SC Goldau 1 0 FC Rothenburg
13.06.2026 - 18:00
Sportplatz Tierpark, Goldau
2. Liga regional

Goldauer feiern Meisterschaft und Aufstieg

Am Samstagabend kannte der Jubel in Goldau keine Grenzen mehr. Trainer, Spieler und Fans lagen sich in den Armen. Wenige Minuten später stemmte Captain Koni Huser vor 550 Zuschauern den IFV-Meisterpokal in die Höhe: Der SC Goldau ist zurück in der 2. Liga interregional.

Von Simon Krienbühl

Bereits kurz vor dem Anpfiff flossen auf dem Sportplatz Tierpark die ersten Abschiedstränen. Der 35-jährige Zeno Huser, langjähriger Topskorer und Vereinslegende, wurde vom Aktivfussball verabschiedet. Huser absolvierte 438 Pflichtspiele für Gelb-Rot und erzielte dabei mehr als 200 Tore. «Ich könnte mir keinen schöneren Abschied vorstellen. Zuhause vor unseren Fans und meiner Familie nochmals einen Titel zu gewinnen, ist einfach unglaublich», sagte Huser nach dem Spiel. Ebenfalls verabschiedet wurden die beiden Spieler Sommacal und Pfefferle. 

Goldau von Beginn an spielbestimmend
Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale hätte spannender kaum sein können. Goldau und Brunnen lagen punktgleich an der Tabellenspitze. Dank der besseren Fairplay-Wertung standen die Goldauer auf Rang eins – und diesen sollten sie nicht mehr hergeben. Die Gastgeber starteten stark in das letzte Saisonspiel und kontrollierten das Geschehen gegen den FC Rothenburg über weite Strecken. Immer wieder erspielten sie sich gute Torchancen. Doch bei sommerlichen Temperaturen und mit dem Titel vor Augen fehlte zunächst die letzte Konsequenz im Abschluss. Mehrere hochkarätige Möglichkeiten blieben ungenutzt. Zudem erwischte Rothenburgs Torhüter Beka einen ausgezeichneten Abend und bewahrte seine Mannschaft mehrfach vor einem Rückstand.

Koni Huser schiesst Goldau zum Aufstieg.
Nach 45 Minuten Anrennen war es dann doch soweit: Der Ball landete im Netz. Mittelfeldmotor Schmid trieb den Ball durchs Zentrum und lancierte Koni Huser mit einem öffnenden Pass. Der Goldauer Captain behielt die Nerven und traf alleine vor Beka eiskalt zum verdienten 1:0.

In der zweiten Halbzeit waren die Goldauer etwas weniger dominant. Rothenburg stemmte sich gegen die drohende Niederlage und wollte seine starke Saison ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis abschliessen. Die Luzerner beenden die Meisterschaft auf einem respektablen 9. Tabellenplatz und sichern sich so souverän den Ligaerhalt. Nun war auch SCG-Keeper Feer häufiger gefordert. Doch wie schon während der gesamten Saison strahlte er Ruhe und Sicherheit aus. Lediglich 21 Gegentore kassierten die Goldauer in 26 Meisterschaftsspielen – ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Titel. Trainer Christoph Müller brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: «Mit einer guten Offensive gewinnt man Spiele, mit einer guten Defensive die Meisterschaft.»

Kurz vor 20 Uhr erlöste das souveräne Schiedsrichtergespann die Goldauer mit dem Schlusspfiff. Da auch Brunnen ihr Heimspiel an diesem Abend gewinnen konnte, entschied am Ende die Fairplay-Wertung über die Meisterschaft. Die Goldauer sammelten über die gesamte Saison hinweg weniger Strafpunkte. Der Meistertitel ist damit die perfekte Antwort auf den Abstieg vor einem Jahr. Damals übernahm das Trainerduo Christoph Müller und Marco Zimmermann an der Seitenlinie. Die beiden formten eine hungrige Mannschaft und brachten den Erfolg zurück. Dieser wurde an diesem sommerlichen Abend gebührend bis in die späten Stunden gefeiert. 

SC Goldau – FC Rothenburg 1:0 (1:0)
Sportplatz Tierpark, 550 Zuschauer (Saisonrekord). – SR: Vidic, Lötscher, Zihlmann. – Tore: 45. K. Huser 1:0. – SC Goldau: Feer, Auf der Maur, Frischkopf, Sommaruga, Asaro, J. Ademi (91. Flipp), Schmid (74. Diaz), Schelbert, K. Huser, Bachmann (94. Sommacal), Z. Huser (75. B. Ademi). – FC Rothenburg: Beka, Portmann (50. Amir), Prud’Homme (75. Eberle), Williner, Hofstetter (67. Moura de França), Unternährer, D. Di Beradino, P. Di Beradino (57. Schnider), Portmann, Wildisen (86. Schürch), M. Beradino. – Verwarnungen: 37. M. Di Beradino, 81. Unternährer. – Bemerkungen: Letztes Karrierespiel von Zeno Huser für den SCG. Verabschiedung von Pfefferle, Sommacal und Z. Huser. Goldau ohne Persson, Ulrich, Amstad, Eichhorn, Mathis, Ulli und Huber.


Aufstiegsrennen entscheidet sich diesen Samstag

Im Fernduell spielen Goldau und Brunnen am Samstagabend um den Aufstieg in die 2. Liga interregional. Vor dem letzten Spieltag liegen beide Teams punktgleich an der Tabellenspitze.

Von Simon Krienbühl

Spannender könnte die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der 2. Liga regional kaum sein. Nachdem Goldau am vergangenen Wochenende Punkte liegen liess, konnte Brunnen aufschliessen. Aufgrund der besseren Fairplay-Wertung beziehungsweise der geringeren Anzahl Strafpunkte belegt Goldau derzeit Rang eins. Nun kommt es am Samstag zum grossen Aufstiegskrimi. Der SC Goldau empfängt auf heimischem Terrain den Tabellenneunten aus Rothenburg. Die Luzerner spielten eine starke Rückrunde und konnten sich gegenüber der Vorrunde deutlich steigern. Entsprechend wird die Aufgabe für die Gastgeber nicht einfach. Doch der SCG hat den Aufstieg in den eigenen Füssen. Mit einem Sieg und der nötigen Disziplin auf dem Platz wäre der Sprung in die 2. Liga interregional unabhängig von den Resultaten auf den anderen Plätzen geschafft. 

Für zusätzliche Emotionen sorgt am Samstag die Verabschiedung von Zeno Huser. Der langjährige Topskorer des SC Goldau wird vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet. Nach mehr als 200 Toren in über 400 Pflichtspielen für Gelb-Rot beendet der Stürmer seine beeindruckende Karriere.

Der SC Goldau möchte seine starke Saison vor heimischer Kulisse erfolgreich abschliessen und freut sich im entscheidenden Spiel auf die Unterstützung zahlreicher Fans.

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