Die Raiffeisenbank Rigi verlängert ihr Engagement und bleibt Hauptsponsorin des SC Goldau.
Von Simon Krienbühl
Bereits seit der Saison 2013/2014 darf der Sport Club Goldau auf die Unterstützung der Raiffeisenbank Rigi zählen. Diese Partnerschaft wird nun bis im Sommer 2024 verlängert. Der Sport Club Goldau bedankt sich ganz herzlich für die Unterstützung und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.
Bildlegende: Reto Bisang (Präsident SC Goldau), Roberto D’Amato (Sponsoring & Anlässe SC Goldau), Nadine Suter (Marketing Raiffeisenbank Rigi) und Rolf Wittwer (Leiter Privatkundenberatung und Mitglied der Bankleitung Raiffeisenbank Rigi)
Roberto D’Amato, Vorstand Sponsoring & Anlässe: “Die Raiffeisenbank Rigi und unsere weiteren Sponsoren leisten einen wichtigen Beitrag, damit unsere Aktiven und Junioren ihrem Lieblingshobby nachgehen können. Herzlichen Dank dafür!”
Reto Bisang, Präsident: “Gerade in der aktuellen Situation ist das ein Zeichen des Vertrauens und einer guten Zusammenarbeit.”
Rolf Wittwer, Leiter Privatkundenberatung und Mitglied der Bankleitung: “Der SC Goldau ist wie Raiffeisen in der Region stark verankert und nah an der Bevölkerung. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Partnerschaft.”
Heute Dienstag, 22. Juni 2021 wird der Sport Club Goldau 75 Jahre alt. Ein grosses Geburtstagsfest wird es aufgrund der aktuellen Umstände leider nicht geben. Das geplante Fest vom 3. Juli findet nicht statt.
Seit 75 Jahren gehen Menschen beim SC Goldau ihrem liebsten Hobby “Fussball” nach, feiern zusammen Erfolge und raffen sich bei Misserfolgen wieder auf. Mit über 250 Junioren, 18 Juniorenteams, 4 Aktiv- und 2 Seniorenmannschaften hat sich der SC Goldau in all den Jahren zum grössten Verein in der Gemeinde Arth und einem der grössten Vereine der Region entwickelt. Gegründet wurde der Verein am 22. Juni 1946. In einer früheren Jubiläumsschrift wurde die Gründung wie folgt beschrieben:
Es ist der 22. Juni 1946. Der Vorsitzende Ernst Willi begrüsst die junge Sportclub-Familie. Er spricht ausführlich über die Gründung des neuen Vereins. Als klare Abtrennung gegenüber dem ehemaligen Fussballclub, der sich 1936 auflöste. Der Platz im Bischofshausen ist auf zwei Jahre gepachtet von Anton von Rickenbach, Arth. Im weiteren hat man sich einstimmig auf den Namen Sport-Club Goldau geeinigt. Es ist unser Ziel, führt Ernst Willi aus, eine gesunde und kameradschaftliche Basis zu schaffen, für einen langjährigen Club mit Freude am Fussball.
Jubiläum ohne Festlichkeiten Die zur Gründungszeit erwähnte kameradschaftliche Basis ist bis heute geblieben. Zu gerne hätte man den runden Geburtstag mit Mitgliedern, Spielern, Gönnern, Sponsoren und der ganzen Bevölkerung feiern wollen. Nun fallen die Festlichkeiten, die auf den 3. Juli 2021 vorgesehen waren, gänzlich ins Wasser. Letztlich sind die Unsicherheiten und Einschränkungen von Covid-19 nach wie vor zu gross. Der Vorstand erklärt, dass der Bundesrat wohl auf Ende Juni zwar weitere Lockerungen aussprechen wird, ein Fest dieser Grösse würde aber nach wie vor wohl einige Einschränkungen mit sich bringen. Dies verunmöglicht leider eine geordnete Planung und Durchführung. Entspannt sich die Lage in diesem Jahr weiter, ist ein klubinternes Fest nach Beginn der neuen Saison möglich.
Digitale Geburtstagswünsche Spieler und Vereinsmitglieder liessen es sich trotzdem nicht nehmen, dem SC Goldau ihre Geburtstagswünsche zu übermitteln – und zwar digital. Das Video dazu gibt es ganz oben auf dieser Seite. Der Sport Club Goldau bedankt sich für die Realisierung des Videos ganz herzlich bei Silvio Ketterer – Visuelle Gestaltung und Brian Gottschalk – drehbetrieb.
Dank eines Auswärtssiegs in Aegeri machen die Goldauer die Saison perfekt.
Extra für dieses Spiel organisierte der Staff einen Teamcar, um an das Auswärtsspiel nach Unterägeri zu fahren. Vor Anpfiff bot sich eine erste Überraschung: Nicht die Spieler von Aegeri b standen auf dem Platz, sondern mehrheitlich jene der zweiten Junioren-A-Mannschaft, die zwei Ligen höher in der Junior League spielen. Dies machte die Aufgabe natürlich schwieriger. Dass beide Teams den Sieg wollten, merkte man gleich zu Beginn. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Goldau besass aber die besseren Chancen. Zur Pause stand es trotzdem 0:0.
Goldener Treffer durch Mathis Nach der Pause dauerte es bis zur 73. Minute, bis sich am Spielgeschehen etwas tat. Nach einem Handspenalty übernahm Andreas Mathis die Verantwortung am Elfmeterpunkt … und scheiterte bei seinem ersten Versuch am Keeper. Mathis setzte aber nach und versenkte das Leder zum viel umjubelten Führungstreffer.
In der späten Nachspielzeit zeigte der Schiri nochmals auf den Elfmeterpunkt, dieses Mal für Aegeri. Doch der Zuger scheiterte am mirakulösen Goldauer-Schlussmann Gunaratnam. Danach war Schluss und die Goldauer konnten als Meister den Aufstieg in die 1. Stärkeklasse feiern.
Nicht mal Steven Spielberg hätte in dieser Partie besser Regie führen können, als dies heute der Fussballgott tat. Mit diesem Happy End bedanken sich die A-Junioren bei ihrem Trainer-Staff Luan Krasniqi, Isuf Krasniqi und Neki Shala sowie der JUKO des SC Goldau für ihren Support.
FC Aegeri b – SC Goldau 0:1 (0:0) Chruzelen, Unteraegeri. Tore: 73. Andreas Mathis (Penalty) 1:0. – SC Goldau: Gunaratnam, Theiler, Nasufi, Maliqi, Mathis, Schelbert, Kadrijaj, Mrijaj, Lafferma, Shala, Tela; Reci, Horath, Elezaj, Hyseni, Mejdi, Milardovic, von Rickenbach. – FC Aegeri b: Müller, Lüde, Wipfli, D. Schuler, P. Schuler, Kivrak, J. Schuler, Uster, Bretscher, Dunjic, Been; Berhe, Hadish, Meyer, Welday, Karimi, Wigger, Schneider
Für unser Fanionteam stehen in dieser Woche zwei Testspiele an. Anschliessend geht es in den drei verbleibenden Ernstkämpfen um den Ligaerhalt. Besonders freut uns, dass an den Spielen wieder Zuschauer*innen zugelassen sind. Trainer Sandro Marini äussert sich im Gespräch mit Simon Krienbühl zum Restart.
Sandro, der Spielbetrieb geht endlich wieder los. Ein intensiver Juni steht bevor, oder? Wir freuen uns alle, dass wir wieder spielen dürfen. Es stehen drei spannende Spiele vor uns. Vorgängig testen wir zuhause gegen Emmen und Brunnen. Intensiv würde ich nicht sagen, es kehrt wieder Normalität ein.
Sandro Marini, Trainer 1. Mannschaft
Kannst du auf alle Kräfte zurückgreifen? Nicolas Walker ist am Knie verletzt und wird nicht mehr spielen können. Raphael Paglia wird Reisen und steht uns auch nicht mehr zur Verfügung.
Wie hat das Team die letzten Wochen verbracht? Wir haben zu Beginn zweimal wöchentlich trainiert. Als sich die Fortsetzung der Saison abzeichnete, haben wir die Einheiten pro Woche erhöht und zusätzlich auch im konditionellen Teil gearbeitet. Die Spieler unter 18 Jahren haben mit anderen jungen Spielern unter der Leitung von Beat Appert und Ivo Bürgi (Trainerduo 2. Mannschaft) normal trainiert, da unter 18 Jahren zuletzt ohne Masken und mit Körperkontakt trainiert werden konnte.
In den drei verbleibenden Partien wird gegen Buochs, Schötz und Luzern gespielt. Was braucht es, dass der Ligaerhalt noch Realität wird? Für solche Spiele spielen wir Fussball. Bei jedem Spiel geht es um alles. Wir möchten bis zum letzten Spieltag die Chance aufrecht erhalten, um den Ligaerhalt zu schaffen. Wir nehmen Spiel für Spiel. Die erste Partie gegen Buochs ist sicher wegweisend. Wir freuen uns auf diese Aufgabe.
National dürfen momentan einzig die Junior*innen ihrem Hobby ohne Einschränkungen nachgehen. Trotzdem gibt es weiterhin einige Herausforderungen. Zusammen mit Olivier Flückiger, Präsident der Juniorenkommission (Juko) des SCG, werfen wir einen Blick auf die Zukunft unseres Vereins – auf unseren Nachwuchs.
Mit Olivier Flückiger sprach Simon Krienbühl
Oli, du führst die Juniorenkommission (Juko) des SC Goldau bereits seit 8 Jahren als Präsident. Waren die Herausforderungen je grösser? Seit ich das Amt von Claudio Crivelli übernommen habe, gab es immer wieder kleinere und grössere Herausforderungen. Die jetzige Situation mit der Pandemie ist für alle neu. Der gesamte Verein ist gefordert. Stetig und rasch müssen die Massnahmen und Schutzkonzepte den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Mit grossem Einsatz halten wir den Trainings- und Spielbetrieb aufrecht, soweit es der gesetzliche Rahmen ermöglicht.
Ende April meinte SFV-Präsident Dominique Blanc im Blick, dass man landesweit im Bereich der D- bis G-Junioren bereits einen beträchtlichen Rückgang an Neumeldungen feststellt. Trifft dies auch auf unsere Juniorenabteilung zu? Über fehlenden Nachwuchs können wir uns bislang nicht beklagen, zum Glück! Bei den „Kickis“ – unserer Fussballschule – konnten wir dieses Jahr rund 30 Neuanmeldungen verzeichnen, was in etwa dem Durchschnitt der letzten Jahren entspricht.
Weiter hält Blanc fest, dass Teile der A- und B-Junioren den Schritt zu den Aktiven nicht vollziehen können. Wie sieht es da aus? Der SC Goldau verfolgt eine klare Strategie und setzt konsequent auf die eigenen Junioren. Die talentierten Spieler wollen wir früh an den Aktivfussball heranführen. Dies gelingt sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft. Spätestens am Ende der Juniorenzeit sollen alle, die weiterhin Fussballspielen möchten, einen Platz in einer Aktivmannschaft erhalten.
Seit März dürfen die Junior*innen zwar wieder ohne Einschränkungen Fussball spielen, ihre Eltern hingegen dürfen ihren Kindern aber nicht zuschauen. Wie gehen die Eltern mit der Situation Corona und Sport um? Grundsätzlich können wir auf ein grosses Verständnis seitens der Eltern zählen, was ich sehr schätze. Die Pandemie ist allgegenwärtig. Überall trifft man auf Vorschriften und Einschränkungen. Als Verein sind wir dafür verantwortlich, dass die vorgegebenen Massnahmen eingehalten werden.
Da sind natürlich auch die Juniorentrainer in der Pflicht. Generell, wie werden die Trainer beim SC Goldau gefördert? Wir motivieren die Trainer*innen zum Besuch der Jugend+Sport Ausbildungen. Ausserdem wollen wir künftig interne Workshops anbieten, um sich auch intern weiterbilden zu können. Unsere technischen Leiter unterstützen und beraten die Trainer*innen über die ganze Saison hin. Zudem sind intern gemeinsame Schwerpunkte festgelegt, welche den groben Ausbildungsrahmen vorgeben.
Wenn die Anzahl Junioren steigt, dann auch automatisch der Bedarf an Trainer*innen. Findet man stets ausreichend und gutes Personal? Für den Trainings- und Spielbetrieb der Juniorenkommission benötigen wir rund 40 Trainer*innen. Tatsächlich gestaltet sich die Suche schwierig. Bislang ist es mit Mühe und Not gelungen, genügend Trainer*innen zu finden. Mit besseren Rahmenbedingungen soll der Fluktuation vorgebeugt und mehr Nachhaltigkeit erreicht werden.
Was bereitet dir bei den Junioren*innen am meisten Freude? Die Begeisterung für den Fussball in den Augen der Kinder zu sehen. Es freut mich, dass sie trotz der aktuellen Einschränkungen weiterhin trainieren und Wettkämpfe bestreiten dürfen.
Zur Person
Olivier “Oli” Flückiger ist 38 Jahre alt, in Arth aufgewachsen und wohnt heute mit seiner Frau in Seewen. Oli durchlief beim SCG alle Juniorenstufen. Anschliessend spielte er rund 10 Jahre in der 1. Mannschaft und erbte damals die Captainbinde von Ötti Schuler. Beruflich ist er als Sozialversicherungsfachmann tätig, privat zählen Fussball, Wandern, Skifahren, Jassen, Reisen, Kochen (und Essen!) zu seinen Hobbys.
Was hat sich seit deinem Amtsantritt im Jahr 2013 am meisten verändert? Der SC Goldau wächst weiterhin. Auch wenn wir uns im Breitensport bewegen, werden die Strukturen immer professioneller. Die Infrastruktur musste den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Der Verein ist heute personell breiter aufgestellt.
Was schätzt du an deiner Funktion als Präsident der Juko? Primär schätze ich die kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Vereins. Es ist mir wichtig, dass ich mit meiner Stimme im Vorstand die Interessen der Juniorenkommission vertreten kann.
Welche Projekte möchtest du mit der JUKO noch gerne umsetzen? Generell wollen wir die Talentförderung innerhalb des Vereins, ergänzend zu den Angeboten in der Region (Löwenschule und Footeco), ausbauen. Der SC Goldau muss für Kinder weiterhin eine attraktive Adresse in der Region bleiben. Zudem bietet das neue Sportzentrum in Oberarth allenfalls die Möglichkeit, den Mädchen- und Frauenfussball beim SC Goldau voranzutreiben.
Du spielst noch immer aktiv Fussball, bei den Senioren 30+. Wird überhaupt trainiert bzw. wie hältst du dich fit? Die Senioren 30+ trainieren aktuell nicht. Ohne „Mätchli“ macht das Training nur halb so viel Spass. Leider hält sich mein Bewegungsdrang in Grenzen, weshalb auch ich auf Lockerungen im Trainingsbetrieb per Ende Mai hoffe.
Der SC Goldau hat Pierino Crivelli oder Piri, wie die Leute ihn nennen, viel zu verdanken. Ob als aktiver Fussballer, Trainer oder als Wirt – Piri half da mit, wo man ihn brauchte. Mit seinen 72 Jahren kann der Goldauer viel über die 75-jährige Geschichte des SCG erzählen.
Mit Piri Crivelli sprach Simon Krienbühl
Piri, ich habe einige Personen innerhalb unseres Vereins gefragt, was ihnen bei deinem Namen als erstes in den Sinn kommt. Dabei fiel der Begriff “Chrampfer” mehrmals. Einverstanden?
Wenn die Leuten das sagen, muss es wohl stimmen. Aber ich bin tatsächlich gerne eine Person, die anpackt. Mit meinen 72 Jahren gelang mir dies zwar auch schon einfacher, aber still sitzen liegt nicht in meiner Natur.
Piri Crivelli – wie er leibt und lebt
Dabei trägst du ja ganz offiziell den Titel “Chrampfer des Vereins”!
Ach ja, da war diese eine Nomination. Der Innerschweizer Fussballverband suchte damals im Verbandsgebiet langjährige Funktionäre. Zusammen mit drei Funktionärskollegen von anderen Clubs aus der Region durfte ich im Jahr 2012 einen VIP-Abend beim WM-Qualifikationsspiel Schweiz-Albanien in der ausverkauften Swissporarena in Luzern verbringen, welches die Schweiz mit 2:0 gewann. Nur schon die Nomination ehrte mich. Der Titel hätte man aber auch anderen Mitgliedern des SC Goldau verleihen können.
Und trotzdem hast du in die Geschichte des SCG mitgeprägt. Wie bist du überhaupt zum Fussball gekommen?
In der Primarschule nahm ich mehrmals am Schülerturnier teil. Damals war das Turnier relativ jung, das Erste fand 1957 statt. Mich und meine Kollegen packte das Fussballspielen sogleich. Den Junioren beitreten konnte ich aber nicht sofort.
Wieso nicht?
In meiner Kindheit waren die C-Junioren die jüngste Stufe. Heute kann man ja bereits als 7-jähriger Knirps die ersten Fussballschritte unternehmen. Damals konnte ich erst als ca. 14-jähriger ein Fussballtraining besuchen. Anschliessend durchlief ich alle Juniorenstufen. Mit 16 Jahren hatte ich aber einen Beinbruch und musste länger pausieren.
Hand aufs Herz, wie gut waren deine fussballerischen Fähigkeiten?
Da musst du meine ehemaligen Trainer und Kameraden fragen. In die 1. Mannschaft reichte es aber nicht. Dafür spielte ich einige Jahren in der 2. Mannschaft und war eine Zeit lang auch Captain des Teams.
Die 2. Mannschaft steigt 1975 erstmals in die 3. Liga auf. Piri Crivelli findet man stehend, Zweiter v.r.
Welche Erinnerung hast du an deinen grössten sportlichen Erfolg?
Das ist wohl der Meister- und Cupsieg mit den Veteranen in der Saison 1991/1992. Wir waren eine schlagkräftige Truppe mit bekannten SCG-Grössen wie Werni Bürgi, Urs Zürcher oder Nicola Frijia.
Meister- und Cupsieger, die Veteranen in der Saison 1991/92
Mir scheint, dass du besonders auf dem Platz ein “Chrampfer” gewesen bist.
Meine damalige Position – Libero – gibt es heute im modernen Fussball praktisch nicht mehr. Libero bedeutet freier Mann. Lange Zeit bezeichnete man im Fussball so den Ausputzer, der ohne direkten Gegenspieler hinter der eigenen Abwehr agierte. Gelang es dem gegnerischen Stürmer, seinen Manndecker auszuspielen, kam der Libero dazu und klärte in höchster Not. Der Libero war also schon ein Chrampfer. Aber auch abseits des Platzes packte ich an. Als gelernter Schlosser konnte ich an einigen Baustellen mitarbeiten.
Zur Person
Pierino “Piri” Crivelli ist 72 Jahre alt und ist in Goldau aufgewachsen. Er spielte lange aktiv Fussball, ist Ehrenmitglied des Vereins und leistete so einiges an freiwilliger Vereinsarbeit. Im Jahr 2012 wurde Piri vom Innerschweizer Fussballverband als Chrampfer des Vereins ausgezeichnet. Piri lebt heute mit seiner Frau Agnes in Goldau.
Zum einen an der grossen “Züglete” im Jahr 1980.
Genau. Der SC Goldau spielt seit gut 40 Jahren am heutigen Standort, auf dem Sportplatz Tierpark. Vorher war der Fussballplatz auf dem heutigen Tierpark-Parkplatz Bischofshusen, was bestimmt nicht alle wissen. Bei der Züglete half ich insbesondere beim Installieren der Zäune und Ballhalter. Allgemein waren die Senioren emsige Arbeiter beim Umzug.
An deiner Seite begleitet dich seit langem deine Frau Agnes. Wie unterstützte sie dich zur damaligen Zeit?
Ohne meine Frau hätte ich bestimmt nicht die eine oder andere Aufgabe im Verein übernommen. Ich erhielt von Agnes stets viel Rückhalt. Am meisten wohl, als wir das Clubhaus als Wirtepaar führten.10 Jahre lang. Eine lange, aber schöne Zeit.
Das Kiosk-Team v.l.: Agnes Crivelli, Piri Crivelli, Kassierin Erna Arnold, Platzwart Franz Horat und Berta Horat
Schlosser und Wirt – passte dies überhaupt?
Es musste (lacht). Wie in jedem Verein wird viel Freiwilligenarbeit geleistet. Da hilft man, wo Not am Mann / an der Frau ist. Damals kam der damalige Präsident Franz Marty auf uns zu, da sie einen Nachfolger für das Clubhaus suchten. Wir willigten ein. Verglichen mit heute waren die Voraussetzungen aber ganz andere. Das grosse Highlight zu unserer Zeit war die Hot-Dog-Maschine.
Der Name Crivelli ist in unserem Verein auch durch deinen Sohn Claudio bekannt.
Richtig. Claudio spielte in den Junioren, meist als Torwart. Später war er als Juniorentrainer tätig und amtete auch als Präsident der Juniorenkommission.
In diesem Jahr wird der SC Goldau 75 alt. Was bedeutet der Verein eigentlich für dich?
Nun, der Verein begleitete praktisch mein ganzes Leben. Der Sport ist das eine, das andere ist aber die Geselligkeit im Verein. Was gibt es Schöneres, wenn man als kleiner Junge zusammen mit seinen Kameraden Fussball spielt und sich über die Jahre auf und neben dem Platz immer wieder trifft.
Piri, wann sehen wir dich ein nächstes Mal auf dem Sportplatz Tierpark?
Ich hoffe sehr bald. Aktuelle ruht der Ball aufgrund Corona ja fast gänzlich. Ich vermisse die Spiele, den Sport, aber auch die Geselligkeit. Wie erwähnt, der Sportplatz ist für mich ein wichtiger Treffpunkt. Aber Fussball ist ja nicht alles. Ich hoffe einfach, dass nicht nur der Sport sondern auch bald wieder das soziale Leben in allen Bereichen zurückkehrt.
Letzte Frage, was wünschst du dem SC Goldau für die Zukunft?
Allen Teams wünsche ich Spass und sportlichen Erfolg. Für den Verein hoffe ich sehr, dass sich auch in Zukunft Freiwillige finden, die sich mit Herzblut für die Zukunft des Vereins einsetzen.
Der Sport Club Goldau wurde 1946 gegründet und entwickelte sich seither zum grössten Verein der Gemeinde Arth. Rund 350 Junioren und Aktive gehen heute ihrem liebsten Hobby – dem Fussball – nach. In einer losen Serie porträtieren wir im Jubiläumsjahr einige SCG-Grössen.
Möchtest Du stets am Ball bleiben? Melde dich für unseren Newsletter an unter www.scgoldau.ch/newsletter.
SCG-Präsident Reto Bisang spricht im Interview zum 75-Jahr-Jubiläum des Sport Club Goldau über den Einfluss des Coronavirus auf die Feierlichkeiten und über weitere geplante Aktivitäten.
Reto, noch immer kämpft die Gesellschaft mit den Folgen des Coronavirus. Auch der Fussball bleibt nicht verschont. Aktuell finden bei den Aktiven nicht einmal Spiele statt. Den 75. Geburtstag hat sich unser Verein vermutlich anders vorgestellt. Natürlich. Die aktuelle Situation ist kräftezehrend, zumal wir nicht wissen, was uns in den nächsten Monaten noch alles erwartet. Die anstehenden Impfungen stimmen mich grundsätzlich positiv, dass wir bald wieder unserer liebsten Sportart nachgehen können. Aber mit Impfen allein ist es natürlich nicht getan. Für grosse Festlichkeiten rund um unseren 75. Geburtstag fehlt es aktuell an Planungssicherheit.
Heisst dies, dass es keine Festlichkeiten zum Jubiläum gibt? Stand heute kann ich dies nicht ausschliessen. Wir werden ein Fest nur dann durchführen, wenn das Gemeinwohl und die Gesundheit von uns allen nicht gefährdet ist. Ich möchte aber betonen, dass für uns ein aktives Vereinsleben extrem wichtig ist. Sofern es die Situation im Sommer 2021 zulässt, werden wir ein Fest für unsere Spieler*innen, Mitglieder und Sponsoren auf die Beine stellen. Intern planen wir aktuell mit dem 3. Juli 2021 als Datum, welches wir schon kommuniziert hatten. Aber auch hier sind Änderungen möglich.
Reto Bisang, Präsident SC Goldau
Die Planung für ein Fest liefern bereits im letzten Jahr an, oder? Genau. Ursprünglich hatten wir mit den Vorbereitungsarbeiten bereits im letzten Jahr gestartet. Unser Jubiläums-OK hatte das Ziel, für die ganze Bevölkerung der Gemeinde Arth ein grösseres Fest inklusive Rahmenprogramm und einem attraktiven Testspiel auf die Beine zu stellen. Leider mussten wir diese Pläne aufgrund der Entwicklungen wieder in der Schublade versorgen. Nun heisst es, abzuwarten und flexibel zu sein.
Was plant der SC Goldau sonst noch in diesem Jubiläumsjahr? Wir werden während des ganzen Jahres bekannte und weniger bekannte SCG-Persönlichkeiten eine Stimme geben. Wir wollen aufzeigen, wie sich unser Verein – insbesondere in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten – nochmals stark entwickelt hat. Unsere älteren Mitglieder können so in Erinnerung schwelgen, unsere jüngeren Mitglieder werden so mehr als einmal zu einem “Aha-Erlebnis” kommen. Noch im April starten wir mit einem ehemaligen “Chrampfer”. Das grösste Geschenk an uns alle wäre aber, dass wir uns alle bald wieder in einer geselligen Runde auf dem Sportplatz Tierpark treffen können.
Ab Sommer 2021 ergeben sich für Schulen und Vereine in der Gemeinde Arth ganz neue Möglichkeiten – die Räumlichkeiten und Anlagen des Schul- und Sportzentrums Oberarth gehen etappenweise in Betrieb. Für den SC Goldau ein wichtiger Meilenstein.
Vereine, Schulen und Bevölkerung profitieren von grosszügigen Sportangebot
Sportplätze, wie der Kunstrasen, sollen im Verlauf der Sommerferien 2021 bespielbar sein
Spieler*innen vom SC Goldau erhalten verbesserte Bedingungen
Von Simon Krienbühl
Rückblick an die Urne Am 10. Februar 2019 genehmigte das Stimmvolk der Gemeinde Arth und des Bezirks Schwyz mit grosser Mehrheit den Bau des neuen Schul- und Sportzentrum in Oberarth. In diesem gemeinsamen Projekt ist die Gemeinde Arth für die Erstellung der Aussenanlagen für den Schul- und Freizeitsport zuständig; der Bezirk seinerseits erstellt ein neues Schul- und Sportgebäude sowie Pausen- und Parkplätze.
Trainings- und Spielbetrieb verbessert sich Für den SC Goldau ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten im Trainings- und Spielbetrieb. Bisher trainierten unsere 24 Teams und rund 400 Spieler*innen in Goldau auf dem Sportplatz Tierpark, auf dem Kunstrasen bei der Pädagogischen Hochschule Schwyz (PHSZ), im Zwygarten in Arth und auf dem damaligen Rasen beim Schulhaus Bifang in Oberarth. An selber Stelle in Oberarth wird nun seit einem Jahr an einem neuen Kunstrasen gebaut.
Dieser wird die aktuelle Situation beim Trainings- und Spielbetrieb massiv entschärfen, bestätigt Marcel Gwerder, Spiko beim SCG: «Der zusätzliche Kunstrasen in Oberarth gibt uns die Möglichkeit, allen Mannschaften gute Trainingsbedingungen zu bieten. Aktuell kann es sein, dass Trainings bei schlechter Witterung ausfallen. Grund ist, dass der Ausweichplatz Kunstrasen bereits durch andere Teams belegt ist. Dies soll zukünftig nicht mehr vorkommen.»
Ausserdem entsteht durch den zweiten Kunstrasen zusätzliche Kapazität, um weitere Mannschaften zu gründen, so Marcel Gwerder: «Unsere Anzahl Spieler*innen kennt nämlich nur eine Richtung – nach oben. Besonders im Damenfussball wollen wir den Mädchen in Zukunft eine durchgehende Perspektive bis zu den Aktiven anbieten.»
Auch die Zuschauer*innen profitieren Verbessern tun sich auch die Verhältnisse für die Zuschauer*innen. Meist wurden Spiele bisher aufgrund schlechter Witterung auf den Kunstrasen bei der PHSZ verlegt. Zum Leid der Zuschauer, da vor Ort weder Sitzgelegenheiten noch ein gedecktes Dach vorhanden ist. In Oberarth wird beides zu finden sein. Bestrebungen bestehen, dass den Zuschauer*innen das kleine Bistro der Turnhalle an ausgewählten Spielen offen steht.
Die untere interaktive Karte zeigt, welche Sportanlagen – nebst dem Kunstrasen – im Bau sind. Tipp: Auf die roten Buttons klicken.
Ein breites Sportangebot Neben dem Kunstrasen umfasst das Sportzentrum eine 110m-Sprintlaufbahn, eine Weit- und Hochsprunganlage sowie eine Kugelstossanlage, welche die Leichtathletik im Schul- und Vereinsport weitgehends abgdeckt. Auf dem Allwetterplatz können klassische Ballsportarten wie Handball, Basketball, Volleyball usw. ausgeübt werden. Mit der Finnenbahn und zwei Tennisplätzen wird das umfangreiche Sportplatzangebot abgerundet. Sämtliche Aussensportanlagen werden mit Flutlichtanlagen ausgestattet sein. Die geplante Multifunktionsfläche steht für Rollsportarten, Veranstaltungen und temporäre Installationen zur Verfügung.
Aktuell laufen diverse Gespräche über den Betrieb der Anlagen, zum Beispiel wann und wie diese zugänglich sein werden. Details werden im Frühling erwartet. Der Sport Club Goldau gibt auf Instagram und Facebook regelmässig einen Einblick über den Baufortschritt. Wir wünschen den Bauleuten vor Ort weiterhin gutes und unfallfreies Gelingen.
In der Fussballschule können Kinder ihre ersten Schritte auf dem Fussballplatz machen. Am 7. April 2021 starten die “Trainings”, die jeweils mittwochs und samstags stattfinden.
Die Migros unterstützt den Amateursport mit einem Fördertopf von 3 Millionen Franken. Jetzt in den Migros-Filialen Vereinsbons sammeln und gleichzeitig unseren Verein unterstützen.
Unser Projekt:
Auf dem Sportplatz Tierpark müssen die Fussballtore und Tornetze zum Teil ersetzt werden. Ein finanzieller Zustupf würde uns diesen Ersatz sehr erleichtern. Zudem möchten wir beim Nebenplatz einen Unterstand realisieren.
So funktioniert’s:
Pro CHF 20.– Einkaufswert gibt es ab sofort bis am 12. April 2021 einen Vereinsbon im Migros-Supermarkt, auf shop.migros.ch und bei sportxx.ch. Danach einfach QR-Code scannen und unserem Verein zuweisen.
In 3 Schritten: 1. Einkaufen bei der Migros 2. QR-Code scannen und “SC Goldau” zuweisen 3. Möglichkeit erhalten, eine von 1000 Migros-Geschenkkarten im Wert von je CHF 100.- zu sichern
Neben diesen Vereinsbons können auch Direktspenden für das Projekt gemacht werden. Dabei kannst du gleich anschliessend ganz einfach und bequem einen kleinen Beitrag unserem Projekt zusprechen.
Herzlichen Dank!
Der Sport Club Goldau dankt euch allen herzlich für euren finanziellen “Zustupf”.