann aber der Feinkost der italienischen Küche erfreuen können, da Franz Marty die gesamte Delegation zu einem Nachtessen einladen wird. Für ein tolles Programm wird also weiterhin gesorgt sein.


Teil 2:

Nach zwei Trainingstagen und einem zum Teil mehr oder weniger intensiven Ausgang stand am Freitagmorgen die nächste Trainingseinheit auf dem Plan. In dieser wurde via Messgerät die Schusskraft der Spieler gemessen, wobei sich Fabio Beeler mit 108 km/h den Titel für das gewaltigste Geschoss holte. Der Rest der Einheit gestaltete sich eher locker, da am Nachmittag ein Testspiel vorgesehen war.

Nach einem kurzen Mittag trat man gegen den FC Uzwil aus der Ostschweiz an, welche im selben Hotel stationiert war. Ob es sich um die 2., 3., oder 4. Mannschaft handelte, bleibt bis heute ungeklärt – vom Durchschnittsalter hätte es auch eine Seniorenmannschaft sein können. Jedenfalls versuchte der Gegner nach einer zähen und torlosen ersten Hälfte die Spielzeit der zweiten Hälfte auf 30 Minuten zu kürzen. Vermutlich befürchtete man, dass gegen das massiv jüngere Team der Goldauer die Puste gegen Ende des Spiels ausgehen könnte. Dies trat dann schlussendlich auch ein und durch die Tore von Horath, Krasniqi (per Elfmeter) und Ademi wahrten die Goldauer ihre Ungeschlagenheit in dieser Saison auch auf internationalem Parkett und gewannen die Partie mit 3:0.

Als Belohnung durfte man sich am Abend durch ein mehrgängiges Menü verkosten lassen, welches vom grosszügigen Patron und grösstem Fan der zweiten Mannschaft Franz Marty gesponsert wurde. Erschlagen durch das viele und leckere Essen verpasste man es beinahe rechtzeitig die Clubs von Verona aufzusuchen. Aber auch hier zeigte das Team Geschlossenheit und Willensstärke und tauchte in das Nachtleben der Stadt von Romeo und Julia ein…

Am Samstagmorgen stand die letzte Trainingseinheit an. Zuerst durfte Besard Ademi seine Schusskraft austesten, da er am Freitagmorgen krankheitsbedingt ausfiel. Er kündigte einen neuen Rekord an, war sich aber nicht der Schlitzohrigkeit seiner Teamkollegen und des Trainerteams bewusst, welche die Anzeige von Kilometer pro Stunde auf Meilen pro Stunde änderte. Dementsprechend fassungslos war er, als er mit seinen Versuchen nicht über eine Anzeige von 54 hinauskam. Coach Sascha Walker erbarmte sich seiner am Ende des Trainings an und liess ihm noch drei weitere Versuche mit der richtigen Anzeige, wobei er beachtliche 98 km/h erreichte.

Zum Schluss trat Team Blau nochmals gegen das Team Gelb an in einer alles entscheidende Begegnung über 4×10 Minuten. Es handelte sich hier auch grundsätzlich um das für ein Trainingslager traditionelle Spiel «Jung gegen Alt». Nach 30 Minuten führten die Jungen mit 6:3, ehe sie eine Lektion in Sachen Fussball erhielten. Innert 20 Sekunden verspielten sie zwei des drei Tore-Vorsprungs und kassierten kurz darauf auch den Ausgleich zum 6:6. In der Nachspielzeit entschieden die erfahrenen Hasen des Team Blau dann die Partie durch ein Tor von Endrit Metaj für sich. Wie in allen Trainings war auch in dieser Einheit hohe Einsatzbereitschaft und Freude zu spüren, weshalb die Spieler am Nachmittag verdienterweise frei bekamen. An diesem besuchte man nochmals die Innenstadt von Verona und verbrachte einen gemütlichen Abschluss eines gelungenen Trainingslagers bevor man am Sonntag eine geglückte Heimreise antrat und alle Teilnehmer wieder heil und gesund zu Hause ankamen.

Im Gespräch mit dem neuen Goldau-Trainer

Skumbim Sulejmani hat im Januar seine Arbeit in Goldau aufgenommen. Nach zwei Monaten harter Vorbereitung haben wir den Zuger zum Gespräch getroffen.

Skumbim Sulejmani

Skumbim, oder Suli, wie dich die Leute oft nennen, richtig?
Genau, ich höres beides gerne (lacht). 

Ende Januar ist die 1. Mannschaft offiziell ins Training eingestiegen – mit dir als neuen Trainer. Welche waren deine ersten Eindrücke?
Ich traf auf motivierte Spieler, aber auch auf einige neugierige Blicke. Die Spieler waren wohl gespannt, wie streng ich trainieren lassen werde (schmunzelt).

Wie ist es in Goldau als Fussballtrainer zu arbeiten?
Der SCG ist sehr gut aufgestellt und für einen Verein in der 2. Liga interregional wird teilweise viel geboten. Ein Beispiel: Unser Materialwart Peter Riebli. Es ist ausserordentlich, was er leistet. Die Spieler brauchen sich um nichts zu kümmern, was nicht selbstverständlich ist. Umso mehr verlange ich von den Spielern diese ausserordentliche Leistung wertzuschätzen.

Wie zufrieden bist du mit der Vorbereitung?
Der Einsatz und die Trainingspräsenz waren entscheidend und diese wurden erfüllt. Für ein Team gibt es nichts wichtigeres, als eine hohe Teilnehmerzahl in den Trainings. Zu Beginn war das Ziel natürlich, dass ich die Spieler kennenlerne und umgekehrt. Entscheidend in den Testspielen sind nicht die Resultate. Viel wichtiger ist das Verhalten im Training und Spiel.

Und das hat dir gefallen?
Ich bin happy. In diesem Team steckt viel mehr Potenzial, als der zweitletzte Tabellenrang erahnen lässt. Die Spieler haben es selbst in den Füssen. Noch wichtiger ist, dass man im Kopf ready ist. Wir möchten uns stetig verbessern. Dies braucht seine Zeit. 

Konntest du alle Spieler wie gewünscht kennenlernen?
Mein Ziel war es, allen Spielern in den Testspielen möglich viel Einsatzminuten zu geben. Ich wollte jedem eine faire Chance geben, sich zu präsentieren. Dies ist bei 25 Spielern im Kader nicht immer einfach, aber viele erhielten pro Spiel mindestens eine Halbzeit.  Positiv gestimmt hat mich, dass ich den einen oder anderen Spieler auf verschiedenen Positionen einsetzen konnte, um so auch Alternativen für später zu testen.

Wo lag dein Augenmerk in der Vorbereitung?
Bei der Grundordnung. Für mich beginnt das Spiel in der Kabine und sogar schon davor. Ich verlange äusserste Disziplin und Ordnung in der Kabine sowie natürlich auch auf dem Platz. Im Spiel selber war das taktische Verhalten sehr wichtig. Dies haben wir besonders in den beiden letzten Testspielen gut umsetzen können.   

Im Kader gab es im Winter ein paar Veränderungen.
Ja, wir wollten unser breiter aufstellen. Mit Jozef und Liridon Simoni sind zwei Goldauer zurückgekehrt. Basil Camenzind und Jonuz Reci stiessen von der 2. Mannschaft zu uns und Livio Sommaruga kehrte aus einer Pause zurück.

Daneben holte man zwei neue Gesichter nach Goldau.
Genau. Wir haben mit Salvatore Viola und Enis Etemi zwei Transfers getätigt. Beide wurden im Team sehr gut aufgenommen. Salvatore hat bereits Erfahrung in dieser Liga. Er punktet insbesondere mit seiner Ruhe am Ball und seiner Technik. Mit Enis kommt ein Spieler aus der 3. Liga mit Potential für Grösseres. Er hat dies in den Trainings auch bewiesen. Mit harter Arbeit kann er in Goldau viel erreichen. 

Goldau liegt momentan auf einem Abstiegsplatz. Was braucht es, um den Ligaerhalt zu schaffen?
Der Ligaerhalt entscheidet sich in den Köpfen. Es braucht die Bereitschaft, in jeder Aktion Vollgas zu geben. Fussball lebt von den Emotionen, jedoch müssen diese richtig eingesetzt werden. Auch muss sich jeder wichtige Fragen stellen: Wie beginne ich den Tag vor dem Spiel? Wie möchte ich als Spieler auftreten? Ich verlange von jedem Spieler eine optimale Vorbereitung und den absoluten Willen, die Laufbereitschaft an den Tag zu legen. Wenn wir dies erreichen, werden wir auch die Liga halten können.

Mit Ascona wartet gleich der Tabellenzweite. Machbar?
Auch dieses Spiel geht wieder über 90 Minuten. Ich bin optimistisch, dass wir einen guten Rückrundenstart hinlegen werden. Auf alle Fälle stehen gleich spannende Partien an. Nach Ascona folgen bereits die wichtigen Direktduelle gegen Novazzano und Schattdorf.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Simon Krienbühl, Presse & Kommunikation beim SC Goldau.

Willkommen in Goldau, Skumbim Sulejmani

Skumbim Sulejmani wird neuer Trainer der 1. Mannschaft des Sport Club Goldau. Der ehemalige Challenge League-Spieler übernimmt die Goldauer per sofort.

Der neue Trainer des SC Goldau heisst Skumbim Sulejmani. Foto: SC Goldau

«Ich freue mich sehr über die neue Herausforderung, die ich in Goldau antreten darf», meint der 35-jährige Sulejmani, der in Menzingen aufgewachsen ist und heute mit seiner Familie in Rotkreuz lebt. Der Zuger übernimmt die 1. Mannschaft des SC Goldau mit Beginn der Rückrundenvorbereitung und tritt damit die Nachfolge von Sandro Marini an. 

Vor seinem Engagement in Goldau spielte Sulejmani bei verschiedenen Fussballclubs in der Zentralschweiz. Seine Spielerlaufbahn führte ihn von seinem Jugendverein Menzingen weiter in die Jugendabteilung des FC Luzern. Später folgten Stationen wie Tuggen, Zug 94 sowie Locarno und Kriens, wo er in der Challenge League spielte. 

Sulejmani freut sich auf das erste Aufeinandertreffen mit dem Team: «Ich möchte die Jungs gerne bald kennenlernen und mit ihnen in die Wintervorbereitung starten. Wir wollen den Club mit vereinten Kräften aus der Abstiegszone hieven». An Goldau hätte er nur gute Erinnerungen, meint er augenzwinkernd. Vor zehn Jahren spielte der Zuger auf dem Sportplatz Tierpark und erzielte damals im Dress von Zug 94 einen Doppelpack. Gegenüber stand ihm damals Ivo Bürgi im SCG-Dress. Der langjährige Eis-Spieler bleibt in seiner Funktion als Assistent.

Auch Sportchef Bruno Spiess zeigt sich mit der Wahl zufrieden. «Die Sportkommission führte Gespräche mit mehreren Kandidaten. Skumbim hat uns dabei mit seiner positiven, bodenständigen und kommunikativen Art überzeugt. Dank seinen verschiedenen Stationen als Spieler, insbesondere in der Challenge League, konnte Skumbim wertvolle Erfahrungen von verschiedenen Trainerpersönlichkeiten sammeln und weiss, was es für den sportlichen Erfolg alles braucht», so Spiess.

Der SC Goldau freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit Skumbim Sulejmani und wünscht ihm einen guten Start.


Simon Krienbühl, Presse & Kommunikation

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