1. Mannschaft

3 Fragen zur Hinrunde an die SCG-Trainer

Der Spielbetrieb beim SC Goldau ruht derzeit bis Anfang Frühling. Die Winterpause nutzen wir, um mit drei Trainer der Aktivteams auf deren Hinrunde zurückzuschauen.

Von Simon Krienbühl

Im Gespräch mit Beat Appert (1. Mannschaft), Markus Belser (Frauen) und Luan Krasniqi (2. Mannschaft).

Wie sieht deine Hinrunden-Bilanz aus?

Beat Appert: Nach einer guten Vorbereitung starteten wir im Sommer sehr gut in die Saison. Ein Indiz, dass wir nach dem Aufstieg in die 2. Liga interregional mithalten können. Es zeigte sich, dass wir als Team immer an unsere Leistungsgrenze gehen mussten, um zu gewinnen. Wir können jeden Gegner schlagen, aber wir können auch gegen jeden verlieren. Nach dem guten Start wären ein paar Punkte mehr auf dem Konto möglich gewesen.

Markus Belser: Nach einer guten Vorbereitung und einem soliden Saisonstart konnten wir die Leistung in der 3. Liga Frauen nicht immer abrufen. Teilweise gingen die Spiele knapp verloren. Zudem hatten wir viele Verletzte und bei einem relativ kleinen Kader hat uns das vor ein paar Probleme gestellt. Jedoch konnten wir uns immer auf die Unterstützung der FF19-Betreuer und -Spielerinnen verlassen. Grundsätzlich konnten wir uns taktisch und technisch verbessern. Aktuell stehen wir bei 6 Punkten – insgeheim haben wir mit mehr gerechnet.

Luan Krasniqi: Auf diese Saison hin gab es einige Veränderungen in der 2. Mannschaft. Der Trainerstab ist teilweise neu und wir mussten einige wichtige Spieler ersetzen. Daher galt es, als Team neu zusammen zu wachsen. Obwohl wir am Ende der Hinrunde auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen und nur 10 Punkte auf dem Konto haben, liegen wir nur einen Punkt unter dem Strich. Wir sind überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen. 

Was gefiel dir besonders gut? Und wo siehst du für die Rückrunde noch Verbesserungspotenzial?

Appert: Positiv war, dass wir auf und neben dem Platz immer als Team auftreten. Die Einstellung und Motivation der Jungs im Training ist sehr gut. Das ist eindrücklich zu beobachten und macht riesig Spass. Verbesserungspotenzial haben wir in der Offensive beim Herausspielen der Torchancen und dann beim Torabschluss. Eckbälle und Freistösse offensiv ist sicher auch ein Thema, an dem wir in der Winterpause arbeiten müssen. 

Belser: Der Teamzusammenhalt und die Freude am Frauenfussball ist aktuell sehr gut im Team. Der Wille, sich zu verbessern und einen Schritt nach vorne zu machen, ist bei vielen Spielerinnen vorhanden. Auch die Zusammenarbeit und Koordination mit dem FF19 Team funktioniert sehr gut. Da beide Teams kleine Kader haben, ist es zwingend nötig, dass die Abstimmung optimal funktioniert. Wir wünschen uns, dass der Frauenfussball in der SCG-Familie weiter gestärkt wird. 

Krasniqi: Mir gefiel der gute Trainingsbesuch und die Intensität der Einheiten. Wir haben wiederum einige junge Spieler im Kader, die sich weiterentwickeln wollen. Die erfahrenen Spieler nehmen ihre Rolle als Führungsspieler gut wahr und unterstützen die Jungen. Verbesserungspotenzial sehe ich besonders im taktischen Bereich. Auch müssen wir an unserer Torgefährlichkeit mehr arbeiten. 

Wie sieht der Fahrplan der Wintervorbereitung aus?

Appert: Wir starten am 8. Januar wieder mit der Vorbereitung in die Rückrunde. Neben den Trainings sind fünf Trainingsspiele geplant und Mitte Februar fliegen wir für fünf Tage nach Spanien ins Trainingslager. Dann geht es am 16. März wieder los mit der Meisterschaft. Der Schwerpunkt ist natürlich die Fitness und an den oben erwähnten Punkten zu arbeiten. Wir möchten auch als Team einen Schritt vorwärts gehen und gemeinsam den Ligaerhalt erreichen.

Belser: Wir trainieren aktuell in der Halle und legen ab Januar gezielt den Fokus auf Kraft und Ausdauer. Sobald es das Wetter zulässt, werden wir auf zwei Trainings gehen und wenn möglich im Freien zusätzlich trainieren. Geplant sind dann auch wieder zwei Vorbereitungsspiele, damit wir im März wieder optimal vorbereitet in die Rückrunde starten können.

Krasniqi: Auf das Team kommt eine intensive Vorbereitung zu. Neben den Trainings stehen 7 Testspiele gegen gute Gegner auf dem Programm. Im Februar holen wir uns den Feinschliff im Trainingslager. Diese Tage wollen wir dazu nutzen, um den Teamspirit zu stärken und taktische Aspekte zu verbessern. Wir sind uns bewusst, dass jeder von uns mehr von sich selbst erwartet hat, aber die gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft gibt uns die Zuversicht, dass wir gemeinsam stärker werden können.

Vereinsmitglieder – Blick über die Schultern

Damit der Ball rollt, braucht es mehr als 22 Spieler:innen und einen Schiedsrichter. Viele Vereinsmitglieder des SC Goldau helfen in unterschiedlichen Funktionen und tragen zum Vereinsleben bei. In einer losen Serie treffen wir einige Vereinsmitglieder – heute mit dem 1. Teil.

Text: Simon Krienbühl. Bilder: Susanne Rizzo

Unsere Mitglieder stehen auch hinter dem Grill.

Die Clubwirte und ihre Crew

Eine gute Wurst und ein kühles Bier gehören meist zu einem Fussballspiel dazu. Seit mehr als 9 Jahren führen Gilles und Iréne Schwaller das Clubhaus. Während der Saison sind sie oft von früh bis spät im Clubhaus anzutreffen. Bei Heimspielen der 1. Mannschaft werden die beiden Oberarther vom eingespielten Gastro-Team unterstützt. Am Grill helfen abwechselnd die Senioren 30+ oder 40+, so zum Beispiel für den legendären SCG-Burger.

«An einem Fussballwochenende kann ganz schön viel los sein. Da verpasse ich meistens die schönen Tore. Von unseren Gästeteams hört man oft, dass sie wegen der guten Küche gerne in Goldau spielen», sagt Gilles schmunzelnd. 

Wenn die Wade zwickt

Seit drei Saisons ist Tanja Schwärzler eine von zwei Masseurinnen und kümmert sich um das Wohlbefinden der 1. Mannschaft. Einmal die Woche besucht sie die Spieler im Training und behandelt jegliche Blessuren und lockert die Muskeln. Am Wochenende ist Tanja bei den Spielen im Einsatz. Ganz wichtig sind ihr Themen wie Regeneration und Pflege, betont die ehemalige Spitzensportlerin. 

«Früher spielte ich Handball beim TV Uster in der höchster Schweizer-Liga und schlug mich leider auch mit Verletzungen herum. Dies war ein Grund, eine Ausbildung als Masseurin und Heilpraktikerin zu absolvieren. Heute führe ich eine eigene Praxis (u.a. in Arth). All dies hilft mir, mich besser in die Spieler hineinzuversetzen und sie zu betreuen.»

Die Stimme über den Lautsprecher

Bei einem Heimspiel sieht man Simon Krienbühl selten, dafür hört man ihn umso mehr. Als Speaker informiert er die Zuschauer über die Aufstellung der Teams, spielt passenden Sound oder sagt die Tore und Auswechslungen an. Nach dem Schlusspfiff werden die Highlights des Spiels im Spielbericht und als Video zusammengefasst. All das gehört zu Simon’s Tätigkeit, der im Vorstand für das Ressort Presse und Kommunikation zuständig ist. Im Presseteam wird er von zwei weiteren Kollegen, Daniel Flüeler und Patrick Frei, unterstützt. 

«Mein Lieblingssong an Heimspielen ist ganz klar “Sweet Caroline” von DJ Ötzi. Der Ohrwurm ist unser Torsong – da lässt es sich gut mitsingen.»

Hast du Interesse, dich im Verein zu engagieren?

Mehr Geschichten von weiteren Helferinnen und Helfern folgen in einem 2. Teil.

SCG-Goalie Bürgler stellt sich vor

Markus Bürgler (24) spricht über seinen Wechsel zu Goldau, wie sich bei ihm die Persönlichkeit eines Goalies zeigt und erklärt, wie er sich weiter verbessern möchte.

Mit Markus Bürgler sprach Simon Krienbühl

Kusi, du bist im Sommer von Erstfeld nach Goldau gewechselt. Wie verliefen die ersten Monate für dich?
Da ich bis anhin in der 3. Liga spielte, benötigte ich schon ein wenig Zeit, um mich an das neue Niveau in der 2. Liga interregional zu gewöhnen. Ich habe schnell bemerkt, dass ein anderer Wind weht und die Trainings sowie die Spiele intensiver sind. Mit der Zeit konnte ich mich jedoch an das Niveau anpassen. Mit meiner aktuellen Form bin ich deshalb mehrheitlich zufrieden. 

Dein Jugendklub ist der ESC. Wie kam der Wechsel zu Goldau zustande?
In der vergangenen Saison spielte ich mit dem ESC Erstfeld gegen die 2. Mannschaft von Goldau. In den darauffolgenden Tagen hat mich SCG-Goalietrainer Guido Stadelmann angerufen und mich gefragt, ob ich an einem Probetraining interessiert sei. Ich war es durchaus und sagte zu. Aufgrund einer Fussverletzung, welche ich mir im Spiel zuzog, dauerte es jedoch seine Zeit, bis ich das Probetraining absolvierte. 

Im Probetraining bekam ich dann die ersten Eindrücke, wie es wäre, als Torwart in Goldau zu trainieren und zu spielen. Diese Art des Torwarttrainings war mir bis dahin unbekannt, was ich als spannend empfand und mich sehr reizte. Nach dem Training hatte ich ein sehr gutes Gespräch mit Guido und bemerkte, dass seitens des Vereins das Interesse da ist. Auch in den nächsten Tagen hat sich der SC Goldau sehr um mich bemüht, was mir ein extrem gutes Gefühl gab. Ich stellte fest, dass ein Wechsel zum SC Goldau für mich der nächste Schritt ist.

Was hast du bisher für einen Eindruck vom Team?
Einen sehr guten! Ich wurde vom ersten Tag an super aufgenommen. Das Team hat eine gesunde Mischung zwischen «Jung & Alt». Es wird viel gelacht und die Stimmung ist gut. Das hat mir das Einleben sicher auch vereinfacht. In Bezug auf unsere sportlichen Fähigkeiten bin ich der Meinung, dass wir eine schlagkräftige Truppe sind. Jedes Teammitglied hat seine Stärken und ich glaube, dass wir uns gut ergänzen und uns deshalb auch als Aufsteiger vor keinem Gegner verstecken müssen.

… und vom Verein?
Ich durfte bereits einige Vereinsmitglieder kennenlernen und stellte fest, dass der SC Goldau, trotz seiner Grösse, sehr familiär ist. Das zeigt sich nicht zuletzt auch an den Spielen, an denen uns jeweils zahlreiche Fans anfeuern und das unabhängig davon, ob wir Zuhause oder Auswärts spielen. So ein Zusammenhalt ist schon sehr cool!

Goalies sind manchmal ganz “eigene” Persönlichkeiten. Wie zeigt sich das bei dir?
Das ist eine gute Frage. Ich würde mich vom Naturell her eher als eine ruhige und nachdenkliche Person beschreiben. Ich glaube, dass sich das auch auf meine Art, wie ich spiele, auswirkt. Deshalb würde ich sagen, dass es sich auf dem Platz vor allem durch eine gewisse Ruhe in meinen Aktionen zeigt.

Erzähl uns ein bisschen von der Zusammenarbeit mit Goalietrainer Guido Stadelmann.
Wir Goalies trainieren jeweils zweimal pro Woche rund eine Stunde individuell mit Guido und schliessen uns danach dem Team an. In dieser Stunde trainieren wir typische Spielsituationen, in welchen wir Goalies Entscheidungen treffen müssen. Denn oft sind im Spiel Details entscheidend, ob man den Abschluss parieren kann oder nicht. Gemeinsam mit Guido analysieren wir unsere Entscheidungen in den jeweiligen Situationen und versuchen, uns so stetig zu verbessern. In diesen Situationen zeigen sich auch die individuellen Stärken, was toll ist, da wir auf diese Weise gegenseitig voneinander lernen und profitieren können.

Zu seinen Stärken zählt er seine Explosivität, Sprungkraft und sein Timing.
Bild: Andy Scherrer

Welche Stärken siehst du in dir und an welchen Schwächen als Torhüter möchtest du arbeiten?
Zu meinen Stärken würde ich meine Explosivität, meine Sprungkraft und mein Timing zählen. Wie bereits vorher erwähnt, bin ich ein eher ruhiger Typ, was ich je nach Situation auch zu meinen Schwächen zähle. In der Kommunikation mit meinen Mitspielern gibt es sicher noch Luft nach oben. Auch mit dem Ball am Fuss sind meine Aktionen noch zu unkonstant.

“Der moderne Torwart”: Was ist das für einer in deinen Worten?
Ein moderner Torwart kann sowohl Bälle halten, als auch Fussball spielen. Er ist der 11. Feldspieler. Er beherrscht den Strafraum und strahlt eine gewisse Ruhe und Sicherheit in seinen Aktionen aus. Nebenbei ist er ein guter Kommunikator und physisch in einer guten Verfassung. Ein Paradebeispiel dazu ist für mich ganz klar Manuel Neuer. Er hat das Torwartspiel an der WM 2014, als er teilweise als eine Art Libero agierte, revolutioniert und den modernen Torwart vorgelebt.

Hast du ein Vorbild als Goalie?
Mein erstes Vorbild war Pascal Zuberbühler. Ich weiss noch genau, wie ich mich als Kind freute, als ich sein Paninibild an der WM 2006 endlich in mein Sammelheft einkleben konnte. Zwischenzeitlich bewundere ich Iker Casillas und Yann Sommer. Obwohl die beiden nicht die Grössten sind, gehörten oder gehören sie zu den Besten ihres Fachs. Ihre Aktionen haben eine gewisse Eleganz, die mir imponieren. Nicht vergessen möchte ich Manuel Neuer. 

«Weil ich einer der grösseren Spieler war, musste ich bei den Junioren ins Tor stehen – ein Klassiker!»
Bild: Simon Krienbühl

Wie kam es, dass du auf der Position des Goalie heimisch wurdest?
Ich kam als Sechsjähriger durch meinen besten Freund zum Fussball, zunächst als Feldspieler. Da sich jedoch unser ehemaliger Torwart immer weigerte, ins Tor zu gehen und ich einer der Grösseren war, musste ich ins Tor – ein Klassiker (lacht). Zu Beginn gefiel mir diese Position ebenfalls nicht, was sich aber schnell änderte. Nun stehe ich seit ich E-Junior im Tor.

Wenn du nicht auf dem Fussballplatz stehst, wo ist Markus Bürgler anzutreffen?
Entweder im Hörsaal oder im Büro (schmunzelt). Aktuell absolviere ich ein Bachelorstudium in Betriebsökonomie Sportmanagement und mache ein Praktikum bei der Stadt Luzern in der Abteilung Kultur und Sport. Bewegung ist mir sehr wichtig als Ausgleich zum Alltag. Während der Winterpause, wenn wir keine Trainings und Spiele haben, gehe ich gerne ins Fitness und Skifahren. Was ich überhaupt nicht gerne mache und auch ein bisschen klischeehaft finde, ist Joggen.

Du wohnst nach wie vor im Urnerland. Wie geht das Pendeln nach Luzern und Goldau?
Es hat sich schon ein wenig verändert. Als ich noch in Erstfeld spielte, war der Fussballplatz in fünf Minuten mit dem Velo erreichbar. Nun habe ich doch rund eine halbe Stunde ins Training. Grundsätzlich geht das aber mit einer guten Planung problemlos.

Zu guter Letzt, vollende bitte folgende Sätze.

Vor einem Penalty… nehme ich einen Schluck aus meinem Bidon und vertraue anschliessend auf meine Beobachtung des Schützen und auf mein Bauchgefühl. Das klappt jedoch noch zu selten. Ein Elfmeterkiller bin ich (noch) nicht. 

Nach einem erhaltenen Treffer… nehme ich ebenfalls einen Schluck aus meinem Bidon und frage mich, ob ich mich «richtig» verhalten habe oder ob es etwas zum Verbessern gibt. Sobald der Schiri wieder anpfeift, fokussiere ich mich wieder auf das laufende Spiel.

Nach einem intensiven Match… haben wir hoffentlich drei Punkte mehr auf dem Konto und können den Abend umso mehr geniessen.

Zurück in der 2. Liga interregional

Der SC Goldau startet diesen Samstag in die neue Saison. Als Aufsteiger will sich Goldau von Beginn weg beweisen und fleissig Punkte sammeln. 

Von Simon Krienbühl

Die Jubelgesänge hallten lange durch die Katakomben. Ende Juni durften sich die Goldauer als Aufsteiger feiern lassen. Nach einem Jahr in der 2. Liga regional schaffte man postwendend den Aufstieg. Diese positiven Emotionen nahmen die Spieler mit in eine intensive Saisonvorbereitung.

Nach einer kurzen Pause von zwei Wochen liess der Trainer bereits wieder zum Training bitten. Seit diesem Sommer ist Beat Appert der neue Trainer. Der 47-jährige Goldauer amtete zuletzt erfolgreich als Trainer der 2. Mannschaft und konnte diese zuletzt problemlos in der 3. Liga halten. Nun folgt für ihn der nächste Schritt, bestätigt Appert:

“Es erfüllt mich mit Stolz, dass mir der Verein das Vertrauen schenkt, höhere Aufgaben im Verein zu übernehmen. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Dank meinen früheren Tätigkeiten im Verein durfte ich viele Spieler und Trainer kennenlernen. Dies ist sicherlich fördernd, um die Vision des Vereins voranzutreiben: Möglichst viele Einheimische im Fanionteam auflaufen zu lassen.”

Neue Gesichter im Kader

Der Aufstiegskader konnte praktisch zusammengehalten werden, was natürlich auch den Sportchef Mario Schuler glücklich stimmt: “Wir dürfen uns in Goldau bereits seit ein paar Jahren über einen eingespielten Kern an Spielern erfreuen. Mit den neuen Spielern konnten wir sogar etwas in die Breite des Kaders investieren.”

Teamfoto Saison 23/24

Insgesamt vier Abgänge gilt es zu verkraften. Neben Arnel Mehicic, Philipp Ulrich und dem ehemaligen Trainer Skumbim Sulejmani gilt es auch den  Stammtorhüter Marco Steinegger zu ersetzen. Dafür, um den Kasten rein zu halten, wurde Markus Bürgler aus dem Urnerland verpflichtet. Dieser spielte bisher beim Drittligisten ESC Erstfeld. Auch aus dem Kanton Uri stiess mit Silvan Christen ein Rückkehrer zu den Tierpärklern. Den Kader komplettieren einige Talente aus der 2. Mannschaft, die den Sprung ins Fanionteam schafften – darunter Pirmin von Rickenbach und Livio Amstad. Auf die neue Saison darf Trainer Appert auch wieder auf die Dienste von Defrim Zeka und Lars Theiler zählen.

Eine Gruppe mit “Schmackes”

Die Umstrukturierung in verschiedenen Schweizer Ligen machte auch von der 2. Liga interregional nicht Halt. Stolze 30 Saisonspiele warten auf die Spieler – darunter regionale Duelle gegen Brunnen, Cham II oder Zug. Als Aufsteiger ist man zwar der Neue. Trainer Appert sieht sich aber keineswegs als Aussenseiter: “Unsere Vorbereitung war intensiv und bis auf eine Woche rund um den Gotthard-Cup durften wir immer mindestens 18 Spieler im Training begrüssen. Dies ist in der Sommervorbereitung nicht selbstverständlich.”

Für den SC Goldau gilt es, sich möglichst rasch in der Gruppe zu etablieren. Aufgrund der Liga-Umstrukturierung gibt es einen Aufsteiger und vier Absteiger, je nach Konstellation sogar deren fünf. 

Die Meisterschaft startet kommenden Samstag (18 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SC Buochs. Eine Woche später kommt es an gleicher Stelle zur Affiche gegen die Tessiner von Gambarogno-Contone. 

Zuzüge

Abgänge

  • Marco Steinegger (Torwart, neu SC Goldau III)
  • Arnel Mehicic (Mittelfeld, unbekannt)
  • Philipp Ulrich (Abwehr, neu FC Kickers)
  • Skumbim Sulejmani (Trainer)

Fan-Voting: Simon Schmid schoss das Tor der Saison!

Vor einer Woche hat der SC Goldau den Aufstieg in die 2. Liga interregional geschafft. Jetzt seid ihr gefragt! Stimme bis zum 9. Juli ab und entscheide mit, wer die prestigeträchtige Wahl zum Tor der Saison gewinnen wird. 

Resultat des Fan-Voting:

Fast die Hälfte aller Stimmen (49.4%) fiel auf Simon Schmid und sein Freistoss-Tor gegen den FC Sempach. Unter allen teilgenommen Personen hat die Glücksfee einen Clubhaus-Gutschein für Arbnor A. gezogen.

Unter allen Teilnehmenden der Abstimmung wird ein Wertgutschein für das SCG-Clubhaus verlost. Eine mehrfache Teilnahme ist nicht zulässig.

Die Auswahl beschränkt sich auf die Heimtore auf dem Sportplatz Tierpark. 

  • 01 – Simon Schmid
  • 02 – Jozef Simoni
  • 03 – Fabio Beeler
  • 04 – Tobias Walker 
  • 05 – Koni Huser

Saisonvorbereitung 23/24 inkl. Transfers

Anfang Juli startet s Eis wieder mit dem Trainingsbetrieb. In dieser News, welche laufend aktualisiert wird, findet ihr alles Wissenswerte rund um die Vorbereitung und den Saisonstart.

Trainingsspiele:

Saisonstart:
Am 12. August (18 Uhr) spielen wir die 1. Hauptrunde der Cup-Quali der 2. Liga inter auswärts gegen den SC Schöftland. Eine Woche später startet die Meisterschaft – die Gruppeneinteilung und der Spielplan sind nun bekannt.

Zuzüge:

  • Markus Bürgler (Torwart, ESC Erstfeld)
  • Silvan Christen (Mittelfeld, FC Altdorf)
  • Pirmin von Rickenbach (Abwehr, SC Goldau II)
  • Livio Amstad (Torwart, SC Goldau II)
  • Defrim Zeka (Abwehr, SC Goldau II)
  • Lars Theiler (Rückkehr Militär)
  • Beat Appert (Trainer, SC Goldau II)

Abgänge:

  • Marco Steinegger (Torwart, neu SC Goldau III)
  • Arnel Mehicic (Mittelfeld)
  • Philipp Ulrich (Abwehr, neu FC Kickers)
  • Skumbim Sulejmani (Trainer)
Concettina Schuler-Frijia (Sekretariat), Marco Steinegger, Philipp Ulrich, Arnel Mehicic, Skumbim Sulejmani, Mario Schuler (Sportchef) und Simon Krienbühl (Pressechef). Foto: Andy Scherrer

Jahrelang bei der Nati, jetzt coacht er beim SCG

Guido Stadelmann ist ein Glücksfall für Goldau: Der Golietrainer hat lange die Schweizer Nati-Goalies gecoacht und weiss viel zu erzählen.

Von Laura Inderbitzin, Bote der Urschweiz

Eigentlich wäre Guido Stadelmann jetzt im Ruhestand. Sein Sportgeschäft in Unterägeri hat er verkauft, beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) hat er sein Amt als Goalietrainer letzte Saison abgegeben. «Ich hatte eigentlich genug vom Fussball», sagt der 60-Jährige.

Guido Stadelmann, Goalietrainer SC Goldau

Doch der SC Goldau holte ihn aus der Pension zurück. Seit Herbst trainiert er die Goldauer Goalies – mit Fokus aufs Fanionteam, aber auch mit der 2. Mannschaft und dem Nachwuchs arbeitet er. «Der damalige Sportchef Bruno Spiess meldete sich bei mir, wir sassen mal zusammen und ich war schnell überzeugt», erzählt Stadelmann, der das Familiäre am SCG schätzt.

Zum Nati-Goalietrainer wurde er nur per Zufall
Mit seiner Erfahrung ist er ein Glücksfall für den 2.-Liga-regional-Verein. Fast 20 Jahre arbeitete der gebürtige Surseer beim SFV mit den Nationalteams und begleitete Gregor Kobel, Simon Enzler, Gaëlle Thalmann und Co. auf ihrem Weg.

Was für ihn eine gute Torhüterin oder einen guten Torhüter ausmacht? «Persönlichkeit. Nur Persönlichkeit.» Natürlich seien Talent und Technik Grundvoraussetzungen. «Aber die Überzeugung von dir selbst, dein Charakter, das ist das Wichtigste.» Das versuchte er den besten Goalies der Schweiz jahrelang einzutrichtern. Angefangen hatte seine Karriere als Trainer einst völlig zufällig.

Als Aktiver spielte er selbst als Torwart in der NLA und NLB, unter anderem bei Biel. Sein damaliger Trainer Hansruedi Hasler wurde später Technischer Direktor beim SFV – und brauchte dringend Coaches für die Torhüter. So wurde Stadelmann, mittlerweile zurückgetreten, aus dem Nichts angefragt. Er machte rasch erste Trainerausbildungen und begleitete anschliessend erstmals die U17-Nati.

Der Rest ist Geschichte: Der 60-Jährige fand viel Gefallen an dieser Arbeit, wurde von den Spielern geschätzt und begleitete die Nachwuchsteams der Frauen sowie der Männer über Jahre hinweg bei Zusammenzügen und auch bei verschiedenen Europa- und Weltmeisterschaften. Er förderte die Talente und arbeitete später in den Leistungszentren in Emmen und Huttwil (siehe Box).

Plötzlicher Abgang im Schweizer Verband
2017 machte Stadelmann innerhalb des SFV dann einen weiteren Schritt nach oben und übernahm als Goalietrainer die A-Nati der Frauen. Er betreute Gaëlle Thalmann und Co., selektionierte Nachwuchsgoalies und teilte die anderen Coaches für die Teams ein. Bis er letzte Saison plötzlich genug hatte.

«Aber im Sommer wäre doch die EM und dann gleich die WM …» hörte er von verschiedenen Seiten. Doch Stadelmann entgegnete: «Ich war schon an einigen Europameisterschaften, ich kenne diesen Käse.» Am liebsten stehe er im Training auf dem Platz, das ganze Drumherum brauche er nicht.

Mehr einheimische Goalies in Goldau
In Goldau kann er sich nun genau auf das fokussieren. Der Wechsel vom Profi- in den Amateurbereich sei ihm leicht gefallen. «Auf dem Feld ist es dasselbe, ich trainiere und korrigiere genau gleich – einfach das Niveau ist anders.» Beim SCG will man mithilfe von Stadelmann wieder mehr einheimische Goalies rausbringen. Bis jetzt ist der 60-Jährige sehr zufrieden im Verein, er schätzt seine neuen Aufgaben. Der Nicht-Ruhestand scheint Stadelmann zu passen.

«Granit Xhaka ist ein toller, direkter Mensch»
In den Leistungszentren in Emmen und Huttwil konnte Guido Stadelmann am intensivsten mit den Nachwuchsgoalies zusammenarbeiten. So gehören Simon Enzler (heute FC Aarau), Noam Baumann (FC Wil) und Sebastian Osigwe (FC Lugano) zu den Akteuren, die er schon früh und am engsten begleitete. «Bei Enzler hätte ich gedacht, dass er es noch weiter nach oben schafft», erzählt der Trainer, der in Unterägeri wohnt.

Das Gegenteil gilt in dieser Hinsicht für Jonas Omlin (Gladbach). «Er war im Nachwuchs in keiner Nati auf dem Radar, niemand hat etwas von ihm erwartet, er hat das komplett alleine geschafft.» Auch Gregor Kobel (Dortmund) ist heute weiter, als Stadelmann einst geschätzt hätte. «An der U17-EM 2014 rückte er nur nach, weil ein anderer verletzt war. Dann überzeugte er am Turnier enorm, wechselte wenig später jung nach Hoffenheim und ging seinen beeindruckenden Weg», so Stadelmann.

Er schätzt die Persönlichkeit, die ihm so wichtig ist, an Kobel enorm. Selbiges gilt auch für Yann Sommer (Bayern) oder Granit Xhaka (Arsenal). Mit dem heutigen Nati-Captain hatte er bereits in der U17 zu tun. «Im Mannschaftsbus war er ein ‹schücher Cheib›. Aus ihm wurde so ein toller, direkter, geradliniger Mensch. Niemand sollte etwas gegen ihn sagen.» (lai)

Goldau will an die gute Hinrunde anknüpfen

Am kommenden Samstag schnürt der SC Goldau wieder die Fussballschuhe für das erste Meisterschaftsspiel des Jahres. Mit dem Heimspiel gegen den Luzerner SC beginnt die Rückrunde.

Von Simon Krienbühl

Zum Auftakt empfängt Goldau mit Gabriel Persson den Luzerner SC. Bild: Mendi Photo

Gut vier Monate ruhte der Ball auf dem Sportplatz Tierpark. Nun sind packende Zweikämpfe, Geselligkeit, Bratwurst und Bier zurück. Die Hinrunde schloss der SCG auf dem guten 2. Tabellenrang ab. Leader Schattdorf liegt in Tuchfühlung mit nur vier Punkten Vorsprung. Bereits sieben Punkte hinter Goldau wartet der Luzerner SC und gleichzeitig der Gegner von Samstag.

Trainingslager als Highlight der Vorbereitung
Das Vorbereitungsprogramm konnte man gut durchziehen. Der schneearme Winter sorgte dafür, dass die Trainingsplätze stets bespielbar waren. Insgesamt absolvierte Goldau sechs Testspiele. “Die Grundlage lag zunächst auf der Physis. Wir konnten die Präsenz in den Trainings hochhalten, was wichtig war”, so Trainer Sulejmani. 

Das 6-tägige Trainingslager im spanischen Benidorm in der Nähe von Alicante war natürlich das Highlight der Vorbereitung. Begleitet von einer mehrköpfigen Gruppe Supportern konnten 22 Spieler unter der Führung des Trainer-Trios Sulejmani, Bürgi und Stadelmann einen intensiven, aber auch sehr unterhaltsamen Aufenthalt geniessen. 

Trainer Sulejmani sagt dazu: “Sehr erfreulich und wichtig war, dass wir bis auf einen Spieler (beruflich abwesend) vollzählig nach Spanien reisten. Die Grundlage für die Kondition und Kraft haben wir vorab gelegt, damit wir im Trainingslager an der Taktik, Technik und Spritzigkeit arbeiten konnten. Natürlich kam der Spass nicht zu kurz. Zudem hatten wir hervorragende Trainingsbedingungen.”

Wenige Kadermutationen
Trainer Sulejmani bestätigt, dass das Team fit für den Saisonstart sei. Durch die Trainingsspiele konnte sich jeder auch beweisen. Diese neue Dynamik im Team erlaubt es, Ausfälle direkt zu kompensieren. 

Mit Blick auf den aktuellen Goldauer-Kader gab es ein paar Wechsel. Mit Verteidiger Luca Sommaruga und Mittelfeldspieler Fabio Huber stiessen zwei Eigengewächse aus den Goldau-Reserven definitiv in den Kader. Beide verzeichneten bereits in der Hinrunde erste Einsätze. Drei Spieler (Livio Amstad sowie Shlirim und Defrim Zeka) wechselten zu den Goldauer-Reserven. Andreas Mathis und Lars Theiler weilen demnächst länger im Militär. 

Erste Bewährungsprobe gegen den Luzerner SC
Am Samstag um 18 Uhr empfangen die Hausherren den Luzerner SC. Die Stadtluzerner liegen auf dem guten 4. Tabellenrang und sind daher ein sehr ernstzunehmender Gegner. In der Hinrunde bodigte man die Luzerner gleich mit 4:0. Einen solchen Auftakt wünschen sich alle Goldau-Anhänger natürlich auch für Samstag. 

Zuzüge

  • Luca Sommaruga (SC Goldau II)
  • Fabio Huber (SC Goldau II)

Abgänge

  • Shlirim Zeka (SC Goldau II)
  • Defrim Zeka (SC Goldau II)

Fussball, Spass und Teambildung in Spanien

Das Fanionteam des SC Goldau absolvierte ein lebhaftes Trainingslager an der spanischen Ostküste.

Die Startelf im Trainingslager-Testspiel gegen den FC Ueberstorf, welches 2:2 ausging. Bild: PD

Von Damian Bürgi

Am vergangenen Dienstag reiste die erste Mannschaft des SC Goldau nach Spanien, genauer gesagt nach Benidorm in der Nähe der Stadt Alicante, für ein sechstägiges Trainingslager. Begleitet von einer mehrköpfigen Gruppe Supportern konnten 22 Spieler unter der Führung des Trainer-Trios Sulejmani/Bürgi/Stadelmann einen intensiven, aber auch sehr unterhaltsamen Aufenthalt geniessen.

Die Spieler waren sogleich gefordert und absolvierten, kaum angekommen, auch schon die erste Trainingseinheit. Nach zwei weiteren Einheiten am Mittwoch sowie einem Training am Donnerstagmorgen trat man am folgenden Nachmittag gegen den FC Ueberstorf aus dem Kanton Freiburg an. Trotz mehr Spielanteilen befand man sich zur Pause mit 0:2 im Rückstand. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Goldauer hauptsächlich das Spieldiktat inne und konnten kurz vor Schluss noch den verdienten 2:2-Ausgleich erzielen.

Am Freitag stand bei den Feldspielern ein lockeres Auslaufen und bei den Torhütern ein Videostudium auf dem Programm. Nachmittags begab man sich gemeinsam ins nahe gelegene Benidorm, um Strand, Meer und die spanische Bierbraukunst zu geniessen. Abends besuchten die Spieler die Partie in der La Liga (der höchsten spanischen Liga) zwischen dem Elche CF und Betis Sevilla und trafen dabei auch auf Verantwortliche des FC Ibach, welcher sein Trainingslager ebenfalls in der Nähe von Alicante durchführte. Infiziert von der tollen Stimmung vor dem Stadion, mutierten die SCG-Spieler kurzerhand zu grossen «Elche-Fans» und stimmten immer wieder eigens erfundene Gesänge an. Das Spiel selbst mutierte zu einem unglaublichen Fussballabend mit Penaltys, Roten Karten und fünf Toren – leider zuungunsten des soeben lieb gewonnenen Elche CF, welcher aufgrund eines Elfmeters in der 95. Minute mit 2:3 verlor. Man durfte miterleben, dass im Fussball auch auf der höchsten Ebene einfach alles passieren kann.

«Mucho Elche»: Der Besuch der La-Liga-Partie zwischen Elche und Betis Sevilla dürfte für viele Teilnehmende das Highlight des gesamten Trainingslagers gewesen sein.
Bild: PD

Geschafft von diesem langen Tag, rafften sich die Beteiligten am Samstag nochmals zu zwei Trainingseinheiten auf und absolvierten diese zur vollsten Zufriedenheit des Staffs. Am Ende der Trainings stand jeweils noch eine eigene Meisterschaft unter den Spielern an: Man musste von der Strafraumgrenze den Ball an die Latte schiessen und anschliessend, ohne dass das Spielgerät den Boden berührte, dieses ins Tor befördern. Hier wurden einige Überstunden gescheffelt, denn die meisten Bälle landeten nicht im Tor, sondern trotz Ballfangnetz direkt im Pool der Hotelanlage. Der Spass kam hier aber jedenfalls nicht zu kurz. Dies gilt auch für das gesamte Trainingslager, in welchem die Mannschaft nach schwierigen Jahren mit Corona und zwei Abstiegen den Teamzusammenhalt nun wieder stärken konnte. Somit dürfte der SCG auch in der Rückrunde für den Angriff auf die vorderen Plätze in der zweiten Liga regional bereit sein.

Bild: PD

Im Gespräch mit Topskorer Zeno Huser

Am letzten Spieltag erzielte Zeno Huser sein 200. Pflichtspieltor für die Goldauer. Der Steiner erzählt im Gespräch, wie er diesen Meilenstein erlebt hat.

Zeno Huser konnte vor dem Tor nur selten gestoppt werden. Bild: Andy Scherrer

Mit Zeno Huser sprach Simon Krienbühl

Zeno, am letzten Samstag hast du die Marke von 200 Toren geknackt. Wie ist deine Gefühlslage?
Es war ein toller Augenblick. Einerseits weil wir das Spiel gewinnen konnten, andererseits weil ich diese Marke erreichen konnte. Besonders war, dass ich am Samstag gleich doppelt feiern konnte. Meine Frau und ich hatten unseren Hochzeitstag. Von ihr erhalte ich stets volle Unterstützung. Da bin ich sehr dankbar, nimmt der Fussball doch einige Zeit in Anspruch.

War dir der Erfolg während des Spiels gegen Littau sofort bewusst?
Ich hatte die Marke tatsächlich im Auge. Mein Plan war eigentlich, den Treffer Nummer 200 zu Hause zu erzielen (schmunzelt). Bis zur 100er-Marke hatte ich die Tore stets mitgezählt. Anschliessend habe ich die Zahl aber irgendwie aus den Augen verloren. Am letzten Saisonabschluss im Sommer haben wir im Team fleissig gerechnet und gemerkt, dass die 200er-Marke kurz bevor steht. Dies sorgte natürlich für zusätzliche Motivation.

Welche Reaktionen hast du in diesen Tagen erhalten?
Einige Gratulationen haben mich erreicht, was mich sehr gefreut hat.

Seit dem Jahr 2008 spielst du im Eis und hast rund 340 Pflichtspiele bestritten. Für deine ersten 100 Treffer hast du sieben Jahre benötigt. Nun, exakt sieben Jahre später hast du die 200er-Marke geknackt. Welche Marke war einfacher zu erreichen?
Die 100er-Marke war klar einfacher. Witzig ist, dass ich jeweils 7 Jahre brauchte. Vom Gefühl her musste ich für die letzten 100 Tore deutlich mehr Zeit aufwenden.

Wenn es im gleichen Tempo weitergeht, wirst du mit 39 Jahren die 300er-Marke knacken, oder?
Für die 300 würde ich definitiv mehr als sieben Jahre brauchen (lacht). Dann kicken schon längst die Jungen im Goldauer-Sturm.

Apropos nächste Generation – was braucht ein guter Stürmer?
Man braucht den sogenannten Torriecher. Das Gespür, wo der Ball als nächstes hinkommt. So kann man relativ gut antizipieren, wo man als Stürmer stehen soll. All das hilft aber nur, wenn man ein gutes Team um sich hat. Und nicht zu vergessen ist die Prise Glück.

Hast du einen nächsten Meilenstein im Visier?
Nicht wirklich. Ich befinde mich im Herbst meiner Aktiv-Karriere. Wichtig ist mir mehr, dass ich verletzungsfrei bleibe und so eines Tages meine Fussballschuhe an die Wand hängen kann.

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