Goldau II verliert gegen effizientes Altdorf
Zu viele Chancen vergaben die Goldauer vor allem in der ersten Hälfte gegen Altdorf, sodass es die zweite Niederlage im zweiten Spiel absetzte.
Von Damian Bürgi
Nach der Auftaktsniederlage gegen den SC Schwyz war die zweite Mannschaft des SCG gegen Altdorf beim nächsten Gruppenfavoriten gefordert. Schon vor Anpfiff war klar, dass auf der kleinen und schwer bespielbaren Schützenmatte viel Kampf, lange Bälle und das Durchsetzungsvermögen über den Ausgang der Partie entscheiden würden. In der 9. Minute überliess die Goldauer Defensive nach einem ebensolchen langen Ball dem Gegner zu viel Platz. Altdorfs Topstürmer Fabian Nickel – der letztjährige Topskorer der gesamten 3. Liga – wurde in die Tiefe geschickt und liess sich nicht zweimal bitten.
Wieder einmal befanden sich die Goldauer nach einem frühen Gegentreffer im Rückstand – und wieder einmal war dies die Initialzündung für eine Leistungssteigerung der Tierpärkler. Im Anschluss setzte man die gegnerische Defensive permanent unter Druck, Altdorf wusste sich oft nur mit Fouls zu helfen. Aus den vielen resultierenden Freistössen entstanden auch richtig gute Torchancen. Doch bei den Abschlüssen fehlte oft die nur ganz wenig für den sicher nicht unverdienten Goldauer Torerfolg, wobei auch Altdorfs Keeper Stutz zweimal stark reagierte.

Bild: Andy Scherrer, topsportfotografie.ch
In der Offensive zeigten die Urner hingegen immer wieder ihre Qualitäten und liessen den Ball bei ihren Gegenstössen schnell hin und her zirkulieren. Bei einer solchen Aktion enteilte Tobias Nickel nach knapp 35 Minuten und konnte im Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Ukaj parierte den fälligen Elfmeter von Moravcik jedoch stark und hielt die Goldauer in dieser wichtigen Phase im Spiel. Quasi mit dem Halbzeitpfiff folgte dann die grösste Chance für Goldau im ganzen Spiel: Nach einem Morina-Freistoss kam Zumbühl am zweiten Pfosten frei zum Abschluss, doch er konnte den scharf getretenen Ball nur knapp am Tor vorbeibugsieren.
Ukaj holt Goldau lange im Spiel
Für die Gäste war das Kredo klar: Nicht wieder ein frühes Gegentor nach Beginn der zweiten Hälfte kassieren, um im Spiel bleiben zu können. Doch dieses Unterfangen gelang ganz und gar nicht. In der 55. Minute brachte die Goldauer Hintermannschaft einen langen Ball nicht unter Kontrolle. Da auch die Absicherung fehlte, konnte Nickel erneut entwischen, allein aufs Tor zielen und mit dem 2:0 für grossen Jubel beim Heimteam und Fans sorgen. Altdorf spielte in der zweiten Halbzeit abgeklärter und den Goldauern fehlte es nach dem zweiten Gegentreffer etwas an Durchschlagskraft. Die Chancen waren rarer gesät als noch im ersten Umgang, die beste Gelegenheit bot sich Defrim Zeka nach einem Standard, doch der Ball wollte an diesem Samstag einfach nicht ins Tor der Urner fallen.

Bild: Andy Scherrer, topsportfotografie.ch
Gegen Ende der Partie machten die Goldauer hinten immer mehr auf, was den Gastgebern natürlich Platz für Gegenangriffe bot. Dabei konnten sich die SCG-Reserven auf Ukaj verlassen. Mit mehreren starken Paraden nach Weitschüssen und auch in 1-gegen-1 Situationen hielt er die Goldauer bis zum Schluss im Spiel. Doch wie erwähnt fehlte es den Goldauern im zweiten Umgang etwas an Durchschlagskraft und so blieb es beim 2:0-Sieg für die Altdorfer. Nun heisst es für die zweite Mannschaft des SCG Mund abwischen und nach vorne schauen. Denn mit dem letztjährigen Gruppensieger aus Sins wartet im dritten Spiel bereits die dritte Knacknuss.
FC Altdorf – SC Goldau II 2:0 (1:0)
„Gemeindesportplatz, Altdorf – Schützenmatte“ – Hauptspielfeld – 150 Zuschauer, – Tore: 9. F. Nickel 1:0, 55. F. Nickel 2:0. SC Goldau: V. Ukaj, C. Zweifel, E. Etemi, F. Mrijaj, T. Zumbühl, A. Domgjoni, B. Yilmaz (C), F. Di Clemente, T. Ulli, S. Lafferma, S. Zeka (A. Morina, E. Destani, D. Zeka, E. Hess, A. Aliti) – FC Altdorf: K. Stutz (C), M. Baumann, L. Arnold, D. Zgraggen, S. Rutishauser, Noel Arnold, T. Nickel, N. Moravcik, Samuel Baumann, Silvan Baumann, F. Nickel (Nino Arnold, L. Zgraggen, B. Balta, D. Calisici, L. Herger, R. Frater).
Frauenfussball, 4. Liga
FC Baar – SC Goldau 4:0 (4:0)
Goldau siegt dank Sidler-Hattrick
Nach dem glücklichen Auftakt wollten die SCG-Frauen in Baar mehr zeigen. Das gelang. Dinah Sidler traf innert 13 Minuten gleich dreimal. Noch vor der Pause erhöhte Steiner zum klaren 4:0-Endstand.
Goldau startete druckvoll und drängte Baar sofort zurück. Nach zehn Minuten erzielte Sidler das 1:0 – nach einem schönen Spielzug über Helbling und Alessia Schuler. Zwei Fehler in der Baarer Abwehr nutzte wieder Sidler eiskalt aus und machte früh den Hattrick perfekt. Goldau blieb überlegen, kurz vor der Pause traf Steiner erneut.
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie an Tempo. Baar kam zwar zu Chancen, scheiterte aber an der Genauigkeit oder an Neu-SCG-Torhüterin Probst. Auch Goldau liess weitere Möglichkeiten liegen.
Zwei Spiele, zwei Siege, kein Gegentor – die Bilanz stimmt. Doch ab der 70. Minute fehlten die Kräfte. Nun gilt: weiter trainieren, damit auch im nächsten Spiel eine Steigerung sichtbar ist.
SC Goldau:
Probst, Hess, Bättig, Laura Schuler, Helbling, Von Flüe, Limani, Alessia Schuler, Huber, Belser, Sidler, Vetti, Steiner, Schwaller, Romer, Garcia
Tore:
11., 23., 24. Sidler, 44. Steiner

Schwyz gewinnt attraktives Derby gegen Goldau II
Die Goldauer Aufholjagd kam gegen abgeklärte Schwyzer zu spät.

Goldau-Captain Yilmaz im Duell mit Nussbaumer. Bild: Elmar Stadelmann
Von Damian Bürgi
Der Auftakt dieser ersten Meisterschaftspartie auf dem sehr gut besuchten Sportplatz Tierpark wusste zu gefallen. Die erste grosse Chance hatte das Heimteam, doch Nussbaumer konnte mit einem starken Reflex den ersten Goldauer Torjubel der Saison verhindern. Danach zeigte der SC Schwyz, dass sie von ihrer Stärke nach Standards von vergangener Saison nichts verlernt haben: ein schön getretener Freistoss von links verlängerte Schmidiger per Kopf zur Führung für die Gäste in der 12. Minute. Kurz darauf hätte Schmidiger nach einem Goldauer Abwehrfehler auf 2:0 erhöhen können – ja gar müssen, er verpasste aber eine grosse Möglichkeit freistehend am zweiten Pfosten.
Danach gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Einen schönen Abschluss von Gabriel Domgjoni parierte Nussbaumer gekonnt, auf der anderen Seite war kurz darauf Goldaus neuer Torhüter Ukaj gefordert und parierte einen Schwyzer Abschluss. Mit der knappen Gäste-Führung ging es in die Pause, Schwyz zeigte sich defensiv wie offensiv abgeklärt, für die Goldauer war klar, dass in der zweiten Hälfte mehr kommen musste.
Goldau zeigt trotz 0:3-Rückstand Charakterstärke
Doch der zweite Umgang begann für die Tierpärkler äusserst schlecht. Erneut wurde es nach einem Freistoss gefährlich im Strafraum und als die Situation geklärt schien, konnte sich Jonas Steiner doch noch durchsetzen und in der 47. Minute auf 2:0 für die Hauptörtler erhöhen. Die beiden zu einfach kassierten Gegentore stellten die Goldauer nun also vor eine Herkulesaufgabe. Offensiv gelangen vereinzelt gute Ansätze, doch gegen solidarisch verteidigende Schwyzer rannte man oft glücklos an. Und so konnten die Gäste immer wieder gefährliche Konter setzen. Vorerst vergaben Steiner und Schmidiger eine Grosschance, als sie den Ball im leeren Tor nicht unterzubringen vermochten. Doch Letzterer machte es nach knapp 65 Minuten besser und erzielte nach einem langen Ball, den die Goldauer Verteidigung nicht unter Kontrolle bringen konnte, das 3:0 für Schwyz.

Wer glaubte, dass sich die Goldauer nun aufgaben und die Partie vorentschieden war, sah sich getäuscht. Das Heimteam powerte weiter und der Anschlusstreffer lag in der Luft. Und er kam schliesslich auch: Nach einem schönen Angriff über rechts legte Di Clemente für Lafferma in der Mitte auf, welcher das 3:1 erzielte. Das Spiel befand sich aber bereits in der 85. Minute und die aufgrund der Trinkpause und der vielen Wechseln wohl etwas knapp bemessene Nachspielzeit von drei Minuten reichte nicht mehr aus für das Goldauer Comeback. Zwar bekam man in der 93. Minute noch einen Handselfmeter zugesprochen, welchen Zeka souverän verwertete, doch mit dem Torerfolg pfiff der Unparteiische die Partie auch gleich ab.
Hartes Goldauer Startprogramm zieht sich weiter
Schwyz durfte so einen sicher nicht unverdienten Startsieg feiern. Die Hauptörtler zeigten bereits in der ersten Partie auf, dass aufgrund guter Organisation und Abgeklärtheit sowohl offensiv als auch defensiv auch in dieser Saison wieder mit ihnen zu rechnen sein dürfte. Für Goldau heisst es nun Wunden lecken, die Fehler analysieren und möglichst schnell wieder in die Spur zu kommen. Denn mit dem FC Altdorf wartet am nächsten Wochenende bereits der nächste harte Brocken, den es zu knacken gilt.
3. Liga: SC Goldau II– SC Schwyz 2:3 (0:1)
Sportplatz Tierpark – Hauptspielfeld –, 200 Zuschauer, – Tore: 12. J. Schmidiger 0:1, 47. J. Steiner 0:2, 65. J. Schmidiger 0:3, 85. S. Lafferma 2:3, 90+3. S. Zeka – SC Goldau: V. Ukaj; G. Domgjoni; E. Etemi; L. Pfefferle; C. Zweifel; D. Zeka; B. Yilmaz (C); F. Mrijaj; E. Destani; S. Schmid; S. Zeka (A. Besic, A. Aliti, A. Domgjoni, S. Lafferma, F. Di Clemente, T. Zumbühl, E. Hess) – SC Schwyz: N. Nussbaumer, S. Ulrich, M. Marclay, N. Holdener, J. Lüönd, A. Steiner, J. Steiner, J. Rohrer, R. Betschart (C), J. Schmidiger, L. Lüönd.
Frauenfussball, Meisterschaft, 4. Liga
SC Goldau Frauen – Zug 94 1:0 (1:0)
Mit Glück zum Startsieg
Das erste Meisterschaftsspiel gilt oft als Gradmesser, um zu sehen, wo ein Team steht. Beim SCG war nach dem Schlusspfiff klar: Es wartet noch viel Arbeit. Trotz einer durchzogenen Mannschaftsleistung durften die Goldauerinnen am Ende drei glückliche Punkte bejubeln. Sidler erzielte kurz vor der Pause das goldene Tor.
Auf dem Sportplatz Tierpark bekamen die Zuschauer keine Fussball-Feinkost geboten. Querschläger, Fehlpässe und technische Unsicherheiten prägten die Partie. Zwar führte Zug die etwas feinere Klinge, vor dem Tor blieben sie jedoch über die gesamten 90 Minuten harmlos. Die Entscheidung fiel kurz vor der Pause: Nachdem die Zugerinnen eine Top-Chance liegen liessen, schickte von Flüe im Gegenzug Sidler auf die Reise. Sie liess sich nicht zweimal bitten und netzte souverän zum 1:0 ein.
Auf Goldauer Seite wurde deutlich, dass noch einige Trainingseinheiten nötig sind, um wieder an das Niveau der vergangenen Saison anzuknüpfen. Da die Ferienzeit nun vorbei ist, können sich die SCG-Frauen voll und ganz darauf konzentrieren.
SC Goldau:
Probst, Huber, Zimmermann, Laura Schuler(C), Bättig, Von Flüe, Horath, Hess, Ceberg, Limani, Alessia Schuler, Imhof, Rigert, Vetti, Sidler, Steiner
Tor:
Sidler (42. Minute)

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Goldau verpasst weiteren Sieg
Im letzten Spiel der Vorrunde spielt der SC Goldau in Rothenburg 1:1 Unentschieden. Den Ausgleichstreffer kassierten die Tierpärkler in der 90. Minute.
Von Daniel Flüeler
Im Vergleich zur Vorwoche nahm das Goldauer Trainerduo zwei Änderungen in der Startformation vor. Diaz und Bachmann rückten für Schmid und Zeno Huser in die Startelf. Anders als im letzten Spiel, als die Goldauer einen Blitzstart hinlegten und nach zwölf Minuten bereits mit 2:0 führten, war es dieses Mal der FC Rothenburg, der furios begann. Das Heimteam startete äusserst bissig in das Spiel. Der Goldauer Torhüter Roman Feer verhinderte bereits früh einen Gegentreffer. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto besser fand der SC Goldau ins Spiel, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen. Kurz vor der Halbzeitpause hatten die Gäste grosses Glück, als Torhüter Feer einen Abschluss über die Latte lenken konnte.
Goldau verpasst Vorentscheidung
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der SC Goldau deutlich und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. In der 60. Minute scheiterte Noah Bachmann am stark reagierenden Rothenburg-Torhüter Marelli, wenig später verfehlte Tobias Auf der Maur das Ziel nur knapp. In der 73. Spielminute fiel schliesslich der erste Treffer der Partie. Der eingewechselte Zeno Huser traf mit einem platzierten Schuss via Pfosten zum Führungstreffer der Goldauer. Dieser Treffer gab den Tierpärklern nun Aufwind und sie hatten anschliessend die beste Phase des Spiels. Doch die Effizienz für den vermutlich entscheidenden zweiten Treffer liess der SC Goldau vermissen. In der 81. Minute bediente Zeno Huser Noah Bachmann mit einem Querpass, doch der Goldauer Stürmer traf aus bester Position nur den Pfosten.
Rothenburg trifft zum späten Ausgleich
So blieb die Partie offen und der FC Rothenburg hatte die Chance zum Ausgleich. Auch wenn der SC Goldau in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft war, setzten die Rothenburger immer wieder Nadelstiche. Die gut stehende Goldauer Hintermannschaft konnte diese Angriffe jeweils unterbinden. Es lief bereits die 90. Spielminute als der Ausgleich doch noch fiel. Matteo Di Berardino erzielte per Kopf den vielumjubelten Ausgleich. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison verpassten es die Goldauer, ihre Führung auszubauen, und wurden mit einem späten Ausgleich noch bestraft. Mit diesem sechsten Unentschieden überwintert der SC Goldau mit 24 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz.
FC Rothenburg – SC Goldau 1:1 (0:0)
Sportanlage Chärnsmatt Kunstrasen, 100 Zuschauer. – SR L. Felber. – Tore: 73. Z. Huser 0:1, 90. M. Di Berardino 1:1. – FC Rothenburg: Marelli; Zemp (83. Macheras), Loser (90. Schürch), Williner, De França; Unternährer, D. Di Berardino, P. Di Berardino (83. Hofstetter), Amir (62. Eberle), Wildisen (83. Prud’Homme); M. Di Berardino. – SC Goldau: Feer; B. Ademi (68. Auf der Maur), Sommaruga, Frischkopf, Ulrich; Schelbert, Diaz (60. Schmid), J. Ademi (63. Z. Huser), K. Huser; Asaro (92. Flipp); Bachmann (86. Sommacal). – Verwarnungen: 44. Frischkopf, 64. J. Ademi, 67. Z. Huser. – Bemerkungen: 81. Pfostenschuss Bachmann, Goldau ohne Eichhorn, Prenaj, Persson, Mathis, Ukaj, Ulli, Huber.
Vorrundenabschluss in Rothenburg
Am Samstag steht der letzte Spieltag der 2. Liga regional auf dem Programm. Der SCG trifft da auswärts auf den FC Rothenburg.
Von Daniel Flüeler
Der SC Goldau ist derzeit in Form. Seit sechs Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen und hat die letzten drei Spiele gewonnen. Am letzten Samstag gewannen die Tierpärkler gegen den FC Willisau mit 3:1 und liegen mit 23 Punkten auf dem vierten Tabellenrang. Nun strebt der SCG in Rothenburg die nächsten drei Punkte an.
Rothenburg mit Dämpfer
Der FC Rothenburg musste am letzten Spieltag seine sechste Niederlage hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Pascal Zimmermann verlor beim FC Schattdorf mit 0:3. Zuvor holten die Luzerner aus drei Partien fünf Punkte. Damit steht der FC Rothenburg nach zwölf Spieltagen mit 14 Punkten auf dem zehnten Tabellenrang. Ob der SCG seine Siegesserie auch in Rothenburg fortsetzen kann, zeigt sich am Samstag ab 18 Uhr.