FC Ibach 1 1 SC Goldau
22.08.2026 - 18:00
Gerbihof, Ibach
2. Liga interregional

Goldau zwackt Ibach im Derby einen Punkt ab

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem FC Ibach und dem SC Goldau hielt vor allem in der 1. Halbzeit, was es im Vorfeld versprach. Vor einer tollen Kulisse mit über 900 Zuschauern trennten sich die beiden Rivalen zur Eröffnung des neuen Hauptspielfelds auf dem Gerbihof mit einem 1:1-Unentschieden.

Von Armin Reichlin (FC Ibach)

Die äusseren Bedingungen auf dem Gerbihof waren perfekt und der neue Rasen präsentierte sich in einem makellosem Zustand. Die Platzherren starteten sichtlich nervös in die Partie. Bereits in der 5. Minute nutzten die Gäste aus Goldau einen folgenschweren Stellungsfehler nach einem Einwurf eiskalt aus: Dominik Schelbert profitierte von der Unachtsamkeit und schob das Leder aus zwölf Metern zum frühen 0:1 in die Maschen.

Ibach dreht auf und gleicht verdient aus
Die Reaktion der Blau-Weissen liess jedoch nicht lange auf sich warten. Nur kurz nach dem Rückstand vergab Merdovic aus spitzem Winkel die erste Grosschance zum Ausgleich – Goldau-Keeper Feer reagierte glänzend klärte zur Ecke. Auch die anschliessenden Eckbälle sorgten für grosse Gefahr, doch Merdovic und Schlegel verpassten jeweils um Haaresbreite. Die Zuschauer sahen nun ein rassiges, emotionales und schnelles Derby mit Vorteilen für die Muotadörfler. Nach einem gefährlichen Distanzkracher von Novalic, den Feer nur mit allergrösster Mühe parieren konnte, fiel in der 19. Minute der verdiente Ausgleich: Schlegel lenkte einen präzise getretenen Novalic-Freistoss unhaltbar mit dem Kopf zum 1:1-Ausgleich ab.

Offensivspektakel und Penalty-Frage vor der Pause
Das Derby blieb auch in der Folge packend. Marinovic prüfte Feer in der 23. Minute mit einem strammen Schuss, den der Keeper jedoch souverän entschärfte. Aber auch Goldau versteckte sich in dieser Phase keineswegs und setzte über die agile linke Seite mit Asaro und Schelbert immer wieder gefährliche Nadelstiche. Für heftige Diskussionen auf den Rängen sorgte kurz darauf eine äusserst knifflige Szene im Strafraum der Tierpärkler: Merdovic wurde in bester Abschlussposition von Persson gelegt – der fällige Elfmeterpfiff des Unparteiischen blieb zum Entsetzen der Heimfans jedoch aus. Die Blau-Weissen zeigten vor der Pause entschlossen weiterhin schnelle und flüssige Ballstaffeten und erarbeitete sich weitere Chancen. In der 37. Minute streifte ein Schuss von Ado die Lattenoberkante und nur vier Minuten später setzte Schlegel den Ball nach einer feinen Vorarbeit von Merdovic knapp über das Gehäuse. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schlenzte der auffälligste Akteur auf dem Platz, Novalic, die Kugel aus 15 Metern an die Querlatte – Goldau war zur Pause mit dem Remis bestens bedient.

Taktische Zwänge bremsen den Offensivwirbel
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie merklich an Feuer. Beide Mannschaften nahmen spürbar das Tempo heraus und legten den Fokus konsequent auf eine verstärkte Defensive. Die Räume wurden geschickt zugemacht, wodurch packende Torraumszenen im zweiten Durchgang Seltenheitswert bekamen. In der 60. Minute setzte Goldaus Schelbert zu einem sehenswerten Solo an, setzte den Ball im Abschluss jedoch am Pfosten vorbei. Auch in der Folge neutralisierte man sich weitgehend im Mittelfeld und die oberste Devise lautete bei beiden Teams: Bloss kein Gegentor mehr kassieren und den Derby-Punkt riskieren. Die beste Aktion der Schlussphase gehörte nochmals Ibach, doch Feer parierte den 20-Meter-Knaller von Novalic.

Gerechte Punkteteilung zum Schluss
Am Ende blieb es beim 1:1-Unentschieden. Im Rückblick wird sich der FC Ibach vor allem über die erste Halbzeit ärgern: Aufgrund des klaren Chancenplus und zweier Aluminiumtreffer hätten die Platzherren eigentlich zwingend vorlegen und das Spiel vorzeitig in die richtige Bahn lenken müssen. Auf der anderen Seite steckte der SC Goldau den Dauerdruck vor der Pause mit grosser Moral weg und entführte den Punkt unter dem Strich absolut verdient aus dem Gerbihof.

FC Ibach – SC Goldau 1:1 (1:1)
910 Zuschauer. – SR: Serifovic. – Tore: 5. Dominik Schelbert 0:1. 19. Schlegel 1:1. – FC Ibach: Camenzind; Elia Gasser, Kadrija, Schönenberger, Theiler; Schlegel (72. Jaun), Nabarro, Admir Novalic, Reichmuth (46. Pranjic), Merdovic; Marinovic (72. Gwerder). – SC Goldau: Feer; Huser, Persson, Frischkopf, Asaro; Dario Schelbert, Schmid, Auf der Maur (46. Ulrich), Dominik Schelbert (81. Abduqadir), Lombardo (72. Ademi); Bachmann (89. Ulli). – Bemerkungen: FC Ibach ohne Noé Gasser und Gudelj (beide abwesend), Tela, Kündig, Denis Novalic und Pranovic (2. Mannschaft). – Verwarnungen: 19. Schlegel, 39. Schmid, 51. Huser, 73. Asaro, 79. Bachmann.


Derby-Knüller zur Gerbihof-Eröffnung: FC Ibach empfängt den SC Goldau

Zum Auftakt der neuen Saison in der 2. Liga inter kommt es nicht nur zum brisanten Derby gegen den Aufsteiger SC Goldau – das Spiel bildet auch den feierlichen Rahmen für die offizielle Eröffnung des neu sanierten Hauptspielfelds auf dem Gerbihof.

Von Armin Reichlin (FC Ibach)

Die lange Zeit des Wartens und der Provisorien hat für den FC Ibach ein Ende. Nach einer intensiven Sanierungsphase, während der die Blau-Weissen für ihre Heimspiele auf die Sportanlage Wintersried ausweichen mussten, kehrt der Fussballbetrieb endgültig dorthin zurück, wo er hingehört. Das runderneuerte Hauptspielfeld im Gerbihof wird am Samstag offiziell eingeweiht. Dass als erster Gast ausgerechnet der Nachbar aus Goldau gastiert, verleiht diesem geschichtsträchtigen Club-Ereignis die perfekte sportliche Würze. Ein grosses Fussballfest vor einer stattlichen Zuschauerkulisse ist garantiert.

Ibach startet mit Cup-Rückenwind
Sportlich könnte die Ausgangslage für die Platzherren kaum besser sein. Der FC Ibach präsentierte sich bereits in der ersten Ernstkampf-Prüfung der noch jungen Saison in guter Verfassung. In der ersten Runde der Cup-Qualifikation bezwangen die Muotadörfler den ambitionierten FC Uzwil mit 3:1. Dieser Erfolg auf dem neuen Terrain zeigte, dass die Mannschaft physisch wie auch spielerisch bereit ist. Die Hauptprobe auf dem neuen Grün ist geglückt – nun soll im ersten Meisterschaftsspiel direkt nachgelegt werden.

Aufsteiger Goldau reist mit viel Schwung an
Doch der Gast aus Goldau reist keineswegs ehrfürchtig an. Der SC Goldau hat nach dem Aufstieg eine äusserst vielversprechende Vorbereitung hinter sich. Mit einer stabilen Formkurve und starken Leistungen in den Testspielen haben die Tierpärkler bewiesen, dass sie in der höheren Liga absolut konkurrenzfähig sind und die Euphorie des Aufstiegs mitnehmen wollen. Die Mannschaft wirkt gefestigt, taktisch diszipliniert und brennt darauf, der favorisierten Jevremovic-Elf das Eröffnungsfest sportlich zu vermiesen.

Brisanz, Kampf und Leidenschaft
Die Derbys zwischen Ibach und Goldau schreiben immer ihre eigenen Geschichten. Sie leben von der geografischen Nähe, gesunder Rivalität, packenden Zweikämpfen und grossen Emotionen auf und neben dem Platz. Während die Muotadörfler versuchen werden, das Spieldiktat mit dem Selbstvertrauen aus dem Cup-Sieg an sich zu reissen, wird Goldau über eine kompakte Defensive und schnelles Umschaltspiel Nadelstiche setzen wollen. Der Rahmen für ein Fussballfest ist angerichtet. Die Zuschauer dürfen sich auf ein hochspannendes Spiel, emotionale Momente und ein würdiges Eröffnungsfest im Gerbihof freuen. Da auf dem Gerbihof sind nur beschränkt Parkplätze verfügbar sind, werden die Besucher gebeten, die weiteren Parkmöglichkeiten beim nahegelegenen Schulhaus Christophorus in Ibach zu nutzen.

Hauptsponsor

Vereinsausrüster

CO-Sponsor

1000er Club

Juniorensponsor

CO-Sponsor

CO-Sponsor

1000er Club