Personalnot und Platzverweis bremsen Goldau aus
Der SC Goldau konnte im vorletzten Heimspiel der Saison gegen Lachen/Altendorf sportlich kaum Akzente setzen. Ein stark dezimierter Kader und eine rote Karte in der zweiten Halbzeit erschwerten die Aufgabe zusätzlich.
Von Simon Krienbühl
Sportlich war die Partie eigentlich bedeutungslos: Goldau stand bereits vor Anpfiff als Absteiger fest, Lachen/Altendorf hatte sich im gesicherten Tabellenmittelfeld eingenistet. Und dennoch wollten sich die Tierpärkler natürlich in den verbleibenden drei Partien mit Würde von ihren treuen Fans verabschieden. Trainer Appert musste dabei mit einem stark ausgedünnten Kader auskommen. Schmerzlich war der Ausfall von Abwehrchef Persson, der seine ersten Spielminuten der Saison verpasste. Auf der Ersatzbank sassen gerade einmal drei Spieler.
Doppelschlag setzt SCG unter Druck
Die warmen Temperaturen sorgten für schweisstreibende Bedingungen – auf den Rängen und auf dem Platz. Die Gäste setzten früh ein erstes Ausrufezeichen: Praino und Norelli kombinierten sich stark durch die Goldauer Abwehr, Praino verpasste den Führungstreffer nur knapp. In der 29. Minute war es dann so weit – Abwehrchef Radovic wurde bei einer Ecke allein gelassen und köpfte zur 0:1-Führung ein.
Goldau versuchte, eine Reaktion zu zeigen. Die beste Ausgleichschance hatte Sommaruga, dessen Kopfball jedoch am Tor vorbei kullerte. Kurz darauf offenbarte sich erneut eine der Schwächen dieser Saison: Zef Gojani entwischte seinem Gegenspieler auf Höhe der Mittellinie, drang ungestört in den Strafraum ein und wurde schliesslich gefoult. Den fälligen Penalty verwandelte Captain Schuler souverän zum 0:2.
Zeno Huser übt sich als Goalie
Nach der Pause dann der nächste Rückschlag: Goalie Thüring sah in der 53. Minute die rote Karte, nachdem er den Ball knapp ausserhalb des Sechzehners mit der Hand aufgenommen hatte. Da kein Ersatztorhüter auf dem Matchblatt stand, übernahm Stürmer Zeno Huser die Aufgabe – und machte seine Sache bemerkenswert gut. Huser hielt seinen Kasten sauber. Goldau kam zu Zehnt noch zu einer grossen Chance: Nach einem Freistoss traf Koni Huser den Pfosten – doch ein Treffer blieb den Gastgebern verwehrt.
Für die Tierpärkler war es die 17. Saisonniederlage, der letzte Tabellenplatz scheint kaum mehr vermeidbar. Am Freitagabend (20 Uhr) wartet auswärts das Derby gegen Brunnen. Gegen die formstarken Feriendörfler wird es eine Leistungssteigerung brauchen.
SC Goldau – FC Lachen/Altendorf 0:2 (0:2)
Sportplatz Tierpark, 160 Zuschauer. – Tore: 29. Radovic 0:1, 42. Schuler 0:2 (Penalty). – SC Goldau: Thüring, Auf der Maur, Pfefferle, Sommaruga, Pasalic (46. B. Ademi), Zeka (80. Prenaj), Ulrich, K. Huser, J. Ademi, Z. Huser, Bachmann (66. Sommacal). – FC Lachen/Altendorf: Cossa, Junuzi, Radovic, Knobel, Praino (70. Ast), Schuler, L. Egli (66. Damiani), Fritschi, Z. Gojani, Norelli (83. M. Gojani), N. Egli (81. Cecala). – Verwarnungen: 32. Zeka, 53. Thüring (rote Karte), 61. J. Ademi, 66. Schuler, 90. Z. Gojani. – Bemerkungen: Goldau ohne Bürgler, Asaro, Diaz, Dodos, Huber, Persson, Schelbert und Schmid.
Goldau will sich mit Charakter verabschieden
Der SCG steht seit letztem Wochenende als Absteiger in die 2. Liga regional fest. In den letzten drei Saisonspielen will das Team nochmals alles geben und sich würdig von seinen Fans verabschieden.
Von Simon Krienbühl
Was sich seit längerem angedeutet hatte, ist nun Realität: Nach zwei Jahren in der 2. Liga interregional muss der SCG nächste Saison wieder eine Liga tiefer antreten. Seit der 2:0 Auswärtsniederlage in Buochs vor Wochenfrist steht der Abstieg fest. Bis zum Saisonende bestreiten die Tierpärkler noch zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel. Diesen Samstagabend ist der FC Lachen/Altendorf zu Gast. Die Ausserschwyzer unter Trainer Philipp Egli spielen eine solide Saison. Aktuell auf dem neunten Tabellenplatz, war das Team nie ernsthaft in Abstiegsgefahr. Nach der enttäuschenden Saison wollen die Goldauer ihren treuen Anhängern zumindest in den letzten drei Spielen noch einmal einen beherzten Auftritt schenken – und zeigen, dass sie den Neuanfang mit der richtigen Einstellung angehen wollen.
Erklärung Abstiegsmodalitäten:
- Der Strich in der Tabelle ist trügerisch, da auch noch weitere Teams absteigen.
- Die zwei Gruppenletzten pro Gruppe (total 8 Teams) steigen in die 2. Liga regional ab.
- Die drei schlechtesten Gruppendrittletzten pro Gruppe (total 3 Teams) steigen in die 2. Liga regional.
- Per 25. Mai 2025 konnte der SCG nicht mehr bester Drittletzter werden. Das heisst, Goldau hätte in seiner Gruppe mindestens Viertletzter werden müssen. Dieser 13. Platz belegt aktuell Rothrist mit 28 Punkten. Goldau mit seinen 17 Punkten kann diesen Rückstand in den verbleibenden drei Spielen nicht mehr aufholen, weshalb der Abstieg fest steht.
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