
In diesem Jahr feiert der SC Goldau sein 80-jähriges Jubiläum. Vergleichsweise jung hingegen ist der Mädchen- und Frauenfussball im Tierpark-Dorf: Vor zehn Jahren wurde das erste Mädchenteam gegründet. Heute spielen rund 60 Mädchen und Frauen für den Verein. Dieses Jubiläum wurde an einem sommerlichen Augustabend gefeiert.
Bericht: Simon Krienbühl, Fotos: Susanne Rizzo
Wie alles begann
Unter den Gästen des Grillabends war auch Monika Suter, die 2016 das erste Mädchenteam ins Leben rief. Wie kam es dazu? «Meine Tochter, die damals bei den Buben kickte, motivierte mich, in Goldau nach fussballbegeisterten Mädchen zu suchen», erinnert sich Suter. Fündig wurde sie am jährlich stattfindenden Schülerturnier. «Wir haben gezielt die Mädchen in den verschiedenen Teams angesprochen. Am Abend hatten wir 14 Mädchen beisammen. So entstand der Mädchenfussball in Goldau.»

Fünf Spielerinnen des Gründungsteams sind noch heute aktiv, darunter auch Sarah Horath. Sie ist direkt neben dem Fussballplatz aufgewachsen und spielt heute im Frauenteam des SC Goldau. «Wenn ich heute in die Runde schaue, bin ich stolz auf das, was wir gemeinsam in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben. Besonders schön ist, dass viele Freundschaften entstanden sind und immer wieder junge Mädchen nachkommen», sagt Horath.
Erfolgreiche Entwicklung
Diese positive Entwicklung bestätigt auch René Huber, der den Frauenfussball während vieler Jahre mitgeprägt hat. «Unser Ziel ist es, dass ein Mädchen sämtliche Altersstufen beim SCG durchlaufen und immer in Goldau Fussball spielen kann.» In den jüngsten Kategorien spielen die Mädchen gemeinsam mit den Jungs. Später wechseln sie zu den Juniorinnenteams FF-14, FF-17 und schliesslich zu den Frauen.
Mit Sabrina Theiler ist der Mädchen- und Frauenfussball zudem im Vorstand vertreten. Die heutige Verantwortliche zeigt sich stolz über die Entwicklung: «Besonders freut mich, dass sich heute viele Frauen aktiv im Vereinsleben engagieren, sei es in ehrenamtlichen Funktionen, im Gastroteam oder bei der Organisation von Anlässen.»
